Bericht der BFH zeigt Alternative zur Notfallversorgung in Geburtshäusern auf

22.09.2022 Die Berner Fachhochschule hat für die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) des Kantons Bern einen Bericht zur Notfallversorgung in den Geburtshäusern erarbeitet.

Darin zeigen wir eine Alternative zur bisherigen zeitlichen Vorgabe für die ärztliche Notfallintervention in Geburtshäusern auf. Der Bericht wurde aufgrund einer Motion aus dem Grossen Rat in Auftrag gegeben.

Der Regierungsrat hat die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) nun beauftragt, die Empfehlungen des Berichts umzusetzen. Die bisherige zeitliche Vorgabe für die ärztliche Notfallintervention in Geburtshäusern soll entfallen. Es wird jedoch erwartet, dass es für Mutter und Kind Notfallpläne gibt. Im Sinne eines Notfallmanagements sollen Kooperationsverträge mit einem naheliegenden Spital vorliegen. Absprachen und Vereinbarungen müssen dokumentiert und die Notfallmassnahmen eingeübt sein. Erwartet werden auch kurze Transportwege im Rahmen des Verlegungsprozesses.

 

Portrait Prof. Dr. Eva Cignacco, Co-Autorin und Co-Fachbereichsleiterin Geburtshilfe

«Mit unserer evidenzbasierten Vorgehensweise konnten wir die Politik von der Alternative überzeugen. Das ist ein gutes Beispiel, wie Hebammenwissenschaft die Praxis beeinflussen kann.»

Prof. Dr. Eva Cignacco
Co-Autorin und Co-Fachbereichsleiterin Geburtshilfe

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Fachgebiet: Gesundheit, Geburtshilfe
Rubrik: Forschung