Vorstudie Prüfung von Alternativen zu Pflanzenschutzmitteln im Wald

Ein kleiner Teil der in der Schweiz verkauften Pflanzenschutzmittel (PSM) kommt im Wald zum Einsatz, vor allem auf liegendes Rundholz. Die HAFL hat im Auftrag des BAFU t eine Vorstudie verfasst, die Alternativen zu PSM aufzeigt.

Fiche signalétique

  • Département responsable Haute école des sciences agronomiques, forestières et alimentaires
  • Institut Gestion multifonctionnelle des forêts
  • Unité de recherche Écosystème forestier et gestion
  • Organisation d'encouragement Schweizerische Eidgenossenschaft (Bundesverwaltung)
  • Durée (prévue) 01.08.2019 - 31.05.2020
  • Responsable du projet Anke Schütze
  • Direction du projet Anke Schütze
  • Équipe du projet Anke Schütze
    Patrick Dietsch
    Mélanie Thomas
  • Partenaire Bundesamt für Umwelt BAFU
  • Mots-clés Alternativen zu Pflanzenschutzmitteln im Wald, Reduktion von Pflanzenschutzmitteln im Wald, Aktionsplan PSM

Situation

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Schweiz wird aktuell in Politik und Gesellschaft diskutiert. Der Aktionsplan PSM des Bundes strebt eine generelle Reduktion von PSM an. Dies gilt auch für den Wald, in dem ca. 0.02 % der insgesamt in der Schweiz verkauften Wirkstoffmenge eingesetzt werden. Ziel dieses Projektes ist es, organisatorische und technische Alternativen zum Einsatz von PSM im Wald zu prüfen und zu bewerten.

Alternative PSM im Wald
Holzpolter, mit Pflanzenschutzmittel gegen Käferbefall behandelt

Approche

Aufgrund von Literaturrecherchen wurden verschiedene Alternativen zu PSM im Wald durchleuchtet. Ergänzend dazu wurden Experteninterviews mit Forstleuten durchgeführt. Wichtiger Baustein waren zwei Workshops mit Akteuren, die die gesamte Wertschöpfungskette Holz repräsentierten und durch Vertreter aus Forschung und Ökologie vervollständigt wurden. Diese Begleitgruppe diskutierte und bewertete diese Alternativen zu PSM, deren Vor- und Nachteile, sowie Umsetzbarkeit bei den in der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft gegebenen Rahmenbedingungen. Zuletzt sprach sie Empfehlungen zu Händen des Bundesamtes für Umwelt aus. Zusätzlich werden in der Vorstudie die Ergebnisse aus einer Umfrage an die kantonalen Waldschutzbeauftragten vorgestellt.

Résultat

Zum einen wird eine Logistikoptimierung entlang der Wertschöpfungskette Holz als eine Variante zur Reduzierung von PSM gesehen. Hier braucht es ein Zusammenspiel aller Akteure. Eine zweite Option ist das Schaffen von Lagerplätzen ausserhalb des Waldes, sei es mit oder ohne Bewässerung. Hierbei fallen allerdings erhebliche Mehrkosten an. Darüber hinaus werden Weiterbildungen und Sensibilisierungsmassnahmen als sinnvoll erachtet. Die Einführung einer Weiterbildungspflicht für alle AnwenderInnen von PSM im Wald ist ab 2026/27 bereits gesetzlich vorgesehen (AP PSM). Zudem könnte ein weiterer Ansatzpunkt zur Reduktion von PSM im Wald die Optimierung der Bewilligungspraxis in den Kantonen sein. Welche Massnahmen umgesetzt werden, hängt sicherlich einmal von der praktischen Umsetzbarkeit ab, ist aber wahrscheinlich auch eine Diskussion auf politischer Ebene.