Humane Digitale Transformation

Nur im Zusammenspiel mit dem Menschen kann Technologie erfolgreich und nachhaltig eingesetzt werden. Deshalb fokussieren wir uns im strategischen Themenfeld Humane Digitale Transformation auf den menschlichen Aspekt des digitalen Wandels.

Digitale Transformation beginnt mit dem Menschen

Digitale Technologien entwickeln sich rasant und verändern Gesellschaft und Arbeitswelt grundlegend. Damit gehen weitreichende politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragestellungen einher. Mit unserem strategischen Themenfeld Humane Digitale Transformation (HDT) entwickeln wir Wissen, Methoden und digitale Lösungen, um eine nachhaltige Integration von Technologien zu fördern und einen informierten, wissenschaftlich fundierten öffentlichen Diskurs über die Rolle von Technologie in der Gesellschaft zu unterstützen.

In Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft und ihren Wirtschaftspartnern tragen wir zu einer digitalen Transformation bei, die sich an den Werten und Bedürfnissen der Gesellschaft orientiert. Als Fachhochschule setzen wir uns aktiv für die Stärkung der individuellen digitalen Selbstbestimmung und der kollektiven digitalen Souveränität ein.

Durch Lehre, Forschung, gesellschaftliches Engagement und die Zusammenarbeit mit unseren Praxispartnern befähigen wir Menschen, Unternehmen und Organisationen, die Chancen und Risiken digitaler Technologien differenziert zu verstehen und durch die menschenzentrierte Entwicklung und Umsetzung digitaler Technologien aktiv an der Gestaltung einer nachhaltigen digitalen Zukunft mitzuwirken.

Klare Werte als Fundament

Die BFH setzt sich zum Ziel, aktiv zu gesellschaftlichen Veränderungen beizutragen, indem sie eine breite Mitgestaltung der digitalen Zukunft fördert. Die vier Werte des strategischen Themenfeldes dienen dabei als Grundpfeiler und Referenzgrössen, an denen wir unseren Beitrag zur digitalen Transformation messen:

  • Teilhabe aller
  • Befähigung aller Beteiligten
  • Digitale Souveränität
  • Wohlbefinden und Gesundheit

Fünf Schwerpunkte für gezielte Wirkung

Die fünf Schwerpunkte des strategischen Themenfelds tragen massgeblich zu unserer Mission bei, den Menschen in den Mittelpunkt der digitalen Transformation zu stellen. Sie beinhalten das Potenzial, im Rahmen von Projekten gemeinsam mit verschiedenen Zielgruppen wichtige Impulse für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu entwickeln. Gleichzeitig ermöglichen die Schwerpunkte, gezielte Einblicke in die Forschung an der BFH zu geben.

Digitale Ethik reflektiert digitale Technologien und die digitale Transformation in Orientierung an begründeten oder anerkannten individuellen und gesellschaftlichen Werten. Besonders wichtig ist die Pflege der vier Werte des Themenfelds: die Teilhabe aller, die Befähigung aller Beteiligten, digitale Souveränität sowie Wohlbefinden und Gesundheit. Dabei sind das Zusammenwirken und die Ansprüche von Wirtschaft, Staat, Zivilgesellschaft und Individuen zu berücksichtigen. Diese Perspektiven sollten vernetzt werden, um durch Digitalisierung ganzheitlich und nachhaltig Wert zu schaffen. Die Gestaltung und Verbreitung von digitalem Wissen sowie die Kontrolle über Informationen, Infrastrukturen und digitale Werkzeuge sind zentrale Bausteine der digitalen Transformation. Ein offener und kollaborativer Ansatz, wie zum Beispiel der Open-Source-Ansatz, spielt dabei eine wichtige Rolle. Dieser ermöglicht es, Wissen und Technologien frei zugänglich zu machen und gemeinsam weiterzuentwickeln. Ökonomische, rechtliche und technologische Aspekte sind dabei entscheidend, um sicherzustellen, dass digitales Wissen nachhaltig und für die gesamte Gesellschaft verfügbar bleibt.

Das Schwerpunktthema Digital Ethics & Society berücksichtigt ethische und kommunikative Kriterien als Querschnittsthema über alle Schwerpunktthemen des Themenfelds Humane Digitale Transformation.

Eine menschenzentrierte Umsetzung digitaler Technologien, wie etwa künstlicher Intelligenz, soll die nachhaltige und verantwortungsvolle Anwendung dieser Technologien in der Praxis fördern. Digitale Technologien sind Werkzeuge und kein Selbstzweck – sie sollten darauf abzielen, Menschen zu befähigen und zu besseren Arbeitsbedingungen beizutragen. Auf diese Weise werden kreative Ausdrucksmöglichkeiten, gesellschaftliche Teilhabe und eine effizientere Leistungserbringung unterstützt.

Fokussierung auf grundlegende Fragen der digitalen Fertigung und Wertschöpfung, mit dem Ziel eines gesellschaftlichen Mehrwerts, insbesondere: Optimierung der Wertschöpfungsprozesse vom Rohstoff bis zum Endprodukt, interdisziplinäre, integrale Zusammenarbeit und Netzwerkbildung, Stärkung von Traditionshandwerk durch Innovation, Plattformökonomie sowie die Gestaltung und Umsetzung digitaler Geschäftsprozesse.

Im Mittelpunkt steht, wie digitale Technologien die gute, sichere und selbstbestimmte Lebensweise des Menschen fördern können. Aus der Sicht der Gesundheitsfachpersonen steht im Zentrum mit digitalen Technologien ‘Gutes zu tun’ und ‘nicht zu schaden’. Dafür von Bedeutung sind die Entwicklung, Prüfung, Implementierung und kontinuierliche Evaluation menschenzentrierter digitaler Lösungen. Digitale Technologien sollen, wenn immer möglich, sich positiv auf die Qualität und Effizienz der Gesundheitsversorgung auswirken. Digitale Technologien sollen den Zugang zu und das individuelle Verständnis von Gesundheitsinformationen und deren Implikationen auf den eigenen Alltag erleichtern. Zu klären ist, wie datenbasierte personalisierte Behandlungen zum Vorteil von Patientinnen und Patienten werden. Es braucht wissenschaftliche Evidenz und good practices wie Augmentet Intelligence zur Prädiktion, Gesundheitsförderung, Prävention, Diagnose und Behandlung wirkungsvoll auf dem Patientenpfad eingesetzt werden kann.

Dieses Thema wird in enger Zusammenarbeit mit dem strategischen Themenfeld Caring Society und dem Kompetenzzentrum care@home vorangetrieben.

Die Chancen und Risiken neuer Technologien wie z.B. der generativen künstlichen Intelligenz (z.B, ChatGPT) für die Lehre werden untersucht, um richtungsweisende Lösungen für einen sinnvollen und verantwortungsvollen Einsatz dieser Technologien zu entwickeln. Kompetenzen wie kritische Entscheidungsfindung mit oder trotz digitaler Technologien, Verknüpfung von Fachwissen mit Prozesswissen, Erkennen von Komplexität und Ableiten von Konsequenzen müssen gefördert werden. Darüber hinaus wird erforscht, wie digitale Bildungsformate Chancengleichheit fördern und lebenslanges Lernen unterstützen können.

Dieses Thema wird in enger Zusammenarbeit mit der Fachstelle Virtuelle Akademie und dem Kompetenzzentrum BeLEARN vorangetrieben.

SocietyByte

SocietyByte ist ein Online-Wissenschaftsmagazin der Berner Fachhochschule, das sich auf die digitale Transformation mit dem Menschen im Zentrum fokussiert. Es veröffentlicht Fachbeiträge und Interviews über Forschungsprojekte, Forschungsergebnisse sowie Studien der Wissenschaftler*innen der BFH, von Partner*innen sowie von Forscher*innen verwandter Organisationen.

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