Design Thinking for AI (DT4AI)
DT4AI ist ein Erasmus+-Projekt, das Hochschuldozierende mit einem modularen Lehrprogramm ausstattet, das Design Thinking und angewandte KI kombiniert, um KI-Kompetenzen und menschenzentrierte digitale Innovation in ganz Europa zu fördern.
Fiche signalétique
- Départements participants Gestion
- Institut(s) Institute for Digital Technology Management
- Unité(s) de recherche Projektmanagement
- Champ thématique stratégique Champ thématique "Transformation numérique centrée sur l'humain"
- Organisation d'encouragement Autres
- Durée (prévue) 01.10.2025 - 30.09.2027
- Direction du projet Prof. Dr. Jennifer Hehn
- Équipe du projet Olivier Marti
- Mots-clés Design Thinking for AI (DT4AI), künstliche Intelligenz (KI), KI-Kompetenz, menschenzentrierte digitale Innovation, nutzenzentrierte Problemlösung, interdisziplinäre Lehre, modulares Lehrprogramm, Best
Situation
Künstliche Intelligenz verändert Wirtschaft, Gesellschaft und Hochschulbildung in hohem Tempo. Hochschulen stehen dabei vor der anspruchsvollen Aufgabe, Studierende nicht nur mit technischen KI-Kompetenzen auszustatten, sondern sie auch zu menschenzentrierter, ethisch reflektierter und innovationsorientierter Problemlösung zu befähigen. Das Erasmus+-Projekt «Design Thinking for AI (DT4AI)» entwickelt hierzu ein modulares, skalierbares Lehrprogramm, das KI-Kompetenzen mit Design Thinking als etablierter Methode nutzerzentrierter Innovation verbindet. Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Entwicklung einer modularen Plattform für DT4AI Lerninhalte. Sie ermöglicht die kontinuierliche Erweiterung und Aktualisierung des Angebots, darunter einsatzbereite Lehrmaterialien, ein Best Practice Handbuch, fachspezifische Fallstudien sowie videobasierte Trainingsmodule, und gewährleistet so langfristige Relevanz und nachhaltigen Nutzen über die Projektphase hinaus. Getragen wird das Projekt von der Universität Liechtenstein, der Universität Münster, der Vrije Universiteit Amsterdam, der Aalto Universität und der Berner Fachhochschule (BFH). Das von «movetia» geförderte Schweizer Teilprojekt, koordiniert durch die BFH, wirkt als Mitentwicklerin und lokale Adapterin und stärkt dadurch die Innovationsfähigkeit, digitalen Kompetenzen und die interdisziplinäre Lehre im Land und trägt dazu bei, dass die Schweiz auch künftig zu den weltweit führenden Innovationsstandorten zählt.
Approche
Zwischen 2025 und 2027 wird das Konsortium das DT4AI-Konzept in ein umfassendes, digitalisiertes Kursangebot überführen. In der Entwicklungsphase werden in enger Abstimmung der beteiligten Institutionen Lernmaterialien und ein Best-Practice-Handbuch auf Basis interner Erfahrungen erstellt, ergänzt durch fachspezifische Fallstudien (z. B. aus Produktion, Finanzwesen und Gesundheitswesen) sowie videobasierte Trainingsmodule. In der Pilotierungsphase werden die Inhalte europaweit getestet, validiert und bei Bedarf an die Nutzerbedürfnisse angepasst. Abschließend wird eine digitale Plattform aufgebaut, auf der alle Lerninhalte bereitgestellt werden, ergänzt durch Vernetzungs- und Verbreitungsaktivitäten. Die BFH wird ihr Fachwissen in projektbasiertem Lernen und angewandter Forschung einbringen und Schweizer Bildungsansätze in das DT4AI-Handbuch integrieren. Sie wird die Lehrmaterialien ins Deutsche übersetzen, praxisnahe Fallstudien mit Schweizer Wirtschaftspartnern entwickeln und ausgewählte Inhalte in Bachelor- und Masterstudiengängen pilotieren, wobei Feedback in die Weiterentwicklung des Programms einfließt. Zudem wird die BFH die Ergebnisse über Netzwerke, Konferenzen, Workshops und die Open-Access-Plattform verbreiten, um Sichtbarkeit und Wissensaustausch zu fördern.
Résultat
Nach Projektabschluss steht der Öffentlichkeit eine modulare Plattform für DT4AI-Lerninhalte zur Verfügung, die sich insbesondere an Hochschuldozierende und Studierende richtet. Bereitgestellt werden einsatzbereite Lehrmaterialien (inkl. Foliensätze und didaktischer Hinweise), ein Best-Practice-Handbuch für Lehrpersonen, fachspezifische Fallstudien, videobasierte Trainingsmodule für Lehrende und Studierende sowie eine digitale Wissensplattform. DT4AI ist so konzipiert, dass es in unterschiedlichen Disziplinen – etwa Wirtschaft, Sozialwissenschaften und öffentlicher Verwaltung – eingesetzt werden kann, ohne fortgeschrittene Programmierkenntnisse oder spezielle technische Infrastruktur vorauszusetzen. Damit eignet sich das Angebot besonders für nicht-technische Studiengänge, die KI-bezogene Inhalte strukturiert und praxisnah integrieren möchten. Ein zentrales Element des Projekts ist die gezielte Unterstützung der Lehrpersonen. Über reine Studierendenmaterialien hinaus stellt DT4AI Methoden und Ressourcen bereit, um KI-fokussierte Innovationsprojekte sicher und kompetent zu konzipieren und umzusetzen. Peer-Austausch, Co-Creation-Formate sowie die Zusammenarbeit mit Praxispartnern stärken dabei den anwendungsorientierten Ansatz und die nachhaltige Wirkung des Programms.