InterACT – Interprofessional Approaches for Conflict, Trauma & Torture Survivors
Kann Physiotherapie die körperliche, psychische und sozialen Funktionsfähigkeit von Geflüchteten verbessern? Unser Projekt evaluiert Schweizer Versorgungsmodelle und entwirft ein Studienprotokoll für integrierte Traumarehabilitation.
Steckbrief
-
Beteiligte Departemente
Gesundheit
Soziale Arbeit - Institut(e) Physiotherapie
- Strategisches Themenfeld Themenfeld Caring Society
- Förderorganisation BFH
- Laufzeit (geplant) 01.01.2026 - 31.12.2026
- Projektleitung Prof. Dr. Cornelia Anne Barth
-
Projektmitarbeitende
Jessica Meyer
Dr. Claske Dijkema - Partner Schweizer Netzwerk "Support for Torture Victims"
- Schlüsselwörter kultursensible-Versorgung, Vertreibung, Diversität, Zwangsmigration, Funktionsfähigkeit, geschlechtersensible-Versorgung, integrierte-Versorgung, interprofessionelle-Versorgung, Migration, Mixed-Methods, partizipative-Forschung, Physiotherapie, psychosoziale-Versorgung, Lebensqualität, PeerSupport, Gesundheit-für-Geflüchtete, Geflüchtete, Rehabilitation, Folterüberlebende, Trauma, Traumaversorgung, Traumarehabilitation, Gewalt
Ausgangslage
Chronische Schmerzen, Depression, Dissoziation, sozialer Rückzug und Bewegungseinschränkungen zählen zu den häufigen Folgen forcierter Migration und Gewalterfahrungen. Interprofessionelle Versorgungsmodelle in der Schweiz bieten psychosoziale und medizinische Unterstützung, beziehen die Physiotherapie jedoch nicht systematisch als definierte Hauptkomponente ein.
Vorgehen
Eine partizipative multizentrische Pilotstudie analysiert Schweizer Traumaversorgungsmodelle mit besonderem Fokus auf Physiotherapie. Scoping Reviews synthetisieren den Stand der integrierten Versorgung für Geflüchtete, traumainformierte physiotherapeutische Kompetenzen sowie relevante psychosoziale Komponenten. Workshops in deutsch- und französischsprachigen Kantonen liefern Grundlagen für ein grösseres Folgeprojekt zur integrierten Trauma Rehabilitation. Mithilfe eines Mixed-Methods-Ansatzes erfolgt die Zusammenarbeit mit Fachpersonen und Betroffenen, um ein inklusives Studiendesign und relevante Ergebnisse sicherzustellen.
Ausblick
Das Pilotprojekt bereitet eine grössere multizentrische, mehrjährige und interprofessionelle Studie vor, in der diversitätssensible Kombinationen von Vor-Ort , digitalen, Gruppen- und Peer-Formaten hinsichtlich Machbarkeit, Akzeptanz, Wirkung und Kosten untersucht werden.