Marco Hänni und Nick Huber – Unser Austauschsemester in Valencia

10.01.2023 Wir sind Marco Hänni und Nick Huber und studieren momentan Wirtschaftsingenieurwesen an der BFH. Im 4. Semester hatten wir die Möglichkeit, ein Austauschsemester in Spanien zu absolvieren. Wir durften eine uns zuvor unbekannte Stadt kennenlernen, die einiges auf Lager hat.

Marco Hänni und Nick Huber – Unser Austauschsemester in Valencia
«Rückblickend sind wir froh, dass wir uns entschieden haben, unsere Komfortzone zu verlassen, um diesen Austausch zu machen.» Marco Hänni und Nick Huber

Valencia war für uns die richtige Wahl und wir würden uns auch nachträglich wieder dafür entscheiden. Es war eine unglaubliche Zeit, in der wir vielen neuen Menschen begegnen durften, eine uns fremde Kultur und Sprache kennenlernten und neue Orte besuchten. Studiert haben wir an der Universitat Polytècnica de València.

Valencia als Destination

Nebst den bekanntesten Städten Spaniens - Madrid, Barcelona oder Sevilla - ist Valencia ein unbekannter Name. Verdient hat dies die drittgrösste Stadt Spaniens unserer Meinung nach nicht. Valencia ist nicht so touristisch wie andere Reiseziele es sind, hat aber nicht weniger zu bieten.

Der valencianische Architekt Santiago Calatrava hat mit der Ciudad de las Artes y las Ciencias ein ganzes Quartier geprägt und umgestaltet und somit neue Wahrzeichen geschaffen. Diese Stadt der Wissenschaften und Künste besteht aus mehreren Gebäuden, Plätzen und Wasserelementen. Ebenfalls ist das Oceanogràfic hier zu finden, das grösste Aquarium Europas. Nebst verschiedenen Museen und 360°-Kinos können hier auch zwei der bekanntesten Nachtklubs von Valencia gefunden werden.

In der Region rund um Valencia wurde die Paella ins Leben gerufen. Kein Wunder also, hat die Paella in Valencia einen besonders guten Ruf. Die angeblich Beste soll es bei der Albufera geben, knapp 10 Kilometer südlich von Valencia – ein Naturpark mit einer vielfältigen Fauna und Flora und ausgezeichneten Bodenverhältnissen für den Reisanbau. Die Valencianer schwören deshalb auf den lokalen Paellareis.

Unsere Universität, die Universitat Polytècnica de València, ist mit rund 38'000 Studierenden sehr gross. Eine Vielzahl von Modulen kann in Englisch besucht werden. Ein Nachweis des Levels A1 in Spanisch ist jedoch Pflicht, um an der UPV studieren zu können. Für uns war es eher zäh zu Beginn, darum sind wir froh, bereits mit Grundkenntnissen der Lokalsprache angereist zu sein. In einem Vertiefungsmodul während des Austausches konnten wir unser Sprach-Niveau sogar auf ein A2-Level heben.

Das Leben in Valencia

Das Leben in Valencia ist einfach genial, doch weshalb?
Zirka 90'000 Student*innen leben in Valencia. Das Freizeitangebot ist dementsprechend gross. Es gibt viele Erasmus-Organisationen, die Aktivitäten und Trips für Studierende anbieten. Wir unternahmen beispielsweise einen viertägigen Andalusien-Trip, bei dem wir Granada, Sevilla, Malaga und Córdoba mit anderen Studierenden aus Valencia unsicher machten. Mit einigen davon schlossen wir sogar enge Freundschaften. Dieser Trip ist nur eines von unzähligen Angeboten, von welchen wir profitiert haben. So konnten wir neue Leute kennenlernen und andere Teile Spaniens erkunden.

Doch auch in Valencia selbst wird es einem nicht langweilig. Es gibt unzählige Angebote von Boulderhallen über Salsa-Veranstaltungen bis hin zu Surfkursen. Jede Person findet dort also eine Aktivität, die ihr gefallen wird und dies zu relativ günstigen Preisen. So besuchte Nick das Fitnesszentrum der Universität, welches sogar kostenlos war und Marco hat in Valencia Crossfit für sich entdeckt. Getroffen haben wir uns dann am Strand, wo wir eine Menge Volleyball gespielt haben. Der breite und saubere Strand mit unglaublich feinem Sand, ist an einem Abschnitt mit circa 25 Volleyballfeldern bestens dafür ausgestattet.

Regelmässige Bewegung war sehr wichtig für uns, denn wir haben viel gegessen und getrunken. Es ist schwer, das Verkosten von spanischen Spezialitäten in Grenzen zu halten. Denn Tapas (Fingerfood) und Paella konnte man in rauen Mengen zu sich nehmen. Die Esskultur und das Studierendenleben Spaniens waren für uns eine Umgewöhnung.

Auch unvorstellbar sind die Bars und Clubs in Valencia. Grundsätzlich gibt es keine Tage, an welchen nicht gefeiert werden kann. Im Mai werden die Clubs auch unter dem freien Nachthimmel eröffnet. Der Marina Beach Club, direkt am Meer, gibt einem das Gefühl, an einem Festival zu sein und das Umbracle in der Ciudad de las Artes bietet einem einfach ein unglaubliches Ambiente, umgeben von architektonischen Meisterwerken. Wer kann schon sagen, er habe in einer Grossstadt zwischen Palmen gefeiert? Waren wir zu müde zum Feiern, dann klapperten wir die Bars in unserem Studentenviertel ab, was genau so amüsant war.

Am letzten Abend gab es unzählige kleine Lagerfeuer am Strand. Dies war für uns ein wunderschöner Abschluss. Noch ein letztes Mal mitten in der Nacht ins Meer springen, mit unseren Freunden diskutieren und ins Feuer blicken oder die Sterne anschauen und über das vergangene Semester nachdenken. Ein Semester mit vielen Eindrücken und neuen Bekanntschaften. Ein Semester, welches uns immer in Erinnerung bleiben wird.

Steckbrief

Department

Technik und Informatik (TI)

Studiengang

BSc Wirtschaftsingenieurwesen

Studiensemester

5. Semester

Jahrgänge

1998 / 1999

Studienort im Ausland

Valencia, Spanien

Partnerhochschule

Universitat Polytècnica de València (UPV)

Studienprogramm

BSc Wirtschaftsingenieurwesen (Ingeniería Industrial)

Zeitraum Austauschsemester

Ende Januar bis Mitte Juni 2022 (Frühlingssemester)

Persönliche Entdeckung

Spanische Kultur, moderne Architektur, schöner Stadtstrand, interessante Reisen innerhalb Spaniens

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