Gestaltung von Paarbeziehungen im Übergang in die Pensionierung

Mit der Pensionierung erfahren Paarbeziehungen Veränderungen. Paare müssen eine zeitlich und räumlich engere Beziehung gestalten, Rollen neu aushandeln, neue gemeinsame Tätigkeiten definieren. Dies wird nicht von allen gleich antizipiert.

Fiche signalétique

Situation

Es werden Erkenntnisse gewonnen über gelungene Aushandlungsprozesse der neuen Lebenslage, über auftretende Probleme und praktische Lösungsstrategien bzw. ineffiziente Verhaltensmuster im interaktiven Handeln von Paaren vor der Pensionierung

Approche

Von 40 Paaren werden mittels Fragebögen Eckdaten zur Beziehungsgestaltung aus der Sicht beider Partner erhoben. Daran anschliessend werden anhand offener Fragen und praktischer Handlungsaufgaben Paarinterviews geführt, die wichtige Themen und Muster von Aushandlungs- und Bewältigungsprozessen aufzeigen. Eine 2. Befragung der Paare ist nach Ablauf von 1-2 Jahren geplant, damit eine prozessuale Analyse der Entwicklung während der Zeit nach der Pensionierung möglich ist.

Résultat

Zur Vorbereitung auf die Pensionierung befassen sich die Befragten mit den Themen: Berufsabschluss, Finanzen, Wohnen, Freizeitgestaltung, Aufgabenteilung, Freiwilligenarbeit und Sozialkontakte. Für die Geschlechter haben die Themen unterschiedliche Relevanz. Dissenzen treten in allen untersuchten Themenbereichen auf, wenn auch unterschiedlich oft. Frauen fühlen sich schlechter auf die Pensionierung vorbereitet, auch wenn sie nicht weniger Vorbereitungshandlungen vollziehen.

Perspectives

2011-2012: Zweitbefragung (DORE) Masterstudiengang „Altern: Lebensgestaltung 50+“ Zwei Weiterbildungskurse Pro Senectute Doktorarbeit Frau Métrailler Buch beim Weissensee Verlag Berlin Kongressebeiträge 2009 Freiburg, 2010 Berlin