Haupt- und Nebenströme Fleischwirtschaft

Im Rahmen des Projekts wird die Verwertung entlang der Nebenströme für Rind-, Schweine- und Pouletfleisch untersucht. Die Daten fliessen in die Berichterstattung des Aktionsplan Lebensmittelverluste und sollen die Nachhaltigkeit verbessern.

Factsheet

Situation

Die Schlachtausbeute aus einem Schlachtkörper liegt bei Rindfleisch gemäss Fachliteratur bei rund 52 Prozent; etwa 34 Prozent des Schlachtkörpers können als Fleisch verwendet werden. Die übrigen 48 Prozent (zur Hauptsache Magen und Darm mit Inhalt, Haut, Innereien und Blut) werden als Nebenprodukte verwertet. Diese Verwertung folgt den rechtlichen Vorgaben und den technischen und organisatorischen Möglichkeiten der Unternehmen sowie der Nachfrage. Es existieren keine vollständigen Daten zu den prozentualen Anteilen aller Haupt- und Nebenprodukteverwertungswege der Schlachttiere in der Schweiz. Unklar bleibt auch, ob bei der Verwertung der grösstmögliche Nutzen für Verarbeiter geschaffen, die kleinstmöglichen Treibhausgas-Emissionen verursacht und für die Gesellschaft den grössten Gesamtnutzen geschaffen werden. Der Aktionsplan gegen Lebensmittelverschwendung vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) verlangt von den teilnehmenden Fleischverarbeitungsbetrieben jährliche Meldungen zu den Lebensmittelverlusten. Proviande als Branchenorganisation unterstützt die Verarbeitungsbetriebe, die BFH-HAFL stellt die Umsetzung sicher. Die teilnehmenden Unternehmen wollen dem BAFU aggregierte und möglichst präzise Daten melden. Proviande möchte die Modelle zusätzlich nutzen, um das Verständnis über die Verwertung von Haupt- und Nebenströmen zu verbessern und Massnahmen zur verbesserten Verwertung abzuleiten. Die HAFL entwickelt die Modelle und ist mit der Umsetzung betraut.

This project contributes to the following SDGs

  • 2: Zero hunger
  • 12: Responsible consumption and production