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Weiterentwicklung von smartvote
09.01.2026 Smartvote, die schweizweit meistgenutzte Online-Wahlhilfe, wird weiterentwickelt. Ein interdisziplinäres Forschungsteam untersucht, wie KI dazu beitragen kann, die Information und Partizipation der Schweizer Bevölkerung zu verbessern. Unterstützt wird das Projekt von zwei Stiftungen.
In einer gemeinsamen, mit 4 Millionen dotierten Ausschreibung suchten die Stiftung Mercator Schweiz und die Hasler Stiftung Projekte, welche die digitale Transformation der Demokratie fürs Gemeinwohl gestalten. «Die digitale Transformation ist ein gesamtgesellschaftliches Thema. Entsprechend wichtig war es uns, die Silos von Wissenschaft und Praxis gezielt aufzubrechen. Wir wollten Teams fördern, in denen Wissenschaftler:innen gemeinsam mit Akteur:innen aus Zivilgesellschaft, Verwaltung oder anderen Sektoren multiperspektivische Lösungen fürs Gemeinwohl erforschen und entwickeln», sagt Riccardo Ramacci, der auf Seiten der Stiftung Mercator Schweiz die Ausschreibung verantwortet.
In einem mehrstufigen Auswahlverfahren mit insgesamt über 130 Bewerbungen wurden fünf Projekte für die Förderung ausgewählt. Eines davon ist «Explainable AI for Smart Decision-Making in Swiss Referendums (smartinfo)».
Ein Team der Hochschule Luzern, Universität Bern, der Berner Fachhochschule, des Vereins Politools und des Dachverbands der Schweizer Jugendparlamente (DSJ) entwickelt dabei smartvote, das meistgenutzte politische Civic Tech Tool der Schweiz, konzeptionell und technisch weiter. Es wird untersucht, wie XAI (explainable AI) und GenAI (generative KI) dazu beitragen können, die informierte und inklusive Partizipation in der Schweizer Demokratie zu verbessern. Dabei soll eine Plattform entstehen, welche die Stimmbevölkerung bei Abstimmungen berät und die Deliberation der Stimmberechtigten untereinander moderiert. Dafür wird eine generative KI genutzt, die umfassende Kriterien der Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Einhaltung des Datenschutzes erfüllt. Damit soll langfristig eine neue vertrauenswürdige Quelle zur politischen Meinungsbildung entstehen.
Die Projektlaufzeit beträgt 3 Jahre. Ansprechperson ist Dr. Luis Terán von der Hochschule Luzern.