Jahr der Pflege und Hebammen

Für einen guten Start ins Leben sowie zur Verbesserung der Gesundheit und der Linderung von Leiden braucht es eine gute, solide und qualitativ hochstehende Ausbildung von Pflegefachpersonen und Hebammen.

«Wenn man mit Flügeln geboren wird, sollte man alles dazu tun, sie zum Fliegen zu benutzen.»

Zitat: Florence Nightingale, britische Pionierin der modernen Krankenpflege

 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ruft 2020 als «Internationales Jahr der Pflegenden und Hebammen» aus und setzt damit ein starkes Zeichen für die beiden Gesundheitsberufe. Auch die staatlichen Behörden in der Schweiz wollen mit ihrer Gesundheitsstrategie die Ausbildungen der Gesundheitsberufe stärken und den Fachkräftemangel bekämpfen. Im Jahr der besonderen Anerkennung feiert gleichzeitig Florence Nightingale, eine Pionierin der modernen Krankenpflege, ihren 200. Geburtstag – Happy Birthday Florence!

Die BFH Gesundheit ist mit dabei, wenn es darum geht, die Ausbildung der beiden Schlüsselprofessionen voranzutreiben und weiterzuentwickeln. Jeweils Mitte Monat finden Sie auf dieser Themenseite aktuelle Beiträge zum WHO-Jahr. Lesen Sie rein, hören Sie mit und nehmen Sie Teil an unseren Aktivitäten!

Schon Florence Nightingale setzte sich ein für strikte Hygieneregeln und arbeitete an ihren statistischen Erhebungen – zuletzt während Jahren im Home-Office. Lesen Sie mehr darüber im NZZ am Sonntag-Artikel.

2020: Das Jahr der Pflegefachpersonen und Hebammen – die BFH ist mittendrin!

Pflege-Chat – ein Blick durch die Brille von Pflege-Studierenden

Larissa, eine engagierte Pflege-Studentin im 4. Semester, macht sich mit drei Mitstudentinnen in einem Gruppen-Chat Gedanken zu aktuellen Pflegethemen. Wie die vier jungen Bachelor-Studentinnen den Fachkräftemangel erleben und warum der Pflegeberuf für sie der schönste Beruf der Welt ist, erfahren wir in der nachfolgenden Diskussion. Beim Juli-Beitrag zum «Jahr der Pflegefachpersonen und Hebammen» handelt es sich um einen freien Studierendenbeitrag.

Frage 1

Frage 2

Frage 3

Frage 4

Frage 5

Frage 6

Wortkünstler Remo Zumstein zum WHO-Jahr

Remo Zumstein, der Burgdorfer Poetry-Slammer, erzählt in seiner Videobotschaft, wie die heutigen Pflegefachpersonen und Hebammen stets bemüht sind, die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten zu erfüllen. Und manchmal ist das gar nicht so einfach…

Eine lustig verspielte Würdigung für Pflegefachpersonen und Hebammen.

Pflege- und Hebammen-Quiz

Der Mai-Beitrag zum WHO-Jahr lockt mit einem Quiz. Beantworten Sie die drei Fragen zum Bachelor-Studium Pflege und Hebamme an der BFH Gesundheit und gewinnen Sie 10 Tafeln Schokolade! Sie finden alle Antworten zum Quiz auf bfh.ch/gesundheit. Viel Glück!

Die Teilnahmefrist ist am 31. Mai 2020 abgelaufen.

Fokus Gesundheit am 19. November

Florence Nightingale und Louyse Bourgeois im Dialog

Zwei Pionierinnen revolutionieren im 16. und 19. Jahrhundert die Pflege und den Hebammenberuf. Sie sind modern und innovativ geblieben. Am «Fokus Gesundheit» vom 19. November 2020 erfahren Sie, wie die beiden aussergewöhnlichen Gäste ihre Professionen prägten. Der Blick in die Geschichte bildet die Grundlage für unsere Diskussion über heutige Herausforderungen und Aufgaben von künftigen Pionierinnen und Pionieren. Melden Sie sich jetzt an für die Veranstaltung «Fokus Gesundheit» und freuen Sie sich auf die besondere Begegnung mit den beiden historischen Protagonistinnen.

«Service User» kommen zu Wort

Als «Service User» bezeichnen wir Personen, die für ihre eigene Gesundheitsversorgung eine aktive Rolle einnehmen. Krankheitserfahrene Personen können das Know-how von Gesundheitsfachpersonen mit ihren wertvollen Erfahrungen ergänzen. Indem wir ihre Krankheits- und Behandlungsgeschichten sowie ihre Kenntnis der eigenen Bedürfnisse in die Lehre integrieren, erhöhen wir die Qualität der Ausbildung unserer Studierenden. Die Berner Fachhochschule Gesundheit fördert damit den User-Involvement-Ansatz.

Erfahren Sie in den folgenden Zitaten von Service User, welche Bedeutung sie der Pflege, den Hebammen und der direkten Zusammenarbeit mit den Studierenden beimessen.

