Klima-Labor – wirksam ins Handeln kommen
Der Klimawandel schafft neue, unbekannte Konflikte. Das Klima-Labor soll ein Ort für transformatives Lernen sein, in dem Menschen befähigt werden, trotz Ohnmacht und Überforderung gemeinsam aktiv zu werden und ins Handeln zu kommen.
Steckbrief
- Beteiligte Departemente Soziale Arbeit
- Institut(e) Institut Beratung, Mediation, Supervision
- Strategisches Themenfeld Themenfeld Nachhaltige Entwicklung
- Förderorganisation BFH
- Laufzeit (geplant) 01.01.2026 - 31.12.2026
- Projektleitung Prof. Daniela Oppliger
- Projektmitarbeitende Prof. Dr. Claus Noppeney
Ausgangslage
Der Klimawandel wirkt wie ein Bedrohungsmultiplikator für bestehende Konflikte und ruft zugleich neue Konflikte hervor. Mediator*innen, also Profis für Konfliktbearbeitung, stossen in ihrer Tätigkeit auf neue Herausforderungen. Schlüsselakteur*innen, die persönlich die Nachhaltige Entwicklung (NE) in der Gesellschaft, in Gemeinden oder Unternehmen voranbringen möchten, erleben Ohnmachtsgefühle und Erschöpfung. Bisherige Weiterbildungsangebote vermitteln vor allem kognitives Wissen und Kompetenzen, ohne die emotionale Dimension gezielt zu adressieren und die persönliche Handlungsfähigkeit direkt zu stärken.
Vorgehen
Das Klima-Labor geht von Theorien zur Ökologie des Wandels aus: Das Konzept der «Arbeit des Wandels» («The work that reconnects») von Joanna Macy beispielsweise zielt darauf ab, Akteur*innen zu helfen, Mitgefühl und Handlungsbereitschaft zu entwickeln und die Erfahrung der Ohnmacht zu überwinden. Im Zentrum stehen dabei Praktiken, die den Fokus auf die Verbindung mit der Erde, die Anerkennung der Situation und «community building» legen. Das Klima-Labor nutzt diese Ansätze für den Aufbau eines Weiterbildungsangebots, das etablierte Angebote der BFH im Sinne des strategischen Themenfelds Nachhaltige Entwicklung akzentuiert. Im Rahmen des Projekts wird ein Weiterbildungsformat entwickelt. Zielgruppe des Klimalabors sind Mediator*innen sowie Initiator*innen und Treiber*innen der NE in Unternehmen, Verwaltung und Zivilgesellschaft.