Erfolge der Verminderung von Risiken durch Pflanzenschutz in die Praxis tragen

In vielen Projekten wurden bereits Erfahrungen gesammelt, wie sich Umweltwirkungen von Pflanzenschutzanwendungen reduzieren lassen. Ziel des Projekts ist, dieses Wissen stärker in die Breite zu tragen.

Fiche signalétique

  • Départements participants Haute école des sciences agronomiques, forestières et alimentaires
  • Institut(s) Agronomie
  • Unité(s) de recherche Durabilité et écosystèmes
  • Organisation d'encouragement Schweizerische Eidgenossenschaft (Bundesverwaltung)
  • Durée (prévue) 01.01.2026 - 31.12.2027
  • Direction du projet Dr. Simon Spycher
  • Équipe du projet Prof. Dr. Stéphane Burgos
    Liv Anna Kellermann
    Amélie Bargetzi
    Dr. Simon Spycher
  • Partenaire Bundesamt für Landwirtschaft BLW
    Kanton Bern - Fachstelle Pflanzenschutz
    Kanton Freiburg - Kantonaler Pflanzenschutzdienst
    Agridea
  • Mots-clés Pflanzenschutzmittel, Umwelt, Praxistransfer, Bodenschutz, Gewässerschutz

Situation

In den letzten zehn Jahren wurden in zahlreichen Projekten wertvolle Erkenntnisse und Lehren zum Pflanzenschutz im Hinblick auf Umweltrisiken gesammelt. Aktuell gibt es acht im Rahmen des Landwirtschaftsgesetzes geförderte Ressourcenprojekte im Bereich Pflanzenschutz. Hinzu kommen nachweislich erfolgreiche Projekte auf kantonaler Ebene sowie Aktivitäten von Bildungs- und Forschungseinrichtungen. Die im Rahmen dieser Projekte gewonnenen, teils sehr praxisnahen Erkenntnisse bleiben jedoch häufig auf die teilnehmenden Betriebe und Berater*innen beschränkt. Durch eine gebündelte Aufarbeitung der wichtigsten Ergebnisse können diese optimal genutzt werden und ihre Wirkung hinsichtlich der Umweltrisiken überregional entfalten. Ein Schlüsselelement für die Weiterverbreitung von Praktiken ist die Wahl geeigneter Informationskanäle. Aus Projekten im In- und Ausland ist bekannt, dass sich das Zielpublikum der Pflanzenschutzanwenderinnen und -anwender am besten erreichen lässt, wenn auf den Schutz der Kulturen ausgerichtete Kanäle genutzt werden. Es gilt daher, die Pflanzenschutzberatung gezielt mit Informationen zu Boden- und Gewässerschutz zu ergänzen. Dies kann von niederschwelligen Angeboten wie WhatsApp-Gruppen bis zur Präsenz an offiziellen Infoanlässen wie Feldtagen reichen und soll bestehende Kanäle wie agripedia.ch, gutelandwirtschaftlichepraxis.ch oder die Datenblätter Ackerbau gezielt ergänzen.

Approche

Ziel des Projekts ist, den breiten Erfahrungsschatz, der in kantonalen und Bundesprojekten entstanden ist, gezielt zu nutzen, um bisher eher lokal getestete Massnahmen überregional zu verbreiten. Zunächst wird anhand strukturierter Interviews bzw. unter Beteiligung von Projektverantwortlichen aus den bisherigen Erfahrungen eine Selektion vorgenommen: Wie und anhand welcher Aspekte lassen sich die im Rahmen der Projekte gewonnenen Erfahrungen strukturieren? Wie können die Massnahmen in Bezug auf ihre Wirksamkeit bewertet werden und welche dürften den grössten Hebel haben? Inwiefern lässt sich die Wirtschaftlichkeit abschätzen? Welche Angaben zur Abschätzung können bereits aus den Projekten gezogen werden? Welcher Zusatznutzen der im Projekt umgesetzten Massnahmen könnte für die Praxis relevant sein? Als Nächstes wird ein Kommunikationskonzept erarbeitet. Dabei ergeben sich folgende Fragen: Über welche Kanäle gelangt die Information zu risikomindernden Massnahmen an die PSM-Anwenderinnen und -Anwender? Welche Kanäle werden bisher kaum genutzt? Müssen bestimmte Typen von Anwendenden unterschieden werden, die über unterschiedliche Kanäle angesprochen werden können? Zuletzt geht es um die Erarbeitung von Inhalten, die auf den im Kommunikationskonzept als zielführend identifizierten Kanälen in die Praxis getragen werden sollen.

Eröffnungsveranstaltung des Demobetriebs Pflanzenschutzmittel und Gewässerschutz
Eröffnungsveranstaltung des Demobetriebs Pflanzenschutzmittel und Gewässerschutz

Ce projet contribue aux objectifs de développement durable suivants

  • 4: Accès à une éducation de qualité
  • 6: Accès à l'eau salubre et l’assainissement