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«Im Tunnelbau müssen alle die gleiche Sprache sprechen»
06.10.2025 Im Februar 2026 startet an der BFH der neue Fachkurs «Tunnelbau: Grundlagen». Er richtet sich an Fachpersonen, die in Projekten mit Tunnelbau in Berührung kommen, ohne selbst Spezialist*innen zu sein. Im Gespräch erklärt Kursleiter Roman Gallus, warum der Tunnelbau als Königsdisziplin gilt, weshalb alle Beteiligten die gleiche Sprache sprechen sollten – und was Teilnehmende im Kurs konkret erwartet.
Fachkurs «Tunnelbau: Grundlagen» - auf einen Blick
- Start: 25. Februar 2026 (4½ Tage, Burgdorf)
- Zielgruppe: Ingenieur*innen und Fachpersonen aus Planung, Baubegleitung, Auftraggeber- und Behördenseite, die mit Tunnelbauprojekten konfrontiert sind
- Nutzen: Verstehen der geotechnischen Grundlagen, Bauverfahren, Sicherungs- und Bauhilfsmassnahmen sowie Bauabläufe – um in Projekten fachlich mitreden und Entscheidungen besser einordnen zu können
Mehr Infos + Anmeldung: bfh.ch/tunnelbaugrundlagen
Herr Gallus, was war Ihre Motivation, den Fachkurs «Tunnelbau: Grundlagen» ins Leben zu rufen?
Tunnelbauprojekte erfordern die Zusammenarbeit von Baufachleuten aus unterschiedlichsten Disziplinen – wobei viele Projektbeteiligte selbst keine Expert*innen für Tunnelbau sind. Mir ist wichtig, ein Weiterbildungsangebot zu schaffen, das diesen Fachpersonen die wesentlichen Grundlagen vermittelt, damit sie Zusammenhänge im Tunnelbau verstehen, aktiv in Projekten mitarbeiten und Entscheidungen umsichtig treffen können.
«Wenn Bauherrschaften, Planende, Bauleitungen und Unternehmer ein gemeinsames Grundverständnis haben, lassen sich Missverständnisse vermeiden und bessere Lösungen finden.»
Tunnelbau wird oft als «Königsdisziplin» des Bauingenieurwesens bezeichnet – was macht ihn so anspruchsvoll und besonders?
Der Tunnelbau vereint viele Herausforderungen: komplexe geologische Verhältnisse, unterschiedliche Bauverfahren, hohe Anforderungen an Sicherheit, Kosten und Termine. Gleichzeitig ist die öffentliche Aufmerksamkeit bei solchen Projekten enorm. All das macht den Tunnelbau zur Königsdisziplin – spannend, aber auch fordernd.
Für wen ist der Fachkurs gedacht – und für wen eben nicht?
Der Kurs richtet sich an Fachpersonen, die in Projekten mit Tunnelbau konfrontiert sind – sei es in Planung, Baubegleitung oder auf Auftraggeber- und Behördenseite. Sie müssen verstehen, worum es geht, ohne selbst Tunnel entwerfen oder bemessen zu müssen. Wer bereits ein Tunnelbauspezialist ist, wird den Kurs weniger brauchen.
Warum ist es so wichtig, dass alle Projektbeteiligten im Tunnelbau die «gleiche Sprache» sprechen?
Weil Tunnelbau nur im Team funktioniert. Wenn Bauherrschaften, Planende, Bauleitungen und Unternehmer ein gemeinsames Grundverständnis haben, lassen sich Missverständnisse vermeiden und bessere Lösungen finden. Das sorgt für reibungslosere Abläufe und letztlich für sichere und wirtschaftliche Projekte.
Welche Themen erwarten die Teilnehmenden konkret im Kurs – und wie profitieren sie in ihrem Arbeitsalltag davon?
Wir vermitteln die geotechnischen Grundlagen, stellen verschiedene Vortriebsverfahren und deren Eignung vor, gehen auf Sicherungs- und Bauhilfsmassnahmen ein und beleuchten die logistischen und betrieblichen Eigenheiten im Tunnelbau. Ziel ist, dass die Teilnehmenden nach dem Kurs die wesentlichen Zusammenhänge verstehen, fachlich mitreden und Entscheidungsgrundlagen besser beurteilen können.