Profil + Werte

Die Berner Fachhochschule ist eine praxisorientierte Hochschule. Ausbildung, Weiterbildung und Forschung gehören zu unserem Kernauftrag.

Porträt

Wer an der Berner Fachhochschule BFH studiert, kann dies interdisziplinär und in einem internationalen Kontext tun: An acht Departementen wird in den verschiedensten Bereichen gelehrt und geforscht. Dabei treffen verschiedenste Nationen aufeinander.

Vielfältig und doch zielorientiert: Wer sich für ein Studium an der Berner Fachhochschule BFH entscheidet, hat die Chance, sein eigenes Studienfach aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten - vereint die BFH doch acht Departemente unter einem Dach. Die 30 Bachelor- und 23 Masterstudiengänge sowie zahlreiche Weiterbildungsangebote geben der BFH ihr Profil. Standorte sind in Bern, Burgdorf, Biel, Zollikofen und Magglingen.

Studium

Einzigartig und weltoffen

Die BFH-Studiengänge Sport, Agronomie, Waldwissenschaften, Holztechnik, Automobiltechnik sowie Literarisches Schreiben und Medizininformatik sind in der Deutschschweiz oder sogar schweizweit einzigartig. So finden Studierende aus unterschiedlichen Kantonen und sogar aus verschiedenen Ländern an der BFH zusammen. Durch ihre Mehrsprachigkeit (D/F/E) baut die BFH zusätzlich Brücken in andere Sprachregionen und Kulturräume und durch teilweise mehrsprachigen Unterricht können die Studierenden begehrte Zusatzqualifikationen erwerben. Der Austausch kommt entsprechend nicht zu kurz: Intensive Kontakte ins Ausland - neben Europa auch Kanada, China und Südafrika - ermöglichen Studierenden, andere Arbeitsweisen und -welten kennenzulernen.

Forschung

Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung

Die BFH betreibt anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung. Das heisst, die Leistungen in diesen Bereichen werden entweder im Auftrag von Kunden oder selbstständig im Hinblick auf die Bedürfnisse des Marktes und der Arbeitswelt erbracht. Dabei arbeitet die BFH eng mit Wirtschaftsunternehmen, öffentlichen Institutionen, Kulturschaffenden und Kulturbetrieben, Verwaltungsstellen und der Gesellschaft zusammen. Die BFH konzentriert sich dabei auf rund zwanzig strategische Forschungsschwerpunkte, an denen alle Departemente beteiligt sind.

Die Studierenden befassen sich mit den Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Rahmen von Semester- und Diplomarbeiten. Häufig entwickeln sich daraus marktfähige Produkte, namentlich in Kooperation mit Wirtschaftspartnern und Spin-off-Firmen.

Dienstleistung

Grosses Dienstleistungsangebot

Praxisnähe garantiert auch das grosse Dienstleistungsangebot. Quer durch die Departemente werden  Dienstleistungen für Dritte erbracht: Ob Produktprüfung, Planung, Expertise oder Beratung - die BFH ist ein kompetenter Partner.

Zahlen + Fakten

Profil

Gründung:

1. Oktober 1997

Trägerschaft:

Kanton Bern

Departemente:

8 (7 kantonale Departemente, 1 angegliederte Hochschule)

Bachelorstudiengänge:

30

Masterstudiengänge:

23

Unterrichtssprachen:

Deutsch, Französisch, teilweise Englisch

Studierende:

6'891

Frauenanteil:

48 %

Mitarbeitende:

2'418

Vollzeitäquivalente:

1'603

Stand: 31.12.2017

Studierende

Architektur, Holz und Bau:

614

Gesundheit:

1'144

Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften:

722

Hochschule der Künste Bern:

1'152

Soziale Arbeit:

668  

Technik und Informatik:

1'297

Wirtschaft:

1'130

Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen EHSM:

164

Total alle Departemente:

6'891

Quelle: Geschäftsbericht 2017, Stand: 31.12.2017

Mitarbeitende

Professoren/-innen und Dozierende:

936

Assistenten/-innen und wissenschaftliche Mitarbeitende:

775

Administratives und technisches Personal:

707

Total alle Mitarbeitenden:

2'418

Stand: 31.12.2017

Weitere Informationen

Vision + Mission

Vision

Die BFH ist eine führende, international anerkannte Fachhochschule der Schweiz für kreative, initiative und verantwortlich denkende und handelnde Persönlichkeiten.

Mission

Die BFH bereitet Studierende auf berufliche Tätigkeiten vor, die wissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden umsetzen oder künstlerische Gestaltungsfähigkeiten nutzen. Mit ihrem innovativen und praxisnahen Angebot in Lehre, Forschung und Entwicklung, Weiterbildung und Dienstleistung steuert die BFH einen nachhaltigen Beitrag zum Hochschul- und Wirtschaftsstandort Bern bei und schafft ein attraktives Umfeld für disziplinäre und interdisziplinäre Aktivitäten. Die BFH ist regional verankert, aber national und international vernetzt und ermöglicht durch die Gestaltung von angemessenen Rahmenbedingungen ihren Studierenden und Mitarbeitenden die bestmögliche Entwicklung ihrer Fähigkeiten.

Strategie

Vielfältig, fundiert, impulsgebend – diese Werte kennzeichnen die BFH. Sie spiegeln sich auch in der neuen Strategie. Diese ist entstanden in einem breit abgestützten Prozess, der die BFH mit der ganzen Vielfalt ihrer Departemente, Kommissionen und Bereiche einschloss. Diese Vielfalt und ihre Vernetzung begründet die Stärke der BFH. Der Strategie verleiht sie eine starke Fundierung.

Zwölf strategische Ziele  und ihre Teilziele sind vier strategischen Stossrichtungen zugeordnet:

  • Einheit und Vielfalt als Mehrwert
  • Verknüpfung von Lehre, Forschung, Weiterbildung und Dienstleistung
  • Mitarbeitende und gesellschaftliche Verantwortung als Grundpfeiler
  • Regionale Verankerung als Ausgangspunkt

Leitbild

Die Berner Fachhochschule bereitet Studierende auf berufliche Tätigkeiten vor, welche wissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden umsetzen oder künstlerische Gestaltungsfähigkeiten nutzen. Die Aus- und Weiterbildungsangebote der Berner Fachhochschule sowie ihre Forschung und Entwicklung sind praxisorientiert.

Dabei orientiert sich die Berner Fachhochschule BFH an folgenden Leitgedanken:

  • Verantwortung übernehmen: Die BFH entwickelt innovative Lösungen und geht auf die Bedürfnisse ihres wirtschaftlichen, technischen, kulturellen und sozialen Umfelds ein. Sie fördert die Diskussion gesellschaftlicher Werte und unterstützt ihre Studierenden, Dozierenden und Mitarbeitenden darin, Verantwortung zu übernehmen.
  • Nachhaltigkeit erreichen: Die BFH setzt die Ziele der Nachhaltigkeit in Lehre, Forschung und Verwaltung um. Sie achtet und schützt die Würde des Menschen und der Natur und investiert ihre Ressourcen im Interesse nachhaltiger Resultate.
  • Kooperationen entwickeln: Starke Partnerschaften verankern die BFH im In- und Ausland. Sie schaffen Mehrwert für Lehre und Forschung sowie für den Wissens- und Technologietransfer.
  • Vielfalt leben: Die BFH pflegt ihre Vielfalt und fördert den Austausch zwischen Fachdisziplinen, Denkkulturen und Handlungsmustern. Sie nutzt ihre Mehrsprachigkeit als Brückenschlag in andere Kulturräume und Arbeitsmärkte.
  • Qualität stärken: Die BFH versteht sich als lernende Organisation. Sie misst der systematischen Qualitätsentwicklung und dem diversity management in Lehre, Forschung, Wissens- und Technologietransfer sowie in der Verwaltung zentrale Bedeutung bei.

Die Berner Fachhochschule erfüllt ihren bildungspolitischen Auftrag als Teil der Hochschullandschaft Schweiz. Dabei stellt sie den Menschen ins Zentrum. Das Engagement ihrer Studierenden, Dozierenden und Mitarbeitenden ist Grundlage ihres Erfolgs.

Qualitätsmanagement

Die Berner Fachhochschule BFH versteht sich als lernende Organisation. Sie misst der systematischen Qualitätsentwicklung in Lehre, Forschung, Wissens- und Technologietransfer sowie in der Verwaltung zentrale Bedeutung bei. Die BFH wurde 2017 vom Schweizerischen Akkreditierungsrat institutionell akkreditiert.

Grundlagen

Das Qualitätsmanagement der BFH orientiert sich am international anerkannten EFQM-Modell (European Foundation for Quality Management), dem ein umfassendes Verständnis von Qualitätsmanagement zugrunde liegt. Das Modell ermöglicht, das Qualitätsmanagement zu systematisieren und den organisatorischen Stand einer Fachhochschule bewertbar zu machen. Es bietet einen Leitfaden, der die Durchführung einer profunden und umfassenden Selbstbewertung (Self Assessment) ermöglicht und dient gleichzeitig als roter Faden bei der Qualitätsentwicklung.
 
Im Rahmen der Selbstbewertung evaluiert die BFH in regelmässigen Abständen die Qualität ihrer Angebote und Leistungen in sämtlichen Hochschulbereichen. Dabei ist die Mitwirkung der verschiedenen Anspruchsgruppen wichtig: Studierende, Dozierende, Leitungsmitglieder sowie Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Die Ergebnisse dieser Evaluationen nutzt die BFH konsequent für Verbesserungsprozesse.

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Weitere Informationen

Das EFQM Excellence Modell bildet die Grundlage für eine ganzheitliche Analyse einer Organisation. Anhand dieses Modells können Stärken und Verbesserungsbereiche einer Organisation identifiziert, analysiert und daraus Massnahmen abgeleitet sowie die Fortschritte einer Organisation in Richtung Excellence aufgezeigt werden.
 
Das Modell definiert insgesamt neun Kriterien als Rahmenstruktur:

EFQM-Modell

Dabei betrachtet das Modell sowohl die Ergebnisse der Organisation mittels vier Ergebniskriterien als auch das, was zu den Ergebnissen führt mittels fünf so genannter Befähigerkriterien. Die neun Kriterien sind weiter unterteilt in insgesamt 32 Teilkriterien, diese sind anhand zahlreicher Orientierungspunkte näher erläutert.

Die BFH orientiert sich bei ihren Self-Assessments am Bewertungskatalog der Rektorenkonferenz der Fachhochschulen der Schweiz (KFH), der hochschulrelevante Orientierungspunkte formuliert.

Die BFH konkretisiert die Rahmenstruktur des EFQM Excellence Modell wie folgt:

Führung

Unsere Führungspersonen leben das Qualitätsbewusstsein persönlich vor und setzen sich für eine kontinuierliche Weiterentwicklung der «Excellence-»Kultur ein.

Strategie

Wir richten unsere Aktivitäten nach dem Leitbild und den übergeordneten strategischen Grundsätzen der BFH aus und definieren unsere Entwicklungsziele.

Mitarbeitende

Wir fördern selbständige, motivierte, gut ausgebildete und zufriedene Mitarbeitende. Deshalb unterstützen wir sie in fachlichen, persönlichen und arbeitsplatzbezogenen Belangen und stellen die Chancengleichheit sicher.

Partnerschaften und Ressourcen

Für unsere Zielerreichung setzen wir unsere Ressourcen effektiv und effizient ein. Dazu gehen wir – wo strategisch sinnvoll – auch Kooperationen mit Partnern ein.

Prozesse, Produkte und Dienstleistungen

Wir sorgen für unkomplizierte, studierenden- und kundenorientierte Arbeitsabläufe, indem wir die Prozesse systematisch gestalten, laufend optimieren und weiterentwickeln.

Studierenden- und kundenbezogene Ergebnisse

Wir nutzen die Ergebnisse der Umfragen zur Studierenden- und Kundenzufriedenheit zur steten Weiterentwicklung und Attraktivitätssteigerung des Bildungs-, Dienstleistungs- und Forschungsangebots.

Mitarbeitendenbezoene Ergebnisse

Die aus Befragungen resultierenden Anregungen und Rückmeldungen von Mitarbeitenden werden in den zuständigen Gremien regelmässig diskutiert und wo möglich umgesetzt.

Gesellschaftsbezogene Ergebnisse

Wir erhalten durch unsere vielfältigen Kontakte mit Anspruchsgruppen aus Wirtschaft, Gesellschaft, öffentlicher Hand und Kultur Impulse für unsere Aktivitäten.

Schüsselergebnisse

Anhand der Geschäftsergebnisse überprüfen wir die Zielerreichung und eruieren die zentralen Punkte zur Steigerung und Weiterentwicklung der Produkt- und Dienstleistungsqualität.

Excellence bedeutet Führung von qualitativem Wachstum. Es ist das Beherrschen aller relevanten Erfolgsfaktoren einer Organisation und das systematische Führen deren Beziehungen zueinander.
 
Die acht Grundkonzepte der Excellence sind:

EFQM Grundkonzepte Excellence

Exzellente Organisationen werden an ihrer Fähigkeit gemessen, dauerhaft herausragende Leistungen zu erzielen, welche die Erwartungen aller Interessengruppen erfüllen oder übertreffen. Um Excellence zu erreichen, ist Engagement der Führungsverantwortlichen und Mitarbeitenden und die umfassende Akzeptanz der oben stehenden acht Grundkonzepte erforderlich.

Die institutionelle Akkreditierung wurde mit dem Hochschulförderungs- und Koordinationsgesetz (HFKG) für alle Hochschultypen obligatorisch eingeführt und ersetzt die bisherige Programmakkreditierung.

Die BFH hat als erste staatliche Fachhochschule die Akkreditierung auf Ebene Gesamtinstitution erreicht. Dies basierend auf dem von der Schweizerischen Agentur für Akkreditierung und Qualitätssicherung (AAQ) durchgeführten Akkreditierungsprozess. Aufgrund der eidgenössischen Gesetzesgrundlagen wird sich die Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen EHSM selbstständig akkreditieren lassen.