Pflegefachpersonen sind für mein Wohlbefinden in der Krankheit essenziell

«Da die Pflegefachpersonen meine erste Bezugsperson in einer Krise, Eintritt in eine Institution sind, ist es wesentlich eine Vertrauensbasis zu schaffen. Um Vertrauen zu fassen sind Haltung und Wording mir gegenüber sehr wichtig. Sobald ich Vertrauen fasse, bin ich offener und vielleicht auch eher bereit auf ein Therapieprogramm einzugehen.

Dank meiner Arbeit an der Berner Fachhochschule als Service Userin habe ich die Chance, ganz zu Beginn den Studierenden meine Erfahrungen in einem therapeutischen Setting weiterzugeben und sie auf die Wichtigkeit ihrer Haltung und Wording mir gegenüber aufmerksam zu machen.»

Sabine Rühle Andersson, Service Userin mit psychiatrischer Krankheitserfahrung, wissenschaftliche Assistentin in der angewandten Forschung und Entwicklung Pflege der BFH Gesundheit

Praxisorientiertes Lernen

«Im Bachelor-Studium Hebamme ist das «Erleben» ebenso aussagekräftig und lehrreich wie die Theorie. Auch meine eigene Schwangerschaft und die Hausgeburt haben mir gezeigt, dass sich Situationen ganz anders ergeben können als in der Literatur beschrieben. Deshalb kann es für die Praxisarbeit der Studierenden sehr interessant sein, von Service Usern zu erfahren, wie die Frauen sich fühlen, was sie sich wünschen und brauchen. Die individuelle Begleitung und Anleitung der Hebamme fördert das Wohlbefinden der Frauen, gibt ihnen Sicherheit und verleiht ungeahnte Energie und Kraft.»

Stella Prandi, Mutter einer 10 Wochen alten Tochter, Bachelor-Studentin Hebamme BFH

Vertrauen ist heilend und entspannend

«Meine Beleghebamme knüpfte ein starkes, persönliches Band des Vertrauens zu mir. Das hat mich vor, während und nach der Hausgeburt sehr bestärkt und mir geholfen, mich in meiner neuen Rolle als Mutter zurechtzufinden. Ihr umfangreiches Wissen und ihre professionellen Praxiskenntnisse aus dem Bachelor-Studium an der BFH Gesundheit verliehen mir Sicherheit. Als Service Userin konnte ich den Studierenden an der BFH viele ihrer Praxisfragen zum Wochenbett und meiner Hausgeburt beantworten. Das hat mich mit Stolz erfüllt.»

Lena Arnold, Service Userin, Mutter eines 4 Monate alten Jungen, Übersetzerin

Schlüsselerlebnis

«Wie geht es ihnen?» – so die Frage der Pflegerin auf der Notaufnahme. «Nicht gut», habe ich geantwortet. Die junge Pflegefachfrau war die erste Person, die sich trotz Hektik für mich Zeit genommen und mir zugehört hat. Niemand hat mich und meine Krankheit zuvor ernst genommen. Damals habe ich mich entschieden, den Pflegefachpersonen etwas zurückzugeben; denn sie leisten oft viel mehr, als ihr Job es verlangt. Alle Pflegerinnen und Pfleger sollen wissen, dass die Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen sie brauchen. Sie sind wichtig für uns, egal wie alt sie sind oder welchen Titel sie tragen.»

Monique Prankl, Service Userin mit Burnout-Erfahrung, HR-Managerin

Videobotschaften von unseren Akademie-Praxis-Partnern

Zur Stärkung der Professionen «Pflege» und «Hebamme» gehört auch ein gutes Zusammenspiel zwischen Praxis und Ausbildung. Die Berner Fachhochschule pflegt mit der Insel Gruppe, dem Domicil Bern und der Lindenhofgruppe Akademie-Praxis-Partnerschaften.

Die BFH will damit die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis fördern. Durch diese Zusammenarbeit sollen Innovationen realisiert und frühzeitig auf die Herausforderungen im Gesundheitswesen reagiert werden können. Akademie-Praxis-Partnerschaften wollen zur Qualitätserhaltung und -verbesserung in Praxis, Lehre und Forschung beitragen.

Franziska Geese, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Akademie-Praxis-Partnerschaft, Insel Gruppe

Zum WHO-Jahr «Jahr der Pflege und Hebammen» stellen wir im Interview Franziska Geese, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Akademie-Praxis-Partnerschaft Insel Gruppe, drei Fragen zu Akademie-Praxis-Partnerschaften.

Andrea Hornung, CEO Domicil

Zum WHO-Jahr «Jahr der Pflege und Hebammen» stellen wir im Interview Andrea Hornung, CEO Domicil, drei Fragen zu Akademie-Praxis-Partnerschaften.

Sabin Zürcher, Bereichsleiterin Fachentwicklung Pflege, Lindenhofgruppe

Zum WHO-Jahr «Jahr der Pflege und Hebammen» stellen wir im Interview Sabin Zürcher, Bereichsleiterin Fachentwicklung Pflege, Lindenhofgruppe, drei Fragen zu Akademie-Praxis-Partnerschaften.

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