HuCE erhält Zusage für drei SNF-Projekte

18.02.2020 Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) fördert gleich drei Projekte des Institute for Human Centered Engineering HuCE der Berner Fachhochschule BFH. Unterstützt werden Forschungsprojekte zur Stimulation des Zwerchfells bei Patienten auf der Intensivstation, zur Erkennung und Diagnostik von Herzrhythmusstörungen, sowie zur Rolle von kollaborativen Robotern in unserem zukünftigen Arbeitsumfeld.

Für insgesamt drei SNF-Projekte erhielt das Institute for Human Centered Engineering HuCE die Zusage. Zwei davon werden durch das Förderprogramm Spark unterstützt. Spark finanziert unkonventionelle Projektideen, die einen neuartigen Ansatz verfolgen. Im Forschungsprojekt mit dem Titel «Feasibility of transesophageal diaphragm stimulation» untersucht Prof. Dr. Thomas Niederhauser gemeinsam mit Projektpartner Dr. Dr. Andreas Häberlin vom Inselspital Bern eine neuartige Technologie zur repetitiven Stimulation des Nervus phrenincus aus der Speiseröhre. Dieser Nerv ist verantwortlich für die Aktivierung der Hauptatemmuskulatur – dem Zwerchfell. Bei künstlich beatmeten Patienten bleibt diese Aktivierung jedoch aus. Zukünftig sollen, mit einem eigens entwickelten intelligenten Katheter und einem Stimulationsprotokoll, Komplikationen im Zusammenhang mit der rein mechanischen Beatmung reduziert werden.

Das zweite vom Förderinstrument Spark unterstützte Projekt leitet Prof. Dr. Dr. Reto Wildhaber. Der Projekttitel: «Cardiac Trigger Localization and Arrhythmia Identification System Using 3-D Esophageal Electrocardiography». Hier wird an neuen Methoden der Herzrhythmusanalyse über eine Sonde in der Speiseröhre geforscht. Dies mit dem Ziel, die elektrischen Abläufe auf der Herzoberfläche innert Minuten und beinahe risikofrei direkt am Patientenbett rekonstruieren zu können. Damit soll künftig die Erkennung und Diagnostik von Herzrhythmusstörungen vereinfacht werden.

Das dritte Projekt des Instituts HuCE wird vom SNF Forschungsprogramm «Digitale Transformation» unterstützt. Dieses hat zum Ziel die Wirkungszusammenhänge sowie die konkreten Auswirkungen der digitalen Transformation in der Schweiz zu untersuchen. Das Projekt mit dem Titel «A future that works: Cobotics, digital skills and the re-humanization of the workplace» wird von Prof. Dr. Sarah Dégallier Rochat geleitet zusammen mit Dr. Sylvain Calinon vom IDIAP Research Institute in Martingy. Um die digitale Transformation besser zu verstehen, kombiniert das Projekt Ansätze der Sozialwissenschaften, Robotik und Computerwissenschaften. Technologien wie die Kobotik und die künstliche Intelligenz verändern zukünftig Interaktionen zwischen Mensch und Maschine in der industriellen Welt, was wiederum Auswirkungen hat auf die Arbeitnehmer. Mit Feldstudien, Nutzerforschungen und Tests sollen Lösungen für die Bedürfnisse der Arbeitnehmer entwickelt werden, wo der Roboter im Dienst des Menschen steht und nicht umgekehrt.

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