Risikomanagement-Tool

Entwicklung eines Risikobewertungs-Tools für Schweizer Landwirtschaftsbetriebe

Fiche signalétique

  • Département responsable Haute école des sciences agronomiques, forestières et alimentaires
  • Institut Agronomie
  • Unité de recherche Économie et sociologie rurale
  • Organisation d'encouragement Schweizerische Eidgenossenschaft (Bundesverwaltung)
  • Durée (prévue) 01.12.2021 - 03.02.2023
  • Responsable du projet Martin Pidoux
  • Direction du projet Martin Pidoux
  • Équipe du projet Martin Pidoux
    Fabian Gmür
    Johannes Heiniger
  • Partenaire Bundesamt für Landwirtschaft BLW
    Agridea
    Groupe Agéco
    Gestion agricole du Canada
    Institut agricole de l Etat de Fribourg
  • Mots-clés Landwirtschaftliche Beratung, Selbstevaluation, Digitalisierung, Risikomanagement, Resilienz

Situation

Die Themen Risiko und Resilienz werden für die Schweizer Landwirtschaft immer wichtiger. Das strategische Umfeld für landwirtschaftliche Betriebe ist unsicher, und die Risikofaktoren sind zahlreich. In diesem Zusammenhang ist die Entwicklung eines umfassenden und praxisorientierten Risikomanagement-Tools für Schweizer Betriebe sinnvoll. Ein solches Instrument gibt es in der Schweiz nicht und fehlt für die landwirtschaftliche Bildung und die Beratung. Ziel des Projektes ist, diese Lücke zu schließen. Die webbasierte Risikomanagementplattform AgriBouclier aus Kanada ist ein Beispiel, wie ein solcher gesamtbetrieblicher Ansatz aussehen könnte. Wir haben die Möglichkeit, eine frühere, einfache Version auf Excel-Basis zu übernehmen. Auf diese Weise profitieren wir von der kanadischen Erfahrung im Bereich des Risikomanagements, können aber ein neues, an den Schweizer Kontext angepasstes Instrument effizient entwickeln. Die Anpassung ist in enger Zusammenarbeit mit der Lehre und der Beratung organisiert. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass das Tool den Praxisbedürfnissen gerecht wird. Die ersten Gespräche haben gezeigt, dass in der landwirtschaftlichen Ausbildung ein großer Bedarf be-steht, vor allem in Betriebsleiterschulen und Fachhochschulen. Ein gesamtbetrieblicher Ansatz ist auch für die Beratungsarbeit nützlich. Wir sind von dem Potenzial eines solchen Instruments überzeugt!

Approche

Da es sich um die Entwicklung eines Software-Tools handelt, das in Praxis und Beratung eingesetzt werden soll, ist es wichtig, dass potentielle Nutzer bei der Entwicklung miteinbezogen werden. Die grund-legende Vorgehensweise im Projekt orientiert sich deshalb an partizipativen und agilen Projektmanage-mentansätzen. Dazu gehören insbesondere mehrstufige Feedback- und Testphasen mit potenziellen Nutzern. Mehrstufig deshalb, weil zuerst an einem kleineren Teil des Tools getestet wird, wie gross der Anpas-sungsbedarf tatsächlich ist. Aus dieser ersten Phase der Überarbeitung können Erkenntnisse gewonnen werden, welche auch auf die anderen Teile des Tools übertragen werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Anpassungen auf jeden Fall den Bedürfnissen der potentiellen Nutzer entsprechen. Als erster Teilbereich bietet sich der Bereich „Management“ an, da er die grundlegenden Verhaltensweisen der Betriebsleitenden erfasst, und somit auch deren Einstellungen zum Thema Risiko. Die definitive Entscheidung, welcher Teil als Erstes angepasst wird, kann aber erst nach der Startphase gefällt werden. Die Methoden, welche im Projekt zur Anwendung kommen, sind: - Desktop-Analyse - Feedbackrunden mit potentiellen Nutzern - Praxistests in Lehre und Beratung - Excel-Programmierung - Eine breit gestreute Informationsveranstaltung mit interessierten Partnern im LIWIS