Forschendes Lernen Potenziale eines hochschuldidaktischen Konzepts

Forschendes Lernen entwickelt sich in jüngerer Zeit in Richtung eines hochschuldidaktischen Konzepts weiter. Die Tagung bietet Ihnen Gelegenheit, sich über die Potenziale des Konzepts im Kontext einer professionalisierten Lehre auszutauschen.

27.11.2020, 13.15 Uhr bis 28.11.2020, 15.15 Uhr – Berner Fachhochschule, Soziale Arbeit, Hallerstrasse 10, 3012 Bern

Beschreibung

Forschendes Lernen wird zunehmend als die hochschuladäquate Lehr- und Lernform und damit als hochschuldidaktisches Konzept wahrgenommen. Eine Synthese dieser Entwicklung wurde kürzlich im Hohenheimer Memorandum zum Forschenden Lernen geleistet. Darin wird Forschendes Lernen als hochschuldidaktisches Konzept postuliert, das Potenzial verspricht, das Selbstverständnis von Hochschulen als Orte der Verbindung von Lehre und Forschung, die Professionalisierung der Lehre sowie zentrale Bildungs- und Qualifizierungsziele von Hochschulen über die fachlich-wissenschaftliche Qualifikation hinaus zu fördern.

Die Tagung soll Gelegenheit bieten, das Potenzial des Forschenden Lernens als hochschuldidaktisches Konzept zu diskutieren: Wie kann Forschendes Lernen die Studierenden in der Entwicklung von Kompetenzen und weiteren Bildungszielen der Hochschulbildung unterstützen? Diese konzeptuellen Fragen sollen an konkreten Settings des Forschenden Lernens diskutiert werden.

Beschriebene Zettel liegen auf einem Tisch, diverse Hände sind sichtbar.

Steckbrief

  • Startdatum 27.11.2020, 13.15 Uhr
  • Enddatum 28.11.2020, 15.15 Uhr
  • Ort Berner Fachhochschule, Soziale Arbeit, Hallerstrasse 10, 3012 Bern
  • Anmeldefrist 8.11.2020
  • Kosten 150 CHF / Studierende 75 CHF

Freitag, 27. November 2020

Zeit   Inhalt
13.15 – 13.45  

Eintreffen und Ankommen

13.45 – 14.45  

Eröffnung & Begrüssung

Prof. Petra Benz Bartoletta
Abteilungs- und Studiengangsleiterin BSc Soziale Arbeit, Berner Fachhochschule

 

Keynote 1
Forschendes Lernen: Begründung eines hochschuldidaktischen Konzepts
Prof. Dr. André Zdunek, Departement Soziale Arbeit, Berner Fachhochschule

14.45 – 15.30   Referatsrunde 1
«Professionalisierung durch Forschendes Lernen» 
   

Forschendes Lernen in der Weiterbildung
Prof. Dr. Stefanie Duttweiler, Departement Soziale Arbeit, Berner Fachhochschule

 

Fachliche Identitätsbildung durch Forschendes Lernen unterstützen
Matthias Scheibe, M.A., Hochschule für Angewandte Wissenschaften Coburg 

15.30 – 16.00   Kaffeepause
16.00 – 17.30   

Workshoprunde 1
«Didaktische Umsetzung Forschenden Lernens»

   

Design Thinking als Methode des Forschenden Lernens
Diplom-Designerin (FH) Sabine Högsdal & Prof. Dr. Anne-Marie Grundmeier, Pädagogische Hochschule Freiburg

 

Die Beteiligung von Adressat*innen am Forschenden Lernen
V-Prof. Dr. Marlene-Anne Dettmann, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg & Fachhochschule Potsdam

Ab 17.45    Social Event

Samstag, 28. November 2020

 

Zeit   Inhalt
08.30 – 09.00  

Eintreffen und Begrüssungskaffee

09.00 – 09.45

 

Keynote 2

Forschendes Lernen: Vom studentischen Reformpostulat zum bildungspolitischen Zauberwort
Prof. Dr. Peter Tremp, Pädagogische Hochschule Luzern

09.45 – 10.15  

Kaffeepause

10.15 – 11.45

 

Workshoprunde 2

«Forschendes Lernen als Beitrag zur Kompetenzentwicklung»

   

Schrittweise zum selbstbestimmt forschenden Lernen
HS-Prof. Dr. Beatrix Hauer, Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz

 

Forschendes Lernen im Rahmen der kompetenzorientierten Lehre
Prof. Dr. Sandra Meusel, SRH Hochschule für Gesundheit, Gera

