Kooperative Praktiken in den Künsten von 1800 bis heute

Der Workshop widmet sich kooperativen Formen der Zusammenarbeit in den Künsten vom frühen 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

12.11.2026 bis 13.11.2026 – HKB, Auditorium, Ostermundigenstrasse 103, 3006 Bern

Illustration von einem Orchster, die Musiker kommen sich beim spielen mit ihren Instrumenten in die Quere

Im Zentrum stehen dabei Künstler*innen-Gruppen aus allen Kunstsparten, die Hierarchien hinterfragen und mit egalitären Formen des künstlerischen Arbeitens experimentieren. Dabei werden auch inter- und transdisziplinäre Kooperationen in den Blick genommen. Der Workshop fragt danach, wie Entscheidungsprozesse in Künstler*innen-Gruppen organisiert sind. Wie wird Verantwortung verteilt? In welcher Weise werden Hierarchien bewusst reduziert, unterlaufen oder neu konfiguriert? Und was impliziert dies für die individuelle Verantwortlichkeit im kreativen Prozess?

Über den historischen Längsschnitt hinweg wird diskutiert, unter welchen Bedingungen sich solche Formen der Zusammenarbeit bilden, entwickeln und verändern können, wie sie in die künstlerische Tätigkeit hineinwirken und sich in den Resultaten manifestieren. Zusammengedacht werden die Beispiele u. a. durch die Frage nach historischen Rückbezügen und einem den Künsten spezifischen Praxiswissen der Zusammenarbeit, dessen Ausformulierung und Tradierung. Der Untersuchungszeitraum wurde mit Blick auf soziopolitische Veränