Lebensweltorientierte Altersarbeit

Im fragilen Alter treten die Psyche und soziale Aspekte immer mehr ins Zentrum. Lebensweltorientierte Altersarbeit öffnet den Betroffenen den Zugang zu ihrem Fähigkeiten- und Ressourcenpotenzial und stellt ihnen eine ganzheitliche Risiko-Prävention zur Seite.

Der Studiengang:

  • richtet sich an Personen im Sozial-, Gesundheits-, Bildungs- und Beratungswesen, die mit unterstützungsbedürftigen betagten Menschen oder betreuenden Angehörigen arbeiten.
  • beachtet dank des lebensweltorientierten Ansatzes die körperliche und geistig-psychische Fähigkeiten sowie die sozialen und lebensräumlichen Ressourcen von Menschen im fragilen Alter.
  • liefert Ihnen das Instrumentarium für eine vertrauensschaffende, ressourcen- und Fähigkeiten aktivierende Gesprächsgestaltung, die sich konsequent an der Eigensprache des Gegenübers orientiert.
  • ermöglich Ihnen mit einem Wahlfachkurs den lebensweltorientierten Ansatz in die Kontexte Demenz oder Angehörigenarbeit zu stellen oder mit biografiebasierter Altersarbeit zu erweitern.

     

Patina

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Certificate of Advanced Studies (CAS)
  • Dauer 18 Studientage
  • Unterrichtstage Diverse
  • Anmeldefrist Laufend
  • Anzahl ECTS 12 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 6‘600 (3 Fachkurse à CHF 2'200)
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung Start mit jedem anrechenbaren Fachkurs möglich

Administrative Auskünfte

  • Broschüre

Weiterbildungsangebot Institut Alter

Inhalt + Aufbau

Portrait

Im fragilen Alter treten die Psyche und soziale Aspekte treten immer mehr ins Zentrum. Betroffene Personen möchten in ihrem ganzen Menschsein wahrgenommen werden, gesundheitspolitische Rahmenbedingungen setzen dafür jedoch kaum Anreize. Mit der sich verlängernden Betreuungszeit im Alter wird eine ganzheitliche Sorgearbeit zu einer wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe. Mittels einer lebensweltorientierten Altersarbeit eröffnen Sie Betroffenen den Zugang zu ihrem Fähigkeiten- und Ressourcenpotenzial und stellen ihnen dadurch eine ganzheitliche Risiko-Prävention zur Seite.

Ausbildungsziel

  • In Ihrer Sorgearbeit fördern Sie das gute Leben verletzlicher alter Menschen und sind sich Ihres Menschen- und Altersbildes bewusst. Sie können ihr Handeln und Sprechen anhand ethisch-moralischer Kriterien reflektieren, Erkenntnisse formulieren und Anpassungen in ihrer Sorgearbeit vornehmen
  • Sie können an Fallbeispielen aus dem eigenen Praxisfeld Ihre konkrete Altersarbeit aus unterschiedlichen Perspektiven erläutern, Schlussfolgerungen ziehen und Massnahmen skizzieren.
  • Sie können die fragile Lebenswelt Ihrer Klientel ganzheitlich analysieren und daraus Massnahmen für eine befähigende Alltagsgestaltung und eine wirkungsvolle Prävention entwickeln und umsetzen.
  • Im Kontakt mit Ihrer Klientel sind Sie hellhörig für deren Eigensprache. Sie können situativ ressourcenorientierte Gespräche gestalten, in denen Sie sich bedingungslos an der Eigensprache (Idiolektik) Ihres Gegenübers orientieren.

Weitere Ziele richten sich nach dem gewählten Wahlfachkurs.

Unsere Lern- und Arbeitsformen betonen Praxisorientierung, Reflexion und die Integration von Fachwissen aus unterschiedlichen Disziplinen und Erfahrungszusammenhängen. Das Kontaktstudium wird ergänzt durch praxisrelevante Übungen und Anwendungsaufgaben sowie den fachlichen Austausch in Gruppen.

