Virtual Reality Labor (VRlab)

In unserem Virtual Reality Labor (VRlab) nutzen wir verschiedene Arten von immersiver virtueller Realität als methodisches Werkzeug für die Forschung und für die Lehre.

Unser Labor

Unsere verschiedenen VR-Trainings ermöglichen das Üben in einer künstlichen, virtuellen Situation. Dadurch antizipieren wir herausfordernde, reale Situationen des (Beruf-)Alltags. Unser Hauptziel ist es, Sicherheit für diese realen Situation zu gewinnen.

Wir nutzen die nachfolgen Vorteile der Methode gezielt in Forschung und Lehre:

  • Hohe Kontrolle und Wiederholbarkeit: In der Forschung und der Lehre können Bedingungen genau gesteuert und Experimente/Trainings leicht wiederholt werden. 
  • Realitätsnahe Übungen: VR ermöglicht es, schwierige oder sensible Situationen sicher zu üben – ohne echte Personen zu gefährden. 
  • Sicheres Lernumfeld: Fehler sind erlaubt und können reflektiert werden, ohne negative Folgen zu haben. 
  • Gezielte Leistungsdiagnose: Lernfortschritte können genau gemessen und ausgewertet werden. So ist persönliches, passgenaues Feedback möglich – oder abhängige Variablen werden erfasst. 
  • Kosteneffizient und flexibel: Nach der Entwicklung kann VR-Training jederzeit und überall durchgeführt werden, ohne hohe Zusatzkosten. 
  • Interdisziplinäres Lernen: Menschen aus verschiedenen Fachbereichen können gemeinsam in einer virtuellen Umgebung lernen und voneinander profitieren. 
  • Gleiche Trainingsbedingungen: VR bietet standardisierte Inhalte, sodass alle Nutzenden die gleichen Lernchancen haben – unabhängig von Ort und Zeit. 

Beratungstraining mit VR

Im VR-Beratungstraining können Studierende ihr theoretisch erworbenes, methodisches Beratungswissen anwenden. Sie beraten im VR-Training einen Avatar – also eine programmierte, künstliche Person. Ziel ist es, durch wiederholtes Üben und Feedback die eigene Beratungskompetenz zu verbessern.   

Der didaktische Prozess besteht aus drei Phasen:  

  1. Vorbereitung auf den sozialarbeiterischen Fall (Lesen der Instruktionen und der Fallvignette) 
  2. VR-Training im VRlab (mit Produktion eines Videos) und  
  3. Peergruppengespräch mit Coach zur Analyse und Reflexion (anhand der Videos)  

Sozialarbeiterische Fälle in unterschiedlichen Kontexten

Virtuelles Bewerbungstraining

Für viele Menschen ist ein Bewerbungsgespräch eine herausfordernde Situation. Mit diesem Training bereiten sich Studierende oder Klient*innen der Sozialen Arbeit auf ein Bewerbungsgespräch vor. Ziel ist es, ein sicheres Auftreten im realen Bewerbungsgespräch zu erlernen. Dieses Training kann man online am Desktop oder Notebook machen – dabei wird mit der Webcam ein Video aufgezeichnet und lokal auf dem Gerät abgelegt. 

VR-Training für Auftrittskompetenz

Ein sicheres Auftreten vor Publikum beim Vermitteln von Inhalten ist in der Praxis der Sozialen Arbeit und auch Lehre eine zentrale Kompetenz. Durch dieses Training werden Studierende und Lehrpersonen der Sozialen Arbeit in ihrer Auftrittskompetenz gestärkt. 

Virtuelles Publikum, das einen anschaut.
Die Nutzer*innen dieses VR-Trainings üben ihre vorbereitete Präsentation (z.B. Powerpoint) vor einem virtuellen Publikum.

Virtuelle Wohnungsbegehung

In einigen Feldern der Sozialen Arbeit ist es nötig, dass man Klient*innen zu Hause besucht, um sich ein Bild von der Wohnsituation zu machen. So geht es beispielsweise um die Frage, ob eine ältere Person noch im Stande ist, allein ihren Haushalt zu führen oder ob eine Wohnsituation für kleinere Kinder geeignet ist. Im VR-Training der Wohnungsbegehung soll man lernen, worauf bei einer solchen Einschätzung zu achten ist. Ziel ist, dass man später kompetent und sicher reale Wohnungsbesuche vornehmen und fundierte Entscheidungen treffen kann.