«Creating tomorrow» – Inspirierender Staff Exchange in Amsterdam

«Creating tomorrow» – Inspirierender Staff Exchange in Amsterdam

Ende Oktober 2013 hat sich das dreiköpfige Kommunikationsteam des Fachbereichs Soziale Arbeit aufgemacht in die niederländische Hauptstadt Amsterdam. Zu entdecken gab es nicht nur schöne Grachten, praktische Velowege und leckere Garnelen-Kroketten, sondern auch die Welt der Hogeschool van Amsterdam (HvA). Das Kommunikationsteam des Departements «Social Work and Law» empfing die Schweizer Gäste mit offenen Armen. Brigitte Pfister, Marius Schären und Denise Sidler berichten.

 

«Offenbar waren nicht nur wir aufgeregt über den anstehenden Besuch in Amsterdam. Auch Petrus war aus dem Häuschen: Amsterdam bereitete uns einen stürmischen Empfang. So stürmisch, dass wir eine Stunde lang im Flugzeug festsassen, mit Mühe und Not ein Taxi erkämpfen konnten und schliesslich staunend die vielen entwurzelten Bäume betrachteten. Die Erleichterung, dass die Schweizer Gäste schliesslich unversehrt vor ihnen standen, war der Amsterdamer Crew denn auch anzumerken. Nun konnte der Austausch beginnen.

 

Ähnliche Organisation, andere Schwerpunkte

In kurzen Präsentationen stellten wir uns gegenseitig unsere Hochschulen vor – und stellten rasch fest: Wir sind ähnlicher als gedacht. Auch die Hogeschool van Amsterdam ist eine praxisorientierte Fachhochschule, auch sie ist aus zuvor eigenständigen Teilschulen entstanden, auch sie hat ihren Platz neben einer Universität finden müssen, auch sie hat ein zentrales Kommunikationsteam auf Ebene Rektorat und je ein eigenes pro Departement. 

 

Trotz all dieser Ähnlichkeiten, der Fokus in der Kommunikationsarbeit unterscheidet sich: Während wir vor allem potenziellen Studierenden unsere Studiengänge näherbringen möchten, legt die HvA grossen Wert auf eine professionelle Kommunikation mit den immatrikulierten Studierenden, auch über die Neuen Medien. Die Bezeichnung «Marketing» haben sie aus ihrem Abteilungsnamen gestrichen: Das Ziel ist nicht, möglichst viele Studierende an die HvA zu holen, sondern die in die Studiengänge passenden. Dabei übernimmt das HvA-Kommunikationsteam auch die Rolle einer Berufs- und Studienberatungsstelle.

 

«Creating tomorrow» – so lautet der Slogan der HvA. Es war spürbar, dass die Mitarbeitenden dieses Motto auch tatsächlich leben: Sie wollen gut ausgebildete Absolventinnen und Absolventen auf den Arbeitsmarkt schicken, praxisnahe Forschungsprojekte realisieren, welche die Stadt voranbringen und auch kulturelle und wissenschaftliche Events für die Amsterdamer Bevölkerung organisieren. Diese Verbundenheit mit der Stadt hat uns imponiert und inspiriert.

 

Campusprojekt im lebendigen Amsterdamer Südosten

Dass die Hogeschool van Amsterdam um einiges grösser ist als die BFH wurde uns spätestens zu dem Zeitpunkt bewusst, als wir auf dem neuen Campusgelände herumgeführt wurden. Ein Zeitraffer-Film dokumentierte den Abriss des alten und den Aufbau des neuen Gebäudes. Beeindruckt hat uns vor allem die mehrstöckige Bibliothek, in deren Erdgeschoss mit dem sogenannten «Floor» ein lebendiger, multifunktionaler Raum entstanden ist: Aus der Lounge-Ecke erklingt Club-Musik, an langen Tischen sitzen Studierende in Arbeitsgruppen vor ihren Tablets und Laptops und diskutieren rege, im Hintergrund ist eine Fotoausstellung zu bewundern, daneben stehen grosse, mobile Tribünenelemente für die diversen Kurzveranstaltungen, wie Lesungen, Forschungs-Battles oder Filmabende, die von einer Eventmanagerin regelmässig organisiert werden. So lässt es sich studieren – und arbeiten.

 

Das HvA-Team hat uns mit seiner Professionalität, seiner Herzlichkeit und Offenheit tief beeindruckt. Wir hoffen, dass der fachliche Austausch weitergeht und dass wir unsere neuen Kolleginnen und Kollegen auch einmal in Bern begrüssen dürfen.»

 

 

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Autoren

Brigitte Pfister, Marius Schären und Denise Sidler

Fachbereich Soziale Arbeit

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