Marktpotenzial Laubholz

In Schweizer Wäldern nimmt der Anteil an Buchenholz kontinuierlich zu. Vor diesem Hintergrund gilt es, geeignete, stoffliche Produkte zu entwickeln und voranzutreiben, in denen das Buchenholz seine positiven Eigenschaften ausspielen kann. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) beauftragte die Berner Fachhochschule BFH, eine Marktanalyse für Buchen-Brettschichtholz (Bu-BSH) mit Einschätzungen zum Marktvolumen für Buchen-Brettsperrholz (Bu-BSP) in der Schweiz durchzuführen.

Steckbrief

  • Departement Architektur, Holz und Bau
  • Forschungsschwerpunkt Institut für digitale Bau- und Holzwirtschaft IdBH
  • Forschungsfeld Management und Marktforschung
  • Förderorganisation Bundesamt für Energie (BFE)
  • Laufzeit (geplant) 01.01.2014 - 31.12.2015
  • Projektverantwortung Birgit Neubauer-Letsch
  • Projektleitung Thomas Näher
  • Projektmitarbeitende Roman Hausammann
    Simon Meier
    Birgit Neubauer-Letsch
    Kaja Zoran

Die durchgeführten Experten-Workshops und Befragungen von Holzbauingenieuren, Architekten und weiteren Fachpersonen zeigten, dass das grösste Potenzial zum Einsatz von Buche im Baubereich als BSH und BSP bei Hallen und mehrgeschossigen Gebäuden vermutet wird. Mit diesem Hintergrund wurden diese beiden Gebäudekategorien für den möglichen Einsatz von Bu-BSH und Bu-BSP im Projekt detailliert untersucht.

Buchen-Brettschichtholz Bu-BSH

Für Bu-BSH und Bu-BSP inklusive deren Konkurrenzprodukte sind aktuell noch keine Angaben verfügbar. Zudem befindet sich der Markt im Umbruch. Unter Berücksichtigung dieser Rahmenbedingungen zeigt die Studie verschiedene Wachstumsszenarien und Substitutionsvarianten auf, die für Bu-BSH zehn Jahre nach einem industriellen Produktionsbeginn ein Potenzial von 3'900 m3 bis maximal 25'400 m3 erwarten lassen. Dies mit Schwerpunkt im Hallen-Neubau. Über alle Gebäudekategorien entspricht dies einem Rundholzäquivalent von 17'500 m3 bis 114'300 m3 pro Jahr Buchenholz.

Buchen-Brettsperrholz Bu-BSP

Analog zum Vorgehen beim Bu-BSH wird das Marktpotenzial für Bu-BSP zehn Jahre nach einem industriellen Produktionsbeginn mit 1'400 m3 bis maximal 86'400 m3 pro Jahr eingeschätzt, mit Schwerpunkt im Neu- und Umbau von Mehrfamilienhäusern. Die grosse Bandbreite entsteht durch die Unsicherheit, inwiefern neu auf den Markt gebrachtes Bu-BSP Einzug im Deckenaufbau von Mehrfamilienhäusern finden kann. Die prognostizierten Mengen an Bu-BSP entsprechen einem Äquivalent von 6'300 m3 bis 388'800 m3 pro Jahr Rundholz.