11.45 – 12.30  

Moderierter Austausch zu Erkenntnissen aus den Beiträgen

12.30 – 13.45  

Mittagessen

13.45 – 14.30  

Referatsrunde 2
«Forschendes Lernen im Kontext von Gesellschaft»

   

Studentische Lerneffekte in Community-based Research-Projekten
Kea Glass, M.A., Universität Hamburg

 

Forschendes Lernen ungleichheitssensibel gestalten
Jan Josupeit, M.A. & Christian Funk, Dipl., Hochschule Düsseldorf

14.45 – 15.15

 

Podiumsdiskussion

15.15   Ende der Tagung

 

Die Einschreibung für die Workshops und Referate erfolgt vor Ort. 

Übersicht Freitag, 27. November 2020

Keynote 1 

 

Forschendes Lernen: Begründung eines hochschuldidaktischen Konzepts

Ziele / Inhalte:
Was ist eigentlich Forschendes Lernen? Die Keynote nimmt sich dieser Frage an. Verstanden als Konzept für das Lernen wissenschaftlicher Inhalte wird Forschendes Lernen als genuines hochschuldidaktisches Konzept begründet. Darüber hinaus wird der Bezug zur Förderung von Forschungskompetenzen als ein zentrales Verständnis von Forschendem Lernen geklärt. Am Beispiel der Disziplin Soziale Arbeit wird schliesslich aufgezeigt, wie Forschendes Lernen zur disziplinären Identität einer Wissenschaft beitragen kann.

Keynote Speaker:

Prof. Dr. André Zdunek, Departement Soziale Arbeit, Berner Fachhochschule

 

Referatsrunde 1 «Professionalisierung durch Forschendes Lernen» 

 

Forschendes Lernen in der Weiterbildung

Ziele / Inhalte:
Kann Forschendes Lernen auch gewinnbringend in der Weiterbildung eingesetzt werden? Dieser Frage geht das Referat nach. Dazu wird auf Erfahrungen des von März 2019 bis Juni 2020 durchgeführten Weiterbildungsprojekts zu «Genderreflektierender Offenen Jugendarbeit» zurückgegriffen, das genau eine solche Verbindung versucht hat. Das Referat diskutiert zum einen Herausforderungen und Spannungsfelder und die sich daraus ergebenden Fragen (z.B. nach Bewertung und Beurteilung, nach den Gütekriterien der erarbeiteten Ergebnisse, die Rolle der Forschenden im Prozess, Ergebnispräsentation in der Fachwelt …) und stellt zum anderen weiterführende Überlegungen an, wie forschendes Lernen in der Weiterbildung gewinnbringend eingesetzt werden kann.

Referentin:

Prof. Dr. Stefanie Duttweiler, Departement Soziale Arbeit, Berner Fachhochschule 

Fachliche Identitätsbildung durch Forschendes Lernen unterstützen

Ziele / Inhalte:
Forschung ist für (Weiter-)Entwicklung akademischer Fächer entscheidend. Wenn das eigene Fach in den Lehrveranstaltungen zum Untersuchungsgegenstand wird, dann hilft sie darüber hinaus aber auch den Studierenden, sich an der Hochschule zu orientieren und kritisch mit der professionellen Identität auseinanderzusetzen. Wie dies gelingen kann, wird im Referat an einem Beispiel aus dem Bachelorstudiengang Soziale Arbeit der Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg veranschaulicht.

Referent:

Matthias Scheibe, M.A., Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg


Workshoprunde 1 «Didaktische Umsetzung Forschenden Lernens» 

 

Design Thinking als Methode des Forschenden Lernens

Ziele / Inhalte:
Design Thinking (DT) ist eine Kreativitäts- und Problemlösemethode, die an die Arbeit von Designer*innen angelehnt ist. Durch ihre Prozesshaftigkeit und ihre Prinzipien kommt sie einigen Definitionen aus der Literatur zum Forschenden Lernen nahe. Die Teilnehmenden durchlaufen eine Aufgabenstellung, welche in einem Forschungsprojekt Grundschulkindern, Lehramtsstudierenden und Lehrpersonen gestellt wurde. Dabei lernen sie DT kennen und können sich einen Eindruck über dessen Potenzial hinsichtlich Forschenden Lernens verschaffen.

