Modeling Chronic Care Nutzung von Simulationsmodellen für eine bessere Versorgung von chronisch kranken Menschen in der Schweiz

Wie kann die Gesundheitsversorgung in der Schweiz optimal auf die Bedürfnisse von chronisch kranken Menschen ausgerichtet werden? Die Studie modelliert die Auswirkungen von gesundheitspolitischen Entscheidungen und formuliert Empfehlungen für eine Neuausrichtung des Versorgungsystems.

Steckbrief

  • Lead-Departement Gesundheit
  • Institut Institut für Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik
  • Förderorganisation SNF
  • Laufzeit (geplant) 01.01.2019 - 31.12.2021
  • Projektverantwortung Prof. Dr. Lukas Klaus Schoenenberger
  • Projektleitung Prof. Dr. Lukas Klaus Schoenenberger
  • Projektmitarbeitende Prof. Dr. Sebastian Gurtner
    Prof. Dr. Urs Brügger
    Rudolf Blankart
  • Partner Mississauga Halton Local Health Integration Network, Mississauga, Canada
    Duke-NUS Graduate Medical School, Singapore
    Inselspital, Universitätsspital, Bern
    Geriatrische Universitätsklinik, Spital Tiefenau
  • Schlüsselwörter Gesundheitsversorgung, chronische Krankheiten, Gesundheitsökonomie, Gesundheitspolitik, Pflegesystem, alternde Gesellschaft, Langzeitpflege, Patientenzufriedenheit

Projektbeschrieb

In der ersten Projektphase wird zusammen mit Forschungspartnern und Entscheidungsträgern eine Systemabbildung der gegenwärtigen Pflege chronisch Kranker erarbeitet. Diese Abbildung ist ein qualitatives, konzeptionelles Modell, welches wichtige Einflussfaktoren sowie deren Beziehungen untereinander in einem System visualisiert. Darauf aufbauend wird in der zweiten Projektphase ein quantitatives Simulationsmodell erstellt, welches Kernelemente und deren Beziehungen im Pflegesystem chronisch Kranker mathematisch erfasst. Der Nutzen eines solchen Simulationsmodells liegt im Wesentlichen in zwei Bereichen: (i) in der Abschätzung zukünftiger Entwicklungen im Versorgungssystem chronisch Kranker; und (ii) in der Evaluation angedachter gesundheitspolitischer Reformen sowie in der Entwicklung neuer Reformvorschläge.

Hintergrund

Obwohl immer mehr Menschen chronisch krank sind und Langzeitpflege benötigen, ist das Schweizer Gesundheitssystem noch stark auf die Akutversorgung ausgerichtet. Um diese Patientengruppe besser zu versorgen und die knappen Gesundheitsressourcen effizienter einzusetzen, braucht es eine Anpassung des Versorgungssystems an den tatsächlichen Bedarf.

Ziel

Ziel der Studie ist es, Empfehlungen zu formulieren, wie das heutige Gesundheitssystem besser auf die Versorgung von chronisch kranken Menschen ausgerichtet werden kann. Zu diesem Zweck wird ein Modell des heutigen Versorgungssystems chronisch Kranker entwickelt, welches es erlaubt, die Auswirkungen von unterschiedlichen gesundheitspolitischen Entscheiden auf die Qualität und die Kosten der Versorgung sowie auf die Patientenzufriedenheit zu testen.

Bedeutung

Die Studie bietet eine optimale Plattform für einen kontinuierlichen Dialog der relevanten Stakeholder über die Versorgung von chronisch kranken Menschen in der Schweiz. Als Produkte resultieren erstens ein breit abgestütztes qualitatives Modell des heutigen Versorgungssystems chronisch Kranker; zweitens ein Simulationsmodell, welches dazu dient, die Konsequenzen von gesundheitspolitischen Entscheidungen zu analysieren; drittens ein Bericht über die analysierten Entscheidungen; und viertens konkrete Empfehlungen für die zukünftige Ausgestaltung des Versorgungssystems in der Schweiz.