Gerontologie als praxisorientierte Wissenschaft

In diesem Studiengang betrachten Sie Phänomene und Prozesse des Alter(n)s aus dem Blickwinkel der gerontologischen Bezugsdisziplinen. Sie verstehen dadurch die gerontologische Forschung und reflektieren Ihre gerontologische Praxis.

Der Studiengang:

  • richtet sich an Fach- und Leitungspersonen aus verschiedensten Berufsfeldern, die in der Altersarbeit tätig sind oder tätig sein wollen.
  • thematisiert zentrale gerontologische Bezugsdisziplinen wie Biologie, Medizin, Psychologie, Soziologie, Philosophie, Theologie und Ökonomie.
  • ermöglicht Ihnen, gerontologische Fragestellungen in Ihrem Alltag und Ihrem Berufsfeld zu bearbeiten.
  • sorgt mit dem Mix von Studierenden aus unterschiedlichen Berufsfeldern und praxisorientierten Fachexpertinnen und -experten für einen anregenden Austausch.
  • ist ein Pflichtmodul für den MAS Gerontologie – Altern: Lebensgestaltung 50+.
Patina

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Certificate of Advanced Studies (CAS)
  • Dauer 23 Studientage
  • Unterrichtstage Diverse
  • Anmeldefrist 15.11.2020
  • Anzahl ECTS 15 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 7‘800
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung Januar bis November 2021

Inhaltliche Auskünfte

Administrative Auskünfte

Inhalt + Aufbau

Portrait

Durch die demografische Entwicklung und die Veränderungen in Gesellschaft, Sozial- und Gesundheitswesen ist in zahlreichen Berufsfeldern gerontologisches Wissen gefragt. Im Studiengang lernen Sie die Beiträge der Bezugsdisziplinen zum Alter(n) kennen und entwickeln Lösungsansätze für gerontologische Fragestellungen in Ihrem Beruf. Dadurch erweitern und aktualisieren Sie Ihr Wissen in Bezug auf Phänomene des Alters und des Alterns.

Ausbildungsziel

  • Sie kennen die zentralen Beiträge der gerontologischen Bezugsdisziplinen (u.a. Biologie, Medizin, Psychologie, Soziologie, Philosophie, Theologie, Ökonomie) und sind mit den dort verwendeten Altersmodellen und -theorien vertraut.
  • Sie sind in der Lage, gerontologische Fragestellungen der Praxis im Netz der Bezugsdisziplinen zu verorten.
  • Sie erkennen die Potenziale älterer Menschen und begegnen ihnen auf Augenhöhe.
  • Sie sind in der Lage, Ihre eigenen Werthaltungen und Altersbilder kritisch zu reflektieren und zu hinterfragen.
  • Sie bearbeiten selbstständig eine selbstgewählte Fragestellung und entwickeln Lösungsansätze für Ihr Praxisfeld.
  • Sie kennen die Prinzipien der empirisch-wissenschaftlichen Methode und können angemessene Erhebungs- und Auswertungsverfahren einsetzen.

Gerontologie als praxisorientierte Wissenschaft
 

  • Demografische Grundlagen
  • Theorien des Alterns
  • Altersbilder in der Wissenschaft

Perspektiven der Bezugsdisziplinen auf das Alter und das Altern
 

  • Psychologie
  • Soziologie
  • Philosophie
  • Theologie
  • Biologie
  • Medizin
  • Ethnologie
  • Ökonomie

Wissenschaftliches Arbeiten 
 

  • Fragestellungen formulieren 
  • Literaturrecherche
  • Methoden der Datenerhebung und -auswertung

Unsere Lern- und Arbeitsformen betonen Praxisorientierung, Reflexion und die Integration von Fachwissen aus unterschiedlichen Disziplinen und Erfahrungszusammenhängen. Das Kontaktstudium wird ergänzt durch praxisrelevante Übungen und Anwendungsaufgaben sowie den fachlichen Austausch in Gruppen.

Sie erarbeiten als Kompetenznachweis eine schriftliche Arbeit, in der Sie eine selbstgewählte Fragestellung aus dem gerontologischen Praxisfeld empirisch bearbeiten. Sie präsentieren Ihre Arbeit Ihren Studienkolleg*innen.