Workshopleiterinnen:

Diplom-Designerin (FH) Sabine Högsdal & Prof. Dr. Anne-Marie Grundmeier, Pädagogische Hochschule Freiburg 

Die Beteiligung von Adressat*innen am Forschenden Lernen

Ziele / Inhalte:
Die Beteiligung von Adressat*innen (Service User Involvement) im Forschenden Lernen fördert den Praxisbezug und ermöglicht die gesellschaftliche Verantwortung von Forschung. Im Workshop werden Formate vorgestellt, die Adressat*innen mit ihrem Erfahrungswissen am Forschenden Lernen beteiligen können, so dass mit ihnen und nicht über sie geforscht wird. Der anschliessende Erfahrungsaustausch ermöglicht die Erarbeitung von Herausforderungen und Gelingensbedingungen für das Forschende Lernen mit Adressat*innen.

Workshopleiterin:

V-Prof. Dr. Marlene-Anne Dettmann, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg & Fachhochschule Potsdam 

Übersicht Samstag, 28. November 2020

Keynote 2 

 

Forschendes Lernen: Vom studentischen Reformpostulat zum bildungspolitischen Zauberwort

Ziele / Inhalte:
Forschendes Lernen ist heute an deutschsprachigen Hochschulen sehr verbreitet. Dieser Aufschwung verdankt sich nicht zuletzt der Tatsache, dass Forschendes Lernen für verschiedene Hochschulkonzeptionen und unterschiedliche Begründungszusammenhänge attraktiv ist. Nicht zuletzt zeigt sich dies betreffend «Berufsbezug»: Forschendes Lernen wird als Antwort gesehen sowohl gegen eine zu enge Interpretation des Berufsbezugs als auch auf Forderungen nach mehr beruflicher Relevanz der Studiengänge. Forschendes Lernen ist so zum prominenten didaktischen Zauberwort avanciert. Die erneute Lektüre der damaligen Programmschrift der Bundesassistentenkonferenz BAK, mit welcher das Forschende Lernen im deutschen Sprachraum lanciert wurde, erinnert hingegen an sehr grundsätzliche Postulate akademischer Bildung, die in der heutigen Fülle von Modulbeschreibungen und Leistungsnachweisen in den Hintergrund geraten sind.

Keynote Speaker:

Prof. Dr. Peter Tremp, Pädagogische Hochschule Luzern


Workshoprunde 2 «Forschendes Lernen als Beitrag zur Kompetenzentwicklung» 

 

Schrittweise zum selbstbestimmt forschenden Lernen

Ziele / Inhalte:
Die Workshop-Teilnehmenden erhalten Einblick in ein prozedurales Konzept zum selbstbestimmt forschenden Lernen.
Im Fokus steht dabei zum einen die Kompetenzentwicklung in Bezug auf das Initiieren und Begleiten von Lernarrangements zum Forschenden Lernen mit Schüler*innen, zum anderen wird dargelegt, dass die Lehramtstudierenden die Kriterien Forschenden Lernens durch das Durchführen des Lernsettings im Seminar selbst in hohen Masse erleben.

Workshopleiterin:

HS-Prof. Dr. Beatrix Hauer, Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz

Forschendes Lernen im Rahmen der kompetenzorientierten Lehre

Ziele / Inhalte:
Im Workshop wird ein Lehrkonzept für das Modul «Empirische Methoden und wissenschaftliches Arbeiten» vorgestellt. An je einem Beispiel für quantitatives und für qualitatives Forschen wird erläutert, wie die Lehrinhalte im Sinne forschenden Lernens anhand konkreter Forschungspraxis vermittelt werden. Es wird dargelegt, wie die Lehrveranstaltung in die kompetenzorientierte Lehre eingebettet ist. Es wird auf die Lernziele, den Ablauf der Seminare sowie die Ausgestaltung der Prüfungsleistung eingegangen.

Workshopleiterin:

Prof. Dr. Sandra Meusel, SRH Hochschule für Gesundheit, Gera

 

Referatsrunde 2 «Forschendes Lernen im Kontext von Gesellschaft» 

 

Studentische Lerneffekte in Community-based Research-Projekten

Ziele / Inhalte:
Der US-amerikanische Forschungsansatz Community-based Research (CBR) bietet Studierenden eine Möglichkeit forschend zu lernen. Dabei sind sie neben der Herausforderung, eigenständig ein Forschungsprojekt von Anfang bis Ende zu durchlaufen, auch damit konfrontiert, auf Augenhöhe gemeinsam mit der Zivilgesellschaft (Community) zu forschen. In diesem Zusammenhang kommt ihnen u.a. die Aufgabe zu, disziplinäres Fachwissen adressatengerecht zu transferieren und Projektmanagementfähigkeiten zu erproben. Durch das hohe Mass an geforderter Eigenständigkeit, haben CBR-Projekte das Potenzial, Studierenden wichtige berufsqualifizierende Kompetenzen zu vermitteln, die sie im Sinne der Bologna-Reform beschäftigungsfähig (employable) machen. Das Referat geht der Frage nach, welche Lerneffekte bei Studierenden durch die Mitarbeit in CBR-Projekten auftreten.

