Interreg APLM
Das französisch-schweizerische Interreg-Projekt „APLM Nanocolours and Nanostructures“ zielt darauf ab, eine von der BFH patentierte Technologie zu industrialisieren, die die Abscheidung dünner Schichten mit Laserablation kombiniert.
Steckbrief
- Beteiligte Departemente Technik und Informatik
- Institut(e) Institute for Surface Applied Laser, Phototonics and Surface Technologies (ALPS)
- Strategisches Themenfeld Themenfeld Nachhaltige Entwicklung
- Förderorganisation Europäische Union
- Laufzeit (geplant) 01.10.2025 - 30.03.2027
- Projektleitung Prof. Dr. Sylvain David Le Coultre
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Projektmitarbeitende
Raphaël André
Dr. Rainer Kling
Ausgangslage
Dieser Ansatz ermöglicht es, mehrschichtige Stapel mit nanometrischer Präzision in der Dicke zu strukturieren, um farbige, dekorative oder funktionale Oberflächen zu schaffen. Die Technologie, die ursprünglich im Rahmen einer Machbarkeitsstudie zwischen BFH-ALPS und Plasmadiam entwickelt wurde, eröffnet neue Möglichkeiten für die Uhrenindustrie, insbesondere für die Herstellung pigmentfreier, hochauflösender mehrfarbiger Zifferblätter. Sie bietet zudem Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen Optik, Mikrofluidik, Fälschungssicherheit und nanostrukturierte Oberflächen. Das Projekt bringt sich ergänzende Partner aus der Schweiz und Frankreich zusammen: BFH, Gravity Swiss, Plasmadiam, UTBM, SAIREM und SILSEF. Gemeinsam decken sie die gesamte Wertschöpfungskette ab, vom Dünnschichtdesign und der optischen Modellierung bis hin zur Laserablation, dem Werkzeugbau, der Replikation von Nanostrukturen und der Prozessindustrialisierung.
Vorgehen
Die Hauptziele bestehen in der Entwicklung farbiger Dünnschichtbeschichtungen und der Erstellung einer Datenbank mit Laserabtragungsschwellenwerten für diese Dünnschichten, um die Herstellung von Prototypen für mehrfarbige Zifferblätter und nanostrukturierte Formen sowie die Ausarbeitung eines Konzepts für Industrieanlagen zu ermöglichen. Mit diesem Projekt trägt die BFH dazu bei, die grenzüberschreitende Innovation im Bereich der Ultrapräzisionstechnologien zu stärken und eine Erfindung aus der angewandten Forschung in vielversprechende industrielle Anwendungen zu übertragen. Die Umsetzung des Projekts wurde dank des Programms Interreg Frankreich-Schweiz ermöglicht, welches das Projekt über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), die Schweizerische Eidgenossenschaft sowie die Kantone Bern und Neuenburg finanziert.