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Design Thinking for AI: Die richtigen KI-Innovationen entwickeln
15.06.2026 Das Erasmus+-Projekt DT4AI entwickelt ein modulares Lehrprogramm, das Hochschulen dabei unterstützt, Design Thinking für den KI-Kontext einzusetzen und Studierende auf die Gestaltung menschenzentrierter KI-Innovationen vorzubereiten.
KI-Innovation braucht mehr als technisches Wissen
Künstliche Intelligenz eröffnet Wirtschaft und Gesellschaft neue Möglichkeiten. Doch die entscheidende Frage lautet nicht mehr, was KI technisch leisten kann, sondern wo sie tatsächlich einen nachhaltigen Mehrwert schafft. Erfolgreiche KI-Innovationen beginnen deshalb nicht mit der Technologie, sondern mit einem tiefen Verständnis der zugrunde liegenden Herausforderungen und Bedürfnisse.
Hochschulen stehen deshalb vor der Aufgabe, Studierende nicht nur im Umgang mit KI-Technologien auszubilden, sondern sie auch dazu zu befähigen, KI-Innovationen problemorientiert, menschenzentriert und verantwortungsvoll zu gestalten.
Genau hier setzt das Erasmus+-Projekt Design Thinking for Artificial Intelligence (DT4AI) an. Das Projekt verbindet die Prinzipien des Design Thinking mit den Möglichkeiten der KI und entwickelt ein modulares Lehrprogramm, das Studierende und Lehrpersonen dabei unterstützt, KI-Innovationen systematisch zu entwickeln – von der Problemdefinition bis zur Gestaltung tragfähiger Lösungsansätze. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie KI dort eingesetzt werden kann, wo sie einen echten Mehrwert für Menschen, Organisationen und Gesellschaft schafft.
Die erfolgreiche Gestaltung von KI-Innovationen erfordert heute weit mehr als technisches Verständnis. Es geht darum, die richtigen Probleme zu identifizieren und KI dort einzusetzen, wo sie für Menschen, Organisationen und Gesellschaft nachhaltigen Wert schaffen kann.
Getragen wird das Projekt DT4AI von einem europäischen Konsortium bestehend aus der Universität Liechtenstein, der Universität Münster, der Vrije Universiteit Amsterdam, der Aalto Universität und der BFH. Die Schweizer Beteiligung wird durch Movetia, die nationale Agentur für Austausch und Mobilität im Bildungsbereich, gefördert.
Innerhalb der nächsten zwei Jahre wird das DT4AI-Konzept in ein umfassendes digitales Lehrangebot überführt. Gemeinsam entwickeln die Partner offene Lehrmaterialien, digitale Lernangebote und eine europäische Community, um Design Thinking und Künstliche Intelligenz nachhaltig in der Hochschullehre zu verankern. Herzstück des Projekts ist eine modulare digitale Plattform, die eine kontinuierliche Erweiterung und Aktualisierung der Inhalte ermöglicht und langfristig offen zugänglich bleibt. In einer Pilotierungsphase werden die Materialien europaweit getestet, evaluiert und gezielt weiterentwickelt.
Stärkung der Schweiz als Innovationsstandort
Die BFH bringt ihre Expertise in projektbasiertem Lernen und angewandter Forschung ein. Sie adaptiert die Inhalte für den Schweizer Kontext, übersetzt Lehrmaterialien ins Deutsche, entwickelt praxisnahe Fallstudien mit Schweizer Wirtschaftspartnern und pilotiert Inhalte in Bachelor- und Masterstudiengängen. Die Projektergebnisse werden über Konferenzen, Workshops und eine Open-Access-Plattform verbreitet.
Nach Projektabschluss (Ende 2027) steht eine öffentlich zugängliche DT4AI-Plattform zur Verfügung, die insbesondere Hochschuldozierende und Studierende adressiert. Sie eignet sich auch für nicht-technische Studiengänge und unterstützt Lehrpersonen gezielt bei der Konzeption und Umsetzung KI-bezogener Innovationsprojekte. Damit trägt DT4AI dazu bei, Gestaltungskompetenzen für menschenzentrierte KI-Innovation europaweit zu stärken und den Transfer zwischen Hochschulen und Praxis nachhaltig zu fördern.