Referentin:

Kea Glass, M.A., Universität Hamburg

Forschendes Lernen ungleichheitssensibel gestalten

Ziele / Inhalte:
Wie kann in Studiengängen Sozialer Arbeit ein Forschendes Lernen stattfinden, welches eine multiperspektivische Sichtweise nicht einschränkt, eine Herrschaftskritische Perspektive vermittelt und zugleich soweit voraussetzungsfrei ist, dass bei seiner Umsetzung keine herkunftsabhängige Diskriminierung entsteht? Fokus des Referats bildet die Darstellung Forschendes Lernens, welches versucht, auf diese Fragen zu antworten.

Referenten:

Jan Josupeit, M.A. & Christian Funk, Dipl., Hochschule Düsseldorf

Hochschulangehörige aus dem In- und Ausland, die das Potenzial des Forschenden Lernens als hochschuldidaktisches Konzept diskutieren möchten
 

Unsere Hochschule liegt im Universitätsviertel der Stadt Bern. Sehenswert ist die malerische Berner Altstadt, sie steht auf der Liste der Weltkulturgüter der UNESCO. Die Stadt bietet zahlreiche Ausgehmöglichkeiten sowie Museen und Galerien, wie etwa das Zentrum Paul Klee.

Anreise

Bus Nr. 12 ab Bahnhof Richtung Länggasse, Haltestelle Universität.

Der direkteste Weg zu Fuss führt nicht durch die unterirdische Bahnhofhalle, sondern über den Ausgang "Schanzenbrücke/Länggasse": Verlassen Sie Ihr Ankunftsperron auf der Westseite über die Passarelle "Welle von Bern" und gehen Sie auf der Schanzenstrasse bergwärts. Nach ca. 300 m gelangen Sie zum Falkenplatz und wenige Schritte weiter zweigt rechts die Hallerstrasse ab.

Benützen Sie bitte die öffentlichen Verkehrsmittel. In unserer Nähe gibt es keine Langzeitparkplätze.

Hotel City am Bahnhof

Bubenbergplatz 7, CH-3011 Bern
Tel. +41 31 311 53 77, www.fassbindhotels.ch, city@fhotels.ch 

Bei Onlinebuchungen erhalten Sie unter Angabe des Codes «Peace» einen Buchungsrabatt. 

Sorell Hotel Ador

Laupenstrasse 15; CH-3001 Bern
Tel. +41 31 388 01 11, www.sorellhotel.com, ador@sorellhotels.com 

Anreise: Donnerstag, 26. November 2020
Abreise: Sonntag, 29. November 2020

Standard Einzelzimmer 
inkl. Frühstück:
26.11.2020: CHF 155.00 / Nacht
27.11.2020: CHF 135.00 / Nacht
28.11.2020: CHF 135.00 / Nacht

Standard Doppelzimmer zur Einzelbenützung inkl. Frühstück:
26.11.2020: CHF 185.00 / Nacht
27.11.2020: CHF 155.00 / Nacht
28.11.2020: CHF 155.00 / Nacht

Zzgl. City Tax: CHF 5.30 / Person & Nacht

Bitte Stichwort «Tagung Forschendes Lernen» vermerken
 

Jugendherberge Bern

Weihergasse 4, CH-3005 Bern
Tel. +41 31 326 11 11, www.youthhostel.ch/bern, bern@youthhostel.ch 

Anreise: Donnerstag, 26. November 2020
Abreise: Samstag, 28. November 2020

Einzelzimmer mit DU/WC, 
inkl. Frühstück:
26.06.2020: CHF 143.00 / Nacht
27.06.2020: CHF 149.00 / Nacht

Bett Doppelzimmer mit DU/WC, 
inkl. Frühstück:
26.11.2020: CHF 83.00 / Nacht
27.11.2020: CHF 87.00 / Nacht

Zzgl. City Tax: CHF 2.90 / Person & Nacht

Bitte Stichwort «122892» vermerken