Für Studie gesucht: Angehörige von ehemals administrativ verwahrten Menschen

24.09.2019 In der Schweiz wurden bis 1981 zahlreiche Kinder und Jugendliche ohne rechtliche Grundlage in Heime, Psychiatrien, Strafanstalten oder andere Institutionen eingewiesen, d.h. sogenannt administrativ verwahrt. Forscherinnen und Forscher des Departements Soziale Arbeit gehen bis Juli 2022 der Frage nach, wie sich diese administrativen Verwahrungen auf nachfolgende Generationen auswirken kann. Zur Bearbeitung dieser Fragen werden für die Studie Nachkommen betroffener Personen gesucht.

  • Auf welche Art und Weise haben sich Folgen der angeordneten Platzierungen für die Zweitgeneration manifestiert? 
  • Welche transgenerationellen Bewältigungsstrategien und Ressourcen lassen sich rekonstruieren?
  • Und wie lassen sich die empirischen Ergebnisse auf die Gegenwart und Zukunft übertragen?

Wir suchen Nachkommen betroffener Personen, die sich für ein vertrauliches, biografisches Interview zur Verfügung stellen. Das Projekt findet im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms des Schweizerischen Nationalfonds «Fürsorge und Zwang — Geschichte, Gegenwart, Zukunft (NFP 76)» statt. Die Interviews werden an einem frei wählbaren Ort geführt und legen ihren Fokus auf die Biographie des Gesprächspartners bzw. der Gesprächspartnerin. Sie werden darum gebeten, ihre Lebensgeschichte zu erzählen.

Sind Sie selbst ein Kind einer Person, die administrativ versorgt wurde? Oder kennen Sie Menschen, die ihre Lebensgeschichte erzählen möchten? Interessierte können sich an die Projektleiterin Dr. Andrea Abraham wenden.

Fachgebiet: Soziale Arbeit
Rubrik: Forschung