Die wichtigsten Kompetenznachweise sind:

  • Vollständige Teilnahme an den Studientagen mit den damit verbundenen Voraus-, Umsetzungs- und Reflexionsaufgaben
  • Teilnahme an Gesprächslerngruppen (Idiolektik)
  • Schriftliche Abschlussarbeit 

Altersrelevante Themen  

Im Institut Alter werden in bestehenden und neuen Handlungsfeldern Akzente gesetzt. Im Fokus der Weiterbildungen stehen Fragen der Lebensgestaltung im Alter, die sowohl aus der Perspektive des Individuums als auch aus der weiteren gesellschaftlichen und politischen Optik bearbeitet werden. Die Begriffe Alter und Altern beinhalten eine hohe Diversität der entsprechenden Lebensspanne. Altersrelevante Themen haben Bedeutung auch für andere Lebensphasen und -herausforderungen.

Weiterbildung an der Fachhochschule

Die Angebote des Instituts Alter haben eine interdisziplinäre und interprofessionelle Ausrichtung. Entsprechend richten sie sich auch an Zielgruppen unterschiedlicher beruflicher Herkunft. Es geht in der Hochschul-Weiterbildung um die Vermittlung vertiefender Fachkenntnisse, um das Erschliessen von grösseren Verständniszusammenhängen sowie die mehrperspektivische Bearbeitung von Themen mit hoher Praxisrelevanz.

Weiterbildung und Forschung

Im Institut Alter sind die Leistungsbereiche Weiterbildung und Forschung aufeinander bezogen; ein kontinuierlicher Austausch ermöglicht die Weiterentwicklung beider Bereiche. Im Rahmen von empirisch ausgerichteten Modul- oder Masterarbeiten profitieren die Weiterbildungsstudierenden vom Knowhow der angewandten gerontologischen Forschung, regen ihrerseits mit ihren Praxisthemen aber auch die Forschung an und tragen so in vielfältiger Weise zu den Forschungsaktivitäten und zum Forschungsfundus des Instituts Alter bei.

Weiterbildung im Kontext der grösseren Wissensgemeinschaft

Das Institut Alter der Berner Fachhochschule pflegt ein breites Netzwerk zu schweizerischen und internationalen Hochschulen, welche im Altersbereich eine bedeutsame Forschungs- und Bildungstradition haben sowie vergleichbare oder ergänzende Projekte bearbeiten. Durch den gezielten Einsatz von namhaften Dozierenden unterschiedlicher gerontologischer Traditionen und Ansätze, erhalten die Studierenden Zugang zu breitem und nachhaltig abgestützten Expertenwissen im Themenfeld Alter.

Bildung für die Praxis mit der Praxis

Um Lösungen für die aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Probleme zu finden, braucht es Fachwissen einerseits sowie die Fähigkeit zur geeigneten Implementierung dieses Wissens in der Praxis andererseits. Das Institut Alter kann auf ein umfangreiches und bewährtes Netzwerk von Dozierenden zurückgreifen, welche den Anforderungen wissenschaftlicher und zugleich auch praktischer Expertise entsprechen. Sie bieten Gewähr dafür, dass das vermittelte Wissen in den Kontext der Berufs- und Lebenspraxis transferiert werden kann. 

Bildungskultur

Das Weiterbildungsstudium geschieht in einer förderungs- und unterstützungsorientierten Bildungskultur. Die Studienleitung steht begleitend und beratend zur Verfügung, so dass die Studierenden ihren individuellen Bildungsanliegen nachgehen können. Unter den Studierenden wird eine Zusammenarbeitskultur gefördert, die gemeinsame und individuelle Reflexion sowie die entsprechenden Such- und Findungsprozesse zulässt und unterstützt. Die Reflexion gerontologischer Themen und Inhalte geschieht bezogen auf das Handlungsfeld, aber ebenso auch auf das Altersbild und die eigene Person.

Voraussetzungen + Zulassung

Personen im Sozial-, Gesundheits-, Bildungs- und Beratungswesen sowie Personen in der Freiwilligenarbeit, die mit unterstützungs-/pflegebedürftigen betagten Menschen und/oder ihren Bezugspersonen, insbesondere Angehörigen, arbeiten oder zukünftig arbeiten möchten, sei es im ambulanten, intermediären oder im stationären Bereich.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

Studienbeginn mit jedem Fachkurs möglich

Sie können sich zeitgleich mit der Anmeldung zu Ihrem ersten Fachkurs oder bis spätestens 2 Monate nach dessen Abschluss zum CAS anmelden.

Bitte melden Sie sich einzeln für den CAS sowie die Fachkurse an.

Studienort + Infrastruktur