  • Ambühl Braun Brigitte, Dr. med., Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie mit eigener Praxis, Winterthur
  • Bennett Jonathan, Prof. Dr., Berner Fachhochschule, Institut Alter
  • Bertschi, Manuel, Dr. med., neuroaarau AG, Facharztpraxis für Neurologie
  • Birkenstock Eva, Dr. phil., Dozentin für Philosophie und Ethik, Berner Fachhochschule, Institut Alter
  • Blaser Regula, Prof. Dr., Berner Fachhochschule, Institut Alter
  • Filipp Sigrun-Heide, Prof. i.R. Dr., Universität Trier
  • Hebeisen Mark, Gesundheitsökonom, lic. rer. pol.
  • Kaiser Andrea, Dr. phil. Ethnologisches Seminar, Universität Basel
  • Kalbermatten Urs, Dr. phil., Bern
  • Kast Susanne, Gerontologin MAS, Erziehungswissenschafterin, Berner Fachhochschule, Institut Alter
  • Kohli Reichenbach Claudia, PD Dr., Institut Praktische Theologie, Universität Bern
  • Kolland Franz, Prof. Dr., Institut für Soziologie, Universität Wien
  • Nebel Almut, Prof. Dr., Institute of Clinical Molecular Biology, Universität Kiel
  • Torben-Nielsen Karen, Prof. Dr. sc. comm., Berner Fachhochschule, Institut Alter
  • Schnitzspahn Katharina, Dr. phil., University of Aberdeen, Aberdeen
  • Staudacher Sandra, Dr. phil. Ethnologisches Seminar, Universität Basel

Änderungen vorbehalten

Altersrelevante Themen  

Im Institut Alter werden in bestehenden und neuen Handlungsfeldern Akzente gesetzt. Im Fokus der Weiterbildungen stehen Fragen der Lebensgestaltung im Alter, die sowohl aus der Perspektive des Individuums als auch aus der weiteren gesellschaftlichen und politischen Optik bearbeitet werden. Die Begriffe Alter und Altern beinhalten eine hohe Diversität der entsprechenden Lebensspanne. Altersrelevante Themen haben Bedeutung auch für andere Lebensphasen und -herausforderungen.

Weiterbildung an der Fachhochschule

Die Angebote des Instituts Alter haben eine interdisziplinäre und interprofessionelle Ausrichtung. Entsprechend richten sie sich auch an Zielgruppen unterschiedlicher beruflicher Herkunft. Es geht in der Hochschul-Weiterbildung um die Vermittlung vertiefender Fachkenntnisse, um das Erschliessen von grösseren Verständniszusammenhängen sowie die mehrperspektivische Bearbeitung von Themen mit hoher Praxisrelevanz.

Weiterbildung und Forschung

Im Institut Alter sind die Leistungsbereiche Weiterbildung und Forschung aufeinander bezogen; ein kontinuierlicher Austausch ermöglicht die Weiterentwicklung beider Bereiche. Im Rahmen von empirisch ausgerichteten Modul- oder Masterarbeiten profitieren die Weiterbildungsstudierenden vom Knowhow der angewandten gerontologischen Forschung, regen ihrerseits mit ihren Praxisthemen aber auch die Forschung an und tragen so in vielfältiger Weise zu den Forschungsaktivitäten und zum Forschungsfundus des Instituts Alter bei.

Weiterbildung im Kontext der grösseren Wissensgemeinschaft

Das Institut Alter der Berner Fachhochschule pflegt ein breites Netzwerk zu schweizerischen und internationalen Hochschulen, welche im Altersbereich eine bedeutsame Forschungs- und Bildungstradition haben sowie vergleichbare oder ergänzende Projekte bearbeiten. Durch den gezielten Einsatz von namhaften Dozierenden unterschiedlicher gerontologischer Traditionen und Ansätze, erhalten die Studierenden Zugang zu breitem und nachhaltig abgestützten Expertenwissen im Themenfeld Alter.

Bildung für die Praxis mit der Praxis

Um Lösungen für die aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Probleme zu finden, braucht es Fachwissen einerseits sowie die Fähigkeit zur geeigneten Implementierung dieses Wissens in der Praxis andererseits. Das Institut Alter kann auf ein umfangreiches und bewährtes Netzwerk von Dozierenden zurückgreifen, welche den Anforderungen wissenschaftlicher und zugleich auch praktischer Expertise entsprechen. Sie bieten Gewähr dafür, dass das vermittelte Wissen in den Kontext der Berufs- und Lebenspraxis transferiert werden kann. 

Bildungskultur

Das Weiterbildungsstudium geschieht in einer förderungs- und unterstützungsorientierten Bildungskultur. Die Studienleitung steht begleitend und beratend zur Verfügung, so dass die Studierenden ihren individuellen Bildungsanliegen nachgehen können. Unter den Studierenden wird eine Zusammenarbeitskultur gefördert, die gemeinsame und individuelle Reflexion sowie die entsprechenden Such- und Findungsprozesse zulässt und unterstützt. Die Reflexion gerontologischer Themen und Inhalte geschieht bezogen auf das Handlungsfeld, aber ebenso auch auf das Altersbild und die eigene Person.

Voraussetzungen + Zulassung

Fach- und Leitungspersonen aus allen Berufsfeldern, die im Themenfeld Alter und Altern tätig sind oder tätig sein wollen.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

15.11.2020

Studienort + Infrastruktur