Archiv Schweizerischer Tonkünstlerverein – Erschliessung des Archivs, Digitalisierung der Kernbestände, Überführung in die BCU Lausanne

Das Archiv des Schweizerischen Tonkünstlervereins STV ist die wohl wichtigste Quelle zur Entwicklung der zeitgenössischen Musik in der Schweiz 1900–2017.

Fiche signalétique

  • Département responsable Haute école des arts de Berne
  • Institut Institut Interprétation
  • Unité de recherche Intersections de la musique contemporaine
  • Centre BFH Centre BFH Arts in Context
  • Organisation d'encouragement Autres
  • Durée (prévue) 01.01.2019 - 31.12.2020
  • Responsable du projet Thomas Gartmann
  • Direction du projet Thomas Gartmann
  • Équipe du projet Doris Lanz
    Mathias Gautschi
  • Partenaire Ernst von Siemens Musikstiftung
    Sonart
    Bibliothèque cantonale de Lausanne
    Service des Affaires Culturelles
    Ernst Göhner Stiftung
    Sophie und Karl Binding Stiftung
    UBS Kulturstiftung
    Loterie romande

Situation

Der im Jahr 1900 gegründete Schweizerische Tonkünstlerverein war für die Entwicklung der zeitgenössischen Musik in der Schweiz zentral. Mit jährlichen Tonkünstlerfesten gab er eine Leistungsschau über das jeweils aktuelle heimische Schaffen. Der STV war Mitinitiant und Mitorganisator von Schallplatten- und CD-Reihen, Träger der Zeitschrift Dissonance, vergab Stipendien und Preise, ermöglichte Arbeitsaufenthalte, organisierte Orchesterproben neuer Werke und engagierte sich kulturpolitisch. 1946 übernahm er auf Initiative von Paul Sacher auch die Funktion der Landessektion der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik (bis 1995). Diese vielfältige und langjährige Tätigkeit ist in einem umfangreichen Archiv dokumentiert, das die wohl bedeutendste Quelle zur Entwicklung der zeitgenössischen Musik in der Schweiz darstellt.

Approche

Dieses Vorprojekt dient dazu, die Erschliessung des Archivs des STV und damit seine Überführung in das Schweizerische Bundesarchiv vorzubereiten und eine erste Groberfassung der Bestände vorzunehmen. Mittels einzelner Stichproben in jeder Quellenkategorie und in allen Konvoluten soll durch eine Art Tiefenbohrungen die jeweilige Relevanz und Aufbewahrungswürdigkeit festgestellt werden. Um den Arbeitsaufwand für eine nachfolgende (pragmatische) Gesamterschliessung des Archivs zu beurteilen, werden erste Quellen dokumentiert und die als nicht aufbewahrungswürdig eingeschätzten Dokumente ausgesondert (möglicherweise bis zu 50% des totalen Bestands, z.B. Bankbelege oder Kandidatendossiers von Wettbewerben).

Résultat

Die explorative Studie bereitet ein umfassenderes Projekt vor, dessen Ziel darin besteht, das Archiv vollständig zu erschliessen und in die BCUL zu überführen. Auf dieser Basis soll dann das Archiv wissenschaftlich erforscht werden.