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Lehre und Spitzensport: Zwischen Servern und Volleyballnetz
04.08.2026 Der 17-jährige Rojan meistert den Spagat zwischen Spitzensport und Ausbildung mit Disziplin. Sein Ziel: internationale Wettkämpfe und eine erfolgreiche Karriere in der Informatik. Die BFH begleitet ihn dabei.
Das Wichtigste in Kürze
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Rojan Özbek absolviert an der BFH seine Lehre als Informatiker Plattformentwickler EFZ.
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Parallel dazu spielt er Volleyball auf hohem Niveau.
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Im Artikel spricht er darüber, wie er Lehre und Sport unter einen Hut bringt und worauf es dabei ankommt.
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Die BFH unterstützt Lernende wie Rojan und sucht gerne nach Lösungen, um Jugendlichen, die Spitzensport betreiben, eine Lehre zu ermöglichen.
Es begann vor ein paar Jahren bei Familie Özbek im Garten. Rojan war 13 Jahre alt, als sein Bruder für einen Volleyballtest in der Schule übte. Rojan spielte mit und war sofort begeistert. Seither ist Volleyball ein fester Bestandteil in seinem Leben.
Heute ist Rojan 17 Jahre alt und spielt für den VBC Uni Bern: Ab Herbst in der 1. Liga und parallel dazu im Kader der Nationalliga B (NLB). Sein grosser Traum: Einmal mit der Nationalmannschaft an einem internationalen Turnier teilnehmen.
Lehre und Sport an der BFH
Jugendliche, die eine KV-Lehre absolvieren möchten und nebenher Spitzensport betreiben, können sich über das Programm des Bildungszentrums für Wirtschaft und Dienstleistung BWD bewerben. Die BFH ist Partnerin der BWD und bietet nach Möglichkeit entsprechende Lehrstellen an.
Für alle anderen Berufe an der BFH kann das Thema Spitzensport bei der Bewerbung und/oder spätestens beim Vorstellungsgespräch thematisiert werden. So können im Anschluss – wie bei Rojan – individuelle Lösungen geprüft werden.
Parallel dazu absolviert Rojan die Lehre als Informatiker Plattformentwicklung EFZ an der BFH. Seinen Alltag fasst er augenzwinkernd wie folgt zusammen: «Schlafen und essen. Arbeiten und in die Schule gehen. Trainieren.»
Zweimal Vollgas, beim Sport und in der Lehre
Dass es anspruchsvoll ist, eine Lehre zu absolvieren und nebenher Sport auf hohem Niveau zu betreiben, versteht sich von selbst. Rojan absolviert vier- bis fünfmal pro Woche Balltraining in der Turnhalle und zwei- bis dreimal pro Woche Athletik-Training im Kraftraum. Dazu kommen Spiele am Wochenende – manchmal sogar an beiden Tagen. Immer wieder reist er dafür auch quer durch die Schweiz.
Schlafen und essen. Arbeiten und in die Schule gehen. Trainieren.
Seine Lehre absolviert Rojan in einem 90%-Pensum in Bern. «Mental bei Lehre und Sport voll dabeizubleiben und bei beidem die hohe Leistung zu erbringen, erfordert viel Disziplin», sagt er. Nicht immer laufe alles wie geplant. «Dann darf man Rückschläge aus dem einen Bereich nicht in den anderen mitnehmen oder sich allgemein davon herunterziehen lassen» betont er. Von der BFH erfährt er dabei viel Unterstützung – sowohl organisatorischer Natur und auch auf persönlicher Ebene im Team.
Organisation ist das halbe Leben
Zentral für den Erfolg in beiden Bereichen sei ausserdem ein gutes Zeitmanagement, unterstreicht Rojan. Der Outlook-Kalender hilft ihm dabei. Für private Termine hat er seine Notizen-App immer griffbereit.
Dass junge Leistungssportler*innen oft besonders organisiert und selbstständig sind, weiss auch Nathalie Nikles, Berufsbildungsverantwortliche bei der BFH. «Unsere Erfahrung zeigt, dass sich diese Jugendlichen meist rasch und sehr gut in den Betrieb integrieren», ergänzt sie.
Lernende, die nebenher Spitzensport treiben, integrieren sich meist rasch und sehr gut in den Betrieb.
Die BFH sucht deshalb gerne nach Lösungen, um Jugendlichen, die Spitzensport betreiben, eine Lehre zu ermöglichen. «Voraussetzung ist natürlich, dass die Motivation für den gewählten Beruf stimmt», hält Nathalie Nikles fest.
Hohe Ziele in beiden Welten
Bei Rojan besteht hier kein Zweifel. Er verfolgt nicht nur auf dem Volleyballfeld ambitionierte Ziele, sondern auch am Arbeitsplatz. «Die Lehre ist mir wichtig», sagt er. Denn Volleyball sei keine Weltsportart, wo man viel Geld verdienen könne. Er wolle deshalb noch etwas anderes lernen, das ihm Spass macht. In der Informatik hat er dieses Etwas gefunden.
Sein nächstes Ziel ist klar: «Ich will meine Lehre gut abschliessen und wenn möglich gleich hier an der BFH weiterarbeiten», sagt er. Später möchte er sich fachlich spezialisieren und mehr Verantwortung übernehmen. «Am liebsten in einer leitenden Funktion.»