Staff Mobility: Christian Kieslinger, Leiter der Bibliothek an der Fachhochschule St. Pölten besucht die BFH

Staff Mobility: Christian Kieslinger, Leiter der Bibliothek an der Fachhochschule St. Pölten besucht die BFH

Christian Kieslinger, Leiter der Bibliothek an der Fachhochschule St. Pölten, besuchte im Rahmen des ERASMUS Staff-Moblity-Programms vom 3. bis 5. November 2010 die Berner Fachhochschule. Hier berichtet er über diese Erfahrung.

 

Christian Kieslinger: «ERASMUS Staff Mobility» wird an der Fachhochschule St. Pölten bereits seit mehreren Jahren angeboten. Viele Kolleginnen und Kollegen konnten dabei Hochschulen im Ausland besuchen (Finnland, Spanien, Schweiz). In der Regel dauert der Besuch einige wenige Tage bis zu einer Woche. Ziel ist vor allem, vergleichbare Organisationseinheiten zu besichtigen, mit Kolleginnen und Kollegen über die eigenen Tätigkeitsbereiche zu sprechen und innerbetriebliche Arbeitsabläufe kennenzulernen.

 

Genau bei diesen Arbeitsabläufen lag auch mein Hauptinteresse in der Schweiz, also im sehr niederschwelligen Know How Transfer nach der Methode «wie macht den ihr das?». Dazu braucht es aber auch etwas Zeit. Ein kurzes Gespräch auf einer Tagung oder eine Bibliotheksführung sind kaum geeignet, um sich ein Bild vom tatsächlichen Betriebsalltag zu machen. Diese Austauschprogramme haben eben jenen Vorteil des grosszügigeren Zeitbudgets.

 

Bei meinem Besuch an der BFH habe ich in der Bibliothek des Departements Technik und Informatik in Biel, des Fachbereichs Soziale Arbeit sowie des Fachbereichs Gesundheit in Bern und bei der Sportmediathek der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen einen Eindruck gewinnen können.

 

Im Gegensatz zu den Österreichischen Fachhochschulen sind die besuchten Einheiten viel stärker in Bibliotheksverbände (IDS Basel Bern, NEBIS) eingebunden. Die Vorteile sind dabei doch erheblich, beispielsweise sind die Grundkosten für Software (Support, etc.) und Datenbanken eine fixe Konstante. In St. Pölten müssen hier mit den unterschiedlichsten Akteuren Verträge abgeschlossen werden. Beeindruckt hat mich auch der grosszügige Bestandsaufbau. Hier verfügen auch die kleineren Studienrichtungen über die nötigen Mittel.

 

Was nehme ich schliesslich mit:

  • Pflichtliteraturlisten und deren praktische Umsetzung
  • «Methode Rockenbach» für die Teaching Library
  • «Einkaufsjournal alla Biel»
  • Informationsblatt für neue Mitarbeitende (Gesundheit)
  • Kurierdienst (Ortsleihe) etwa in der Stadt Bern

 

und schließlich ebenfalls im Rahmen des Aufenthaltes in Bern gesehen:

  • «Informationskompetenz für Dozierende» – eine Anregung aus der Universitätsbibliothek Bern.

 

Übrigens besuchte ich neben den oben genannten Bibliotheken auch noch andere - etwa die Schweizer Nationalbibliothek.

 

Ein Rezept gegen Betriebsblindheit - der Ortswechsel auf Zeit.

 

zurück

 

Seite drucken

Autor

Christian Kieslinger

Leiter der Bibliothek an der Fachhochschule St. Pölten

efqm
efqm