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Studium und Psyche: mentale Gesundheit gehört zum Studium
10.10.2026 Wie steht es um die psychische Gesundheit von Studierenden? Anlässlich des World Mental Health Day gibt Lorenz Affolter Tipps rund um psychisches Wohlbefinden und erklärt, wo sich Studierende niederschwellig Hilfe holen können.
«Tu es! Du musst nicht gleich eine Therapie anfangen.» Das rät Lorenz Affolter Studierenden, die sich Sorgen um ihre psychische Gesundheit machen. Affolter forscht zu angewandter Psychologie und leitet als externe Fachperson BFH-Projekte zur psychischen Gesundheit im Studium. Anlässlich des World Mental Health Day vom 10. Oktober ist er Gast im Wissenschaftspodcast «Let's Talk Business» der BFH-Wirtschaft.
Wie stark das Thema Studierende beschäftigt, hat Affolter selbst überrascht. Bei einer Umfrage der BFH zum psychischen Wohlbefinden gingen innerhalb weniger Stunden mehrere Hundert Antworten ein. Am Ende waren es rund 2300. Etwa ein Viertel der Befragten hatte schon einmal das Gefühl, Hilfe zu brauchen. Sie waren sich aber nicht sicher, ob das wirklich nötig ist, und haben sich deshalb keine geholt. Laut Affolter ist der erste Schritt oft kleiner als viele denken. Eine erste Anlaufstelle für Studierende der BFH ist beispielsweise die die Campus-App. Dort sind unter «Gesund durchs Studium» viele wertvolle Inhalte zusammengetragen. Weitere Möglichkeiten bieten die «Nightline» – eine Hotline von Studierenden für Studierende –, die Stiftung Berner Gesundheit oder ein Termin beim Hausarzt.
Im Podcast hat Affolter auch Tipps, wie man gar nicht erst aus dem Gleichgewicht gerät. Einen davon bezeichnet er fast schon als Cheat-Code: Schon fünf bis zehn Minuten in der Natur, etwa im Wald, können das Stresshormon Cortisol deutlich senken.
Und wer doch einmal an einem Punkt ist, an dem es gefühlt nicht mehr weitergeht, hat gute Aussichten, wenn er sich Hilfe holt. Manchmal brauche es Geduld, sagt Affolter. «Aber es ist definitiv möglich, etwas im eigenen Leben zu verändern.»