Lösungen zur Reduktion von Mutterkorn & Ergotalkaloiden im Getreide
Mutterkorn stellen aufgrund ihrer Toxizität eine wachsende Bedrohung für die Schweizer Getreideproduktion dar. SAFEGRAINS entwickelt einen integrierten Ansatz um Kontaminationen über die gesamte Getreide Wertschöpfungskette zu reduzieren.
Fiche signalétique
- Départements participants Haute école des sciences agronomiques, forestières et alimentaires
- Institut(s) Agronomie
- Unité(s) de recherche Production végétale et biodiversité
- Organisation d'encouragement Schweizerische Eidgenossenschaft (Bundesverwaltung)
- Durée (prévue) 01.07.2026 - 31.12.2030
- Direction du projet Prof. Dr. Fabio Mascher
-
Équipe du projet
Prof. Dr. Fabio Mascher
Maria Haller
Rafah Al Naser
Marie Biselx
Dr. Michaela Freihart -
Partenaire
Swiss Granum
Agroscope
Delley semences et plantes SA - Mots-clés Züchtung, Sortenversuche, Resistenzen, Anbaumethoden
Situation
Mutterkorn und Ergotalkaloide stellen aufgrund ihrer Toxizität eine wachsende Bedrohung für die Schweizer Getreideproduktion dar. Seit dem 1. Juli 2025 wurden die Höchstgehalte für Mykotoxine (z.B. Deoxynivalenol), Mutterkorn und Ergotalkaloide an diejenigen der EU angepasst. SAFEGRAINS entwickelt einen integrierten Ansatz um Mutterkorn- und EA-Kontaminationen über die gesamte Getreide Wertschöpfungskette hinweg zu reduzieren.
Approche
WP1 (Züchtung) wird genetische und phänotypische Merkmale identifizieren, die mit der Anfälligkeit von Weizen auf Mutterkorn in Verbindung stehen. Die Ergebnisse werden die Integration der Mutterkornresistenz in die Züchtungsprogramme sowie die Aussortierung anfälliger Sorten vor der offiziellen Prüfung unterstützen. WP2 (Saatgutbehandlung) untersucht die Wirksamkeit von Methoden zur Mutterkornbekämpfung (z. B. Dampf- oder chemische Saatgutbehandlungen), um die Pilzbelastung in den für die Saatgutproduktion verwendeten Erntekörnern zu reduzieren. WP3 (Sortenwahl und Feldhygiene) wird die Anfälligkeit aktueller Getreidesorten (Weizen, Triticale, Dinkel, Roggen, Hafer, Gerste) gegenüber Mutterkorn testen, sowie die Auswirkungen von Umweltfaktoren und Feldpraktiken auf den Mutterkornbefall anhand von Roggensortenversuchen in einem Versuchsnetz mit mehreren Standorten untersuchen. WP4 (Nachernteverarbeitung von Dinkel) befasst sich mit den Auswirkungen der Nachernteverarbeitung von Dinkel (optische Sortierung, Entspelzen) auf die Entfernung von Sklerotien und die potenzielle Ausbreitung von Pilzen. Schliesslich wird WP5 (Wissenstransfer) das gewonnene Wissen an alle Mitglieder der Wertschöpfungskette weitergeben.