Nachhaltige Nährstoffrückgewinnung
Wir spülen klimawirksamen Stickstoff (N) und knappen Phosphor (P) ins Abwasser und importieren klimaschädlich erzeugte Kunstdünger.
Steckbrief
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Beteiligte Departemente
Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften
Technik und Informatik
Wirtschaft - Institut(e) Institut für Intelligente industrielle Systeme (I3S)
- Forschungseinheit(en) I3S / Prozessoptimierung in der Fertigung
- Strategisches Themenfeld Themenfeld Nachhaltige Entwicklung
- Förderorganisation BFH
- Laufzeit (geplant) 01.01.2026 - 31.12.2026
- Projektleitung Manfred Schär
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Projektmitarbeitende
Manfred Schär
Prof. Dr. Axel Fuerst
Michael Stalder
Prof. Dr. Michael Hans-Peter Studer
Tobias Hofmann
Prof. Dr. Nadine Gurtner -
Partner
ARA Lyss Limpachtal
EcoCircular Lyss Seeland
Ausgangslage
Dieses Projekt untersucht die Rückgewinnung von reaktivem Stickstoff und Phosphor aus Abwasserreinigungsanlagen mithilfe immobilisierter Mikroalgen. In Schweizer Abwasserreinigungsanlagen gehen jährlich grosse Mengen dieser wertvollen Nährstoffe verloren. Ziel ist es, diese Nährstoffe in Mikroalgenbiomasse zu überführen und als Düngemittel in den Kreislauf zurückzuführen. Durch das immobilisierte Wachstum der Algen entsteht Biomasse mit geringem Wasseranteil, wodurch energieaufwändige Trocknungsschritte entfallen. Um das Verfahren im Labor testen zu können, wird ein skalierbarer Prototyp der Anlage entwickelt. Parallel dazu untersucht ein sozioökonomisches Arbeitspaket die gesellschaftliche Akzeptanz eines aus kommunalem Abwasser gewonnenen Düngemittels.
Vorgehen
Im Fokus stehen Wahrnehmungen, Akzeptanz und mögliche Vorbehalte entlang der Wertschöpfungskette, von Landwirt*innen bis zu Konsument*innen. Das Projekt verbindet technische Innovation, Ressourceneffizienz und Akzeptanzforschung mit dem Ziel, Nährstoffkreisläufe im Ernährungssystem nachhaltig zu schliessen.