Explainable AI for Smart Decision-Making in Swiss Referendums (smartinfo)
Die Idee der Online-Wahlhilfe "smartvote" soll auf Volksabstimmungen übertragen werden. Ein interdisziplinäres Forschungsteam untersucht, wie KI dazu beitragen kann, die Information und Partizipation der Schweizer Bevölkerung zu verbessern.
Steckbrief
- Beteiligte Departemente Wirtschaft
- Institut(e) Institut Public Sector Transformation (IPST)
- Forschungseinheit(en) Public Sector Innovation
- Strategisches Themenfeld Themenfeld Humane Digitale Transformation
- Förderorganisation Andere
- Laufzeit (geplant) 01.01.2026 - 31.12.2028
- Projektleitung Dr. Daniel Schwarz Badertscher
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Projektmitarbeitende
Dr. Daniel Schwarz Badertscher
Jan Fivaz -
Partner
Hochschule Luzern
Année Politique Suisse, IPW
Dachverband Schweizer Jugendparlamente / Easyvote
Politools - Schlüsselwörter Abstimmungshilfe, Volksabstimmungen, Informationsvermittlung, Partizipation, Explainable Generative AI, Deliberation
Ausgangslage
Die Schweiz ist das Land der direkten Demokratie. Die durchschnittliche Beteiligung bei Volksabstimmungen liegt jedoch unter 50%, und eine beträchtliche Anzahl von Bürger*innen ist nicht in der Lage, ihre Wahlentscheidung inhaltlich zu begründen. Basierend auf der Idee von „smartvote” sucht ein interdisziplinäres Team aus Forschenden der BFH, der Hochschule Luzern, der Universität Bern, des Dachverbands der Schweizer Jugendparlamente (easyvote) und des Vereins Politools (smartvote) nach Wegen, um Bürger*innen in die Lage zu versetzen, fundierte Entscheidungen zu treffen, ohne die oft komplexen Vorlagen im Detail studieren zu müssen. Es wird eine modular aufgebaute Plattform entwickelt, die bewusst auf eine Mischung aus konventioneller Informationsvermittlung, KI-unterstützten Elementen sowie realer Interaktion zwischen Bürger*innen setzt. Im Rahmen des KI-Moduls wird untersucht, wie XAI (explainable AI) und GenAI (generative KI) dazu beitragen können, die informierte und inklusive demokratische Partizipation bei Volksabstimmungen zu verbessern. Dabei soll eine Plattform entstehen, die der Stimmbevölkerung bei Abstimmungen eine Hilfestellung bietet und gleichzeitig den Austausch der Bürger*innen fördert. Dafür wird eine generative KI genutzt, die umfassende Kriterien der Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Einhaltung des Datenschutzes erfüllt. Damit soll langfristig eine neue vertrauenswürdige Quelle zur politischen Meinungsbildung entstehen.
Vorgehen
Konzeption, Entwicklung und Evaluation erfolgen in enger Kooperation zwischen computer- und sozialwissenschaftlichen Forschenden sowie den beteiligten NGOs. Mit einbezogen sind zudem externe Expert*innen aus verschiedenen Fachbereichen, die das Vorhaben zu Beginn und die erzielten Ergebnisse am Ende des Projekts begutachten. Darüber hinaus finden Testläufe und wissenschaftliche Befragungen in den Zielgruppen statt.