Suizidprävention

In diesem Fachkurs lernen Sie Konzepte zur Suizidprävention kennen, erhalten wichtige Informationen zu bestehenden Projekten und haben die Möglichkeit, sich mit Expert*innen zu vernetzen.

Der Fachkurs

  • richtet sich an Fachpersonen, die in ihrer Tätigkeit mit Suizidprävention, -intervention und -postvention konfrontiert sind;
  • vermittelt Ihnen grundlegende Fakten zu Suizid und Suizidprävention, aber auch zum Thema Freitod und Sterbehilfeorganisationen;
  • stellt Möglichkeiten zur Primärprävention vor: Präventionsprojekte der Schweiz bezogen auf verschiedene Zielgruppen;
  • beschäftigt sich mit der Sekundärprävention: Erfassung der Suizidalität bei potenziell gefährdeten Klient*innen und mögliche Interventionen;
  • stellt die Konzepte der Tertiärprävention vor: Massnahmen und Netzwerke nach Suizidversuch/Suizid;
  • ermöglicht Ihnen den Transfer von Suizidprävention in Ihr eigenes Tätigkeitsfeld.
Fachkurs Suizidprävention

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Fachkurs
  • Dauer 7 Kurstage
  • Unterrichtstage Do, Fr,
  • Anmeldefrist 2. September 2022
  • Anzahl ECTS 4 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 2'300
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Gesundheit
  • Nächste Durchführung November bis Dezember 2022

Inhalt + Aufbau

Porträt

Jährlich sterben in der Schweiz dreimal mehr Menschen durch Suizid als an Verkehrsunfällen und 28-mal mehr als durch Aids. Menschen, die einen Suizid begangen haben, hinterlassen im Schnitt fünf bis zehn Angehörige. Suizidprävention ist wichtig und deren Wirksamkeit nachgewiesen. Suizidprävention kann sowohl die Gesamtbevölkerung ansprechen (Primärprävention), als auch des/der gefährdeten Klient*in (Sekundärprävention) und nicht zu vergessen, Opfer und Hinterbliebene nach Suizid (Tertiärprävention). In der Schweiz gibt es einige vielversprechende Projekte und innovative Ansätze, die sich der Suizidprävention widmen.

Der Fachkurs bündelt das bestehende Wissen und vernetzt Personen, die sich erfolgreich für eine nachhaltige Suizidprävention einsetzen wollen. Sie lernen Präventionskonzepte kennen, erhalten wichtige Informationen über bestehende Projekte und vernetzen sich mit Expert*innen.

Ausbildungsziel

  • Sie verfügen über eine differenzierte und professionelle Haltung zu Suizid.
  • Sie erlangen Grundlagenwissen zur Suizidprävention und konkreten Suizidpräventionsprojekten.
  • Sie erkennen Präventionspotenzial in Ihrer eigenen Institution und entwickeln konkrete Ideen zu kleinen Projekten der Suizidprävention.

Grundlegende Fakten zu Suizid und Suizidprävention

  • Sie erarbeiten sich grundlegende Kenntnisse zum Thema Suizid.
  • Sie haben einen Überblick über Erklärungsmodelle und kennen die entsprechenden epidemiologischen Kennzahlen.
  • Sie kennen Risiko- und Resilienzfaktoren für Suizidhandlungen.

Primärprävention: Zielgruppenfokussierte Präventionsprojekte der Schweiz

  • Sie erarbeiten sich grundlegendes Wissen zu Modellen der Prävention.
  • Sie kennen aktuelle Beispiele von Präventionsbemühungen und sind in der Lage, deren Konzeption und Implementierung zu beschreiben.
  • Sie kennen Evaluationsmöglichkeiten, um die Wirksamkeit von Präventionsprogrammen zu messen.
  • Sie kennen Strategien zum politischen Lobbying wie auch zur Arbeit mit Medienvertreterinnen und -vertretern.

Sekundärprävention: Erfassung der Suizidalität bei potentiell gefährdeten Klient*innen und mögliche Interventionen

  • Sie lernen Assessment-Instrumente kennen, um Suizidalität objektiv zu erfassen.
  • Sie erlernen einige ausgewählte Massnahmen, die bei akuter Suizidalität angezeigt sind.

Tertiärprävention: Massnahmen und Netzwerke nach Suizidversuch / Suizid

  • Ihnen werden Massnahmen aufgezeigt, die Menschen mit Suiziderfahrung unterstützen, das Erlebte zu bewältigen aber erneute Suizidversuche verhindern.
  • Ihnen werden Programme und Netzwerke vorgestellt, die es den Hinterbliebenen und Angehörigen ermöglichen, mit den Erfahrungen umzugehen.

Transfer ins eigene Tätigkeitsfeld

Neben dem theoretischen Wissen zur Suizidprävention ist der Transfer ins eigene Tätigkeitsfeld ein Schwerpunkt des Fachkurses. Die Abschlussarbeit des Fachkurses beinhaltet eine Analyse des eigenen Tätigkeitsfeldes im Hinblick auf die Suizidprävention. Sie entwickeln einen kleinen Projektplan für die Umsetzung eines Präventionsprojekts in Ihrer Praxis oder Evaluieren ein bestehendes Präventionsprojekt. Die erarbeiteten Erkenntnisse und Projekte präsentieren Sie am Ende des Fachkurses.

  • Kontaktstudium
  • Bearbeiten von klinischen Fallbeispielen
  • Üben in Lerngruppen
  • E-Learning
  • Selbststudium

Sie entwickeln für Ihren Kompetenznachweis ein Präventionsprojekt, welches relevant für Ihre Praxisinstitution oder die Gesellschaft ist. Am letzten Kurstag skizzieren Sie Ihren Kurskolleg*innen den Projektplan. Dabei berücksichtigen Sie sinnvolle Zielkriterien und bedarfsgerechte Evaluationsmethoden.

Titel + Abschluss

Fachkurs in «Suizidprävention»

e-log-Label

Dozentinnen + Dozenten

Voraussetzungen + Zulassung

Personen, die in ihrer Tätigkeit mit Suizidprävention, -intervention und -postvention konfrontiert sind:

  • Pflegefachpersonen
  • Lehrkräfte
  • Seelsorger*innen
  • Sozialarbeiter*innen
  • Projektmitarbeiter*innen im Bereich psychische Gesundheit und Suizidprävention
  • Mitarbeiter*innen von Beratungsstellen, Heimen, Care Teams, Polizei und Rettungsdiensten
  • Peers und Angehörige

Es gelten die allgemeinen Zulassungsbedingungen, die Sie im folgenden Dokument finden:

Sprachkenntnisse

Deutsch und Englisch: Die Präsenzveranstaltungen werden auf Deutsch gehalten. Mitunter werden schriftliche Lehrmaterialien in englischer Sprache verwendet.

Organisation + Anmeldung

7 Kurstage, November bis Dezember 2022
Für 4 ECTS-Credits rechnen wir mit einem Workload von 120 Stunden (inkl. der Kurstage).
Unterrichtszeiten: in der Regel von 08.30 - 16.30 Uhr

  • Donnerstag, 17. November 2022
  • Freitag, 18. November 2022
  • Donnerstag, 1. Dezember 2022
  • Freitag, 2. Dezember 2022
  • Donnerstag, 8. Dezember 2022
  • Donnerstag, 15. Dezember 2022
  • Freitag, 16. Dezember 2022 (mündliche Prüfung: Projektpräsentation)

Anmeldefrist

30. Oktober 2020 - Sie können sich weiterhin anmelden.

Im Rahmen des Online-Anmeldeprozesses benötigen wir von Ihnen folgende Dokumente (im PDF-Format, max. 1 MB pro Dokument):

  • Diplome
  • tabellarischer Lebenslauf
  • Passfoto (im JPG-Format)

Bitte laden Sie diese Dokumente auch dann hoch, wenn Sie sie bereits im Rahmen einer anderen Anmeldung eingereicht haben. Wenn Sie Fragen oder Probleme bei der Online-Anmeldung haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Geschäftsbedingungen

Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Änderungen bleiben vorbehalten. Im Zweifelsfall ist der Wortlaut der gesetzlichen Bestimmungen und Reglemente massgebend.

Rückzugsregelung: Gemäss Weiterbildungsreglement ist ein Rückzug ohne Kostenfolge bis zum Ablauf der Anmeldefrist möglich. Nach diesem Zeitpunkt sind bei einer Abmeldung vor Beginn der Weiterbildung 50% des zu verrechnenden Betrages geschuldet.

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