Die Urfassung des ‚Fliegenden Holländers’ – Historisch informierte Orchester- und Probenpraxis bei Richard Wagner

Richard Wagners Oper ‚Der fliegende Holländer’ gehört zu seinen meistaufgeführten Werken. Ziel des Forschungsprojektes ist es, Wagners Musikdramen am Beispiel dieser Oper für die historisch informierte Interpretationspraxis zu erschliessen.

Fiche signalétique

  • Département HESB | Haute école des arts de Berne
  • Pôle de recherche Institut Interpretation
  • Champ de recherche Historisch informierte Performance
  • Durée 01.02.2012 - 22.11.2013
  • Direction du projet Graziella Contratto
  • Équipe du projet Manuel Bärtsch
    Kai Köpp
    Tobias Pfleger
    Christian Hilz
  • Partenaires - établissements de recherche, y c. BFH HESB | Haute école des arts de Berne
  • Mots-clés Wagner, historisch informierte Interpretationspraxis, praktische Umsetzung

Contexte initial

Die Interpretationspraxis der Zeit Wagners darf als wissenschaftliches Neuland bezeichnet werden. Doch ist die Ausgangslage für die Erforschung und musikpraktische Erprobung historischer Aufführungsweisen denkbar günstig. Erst vor einiger Zeit wurden das Orchestermaterial der Dresdener Uraufführung sowie Wagners eigene Metronomangaben entdeckt – Dokumente, die noch nie musikpraktisch untersucht worden sind. Der Aufarbeitung dieser Quellen folgt eine praktische Erprobung.

But

Ziel des Projektes ist nicht nur, Quellen für eine historisch informierte Aufführung des ‚Holländers’ zusammenzutragen, sondern sie als Grundlage einer praktischen Umsetzung in Form nachgestellter Proben sowie einer Aufführung zu nutzen.

Compétences clés

Das Projekt knüpft an Methoden an, die im Rahmen aufführungsgeschichtlicher Forschungen erprobt wurden, erweitert diese indes hinsichtlich der musikpraktischen Umsetzung in Form von nachgestellten historischen Proben sowie einer Aufführung.

Résultat

Die Auswertung der Uraufführungsstimmen zu Richard Wagners Oper ‚Der fliegende Holländer’ konnte einen von der Aufführungspraxis-Forschung bislang weitgehend vernachlässigten Quellenbereich erschliessen. Anhand der erhaltenen Stimmen lassen sich der Probenablauf von 1843 rekonstruieren und Stadien bei der Erarbeitung des Werks differenzieren. Im Vergleich mit den erhaltenen Metronomzahlen Wagners treten starke Veränderungen in der Interpretationsgeschichte zutage.

Perspectives

Nach der Präsentation der Ergebnisse an Symposien in Dresden und Bern soll der Aspekt der Uraufführungs-Orchesterstimmen auf breiterer Basis (z.B. sämtliche Dresdner Opern Wagners) im Hinblick auf ein SNF-Gesuch weiterentwickelt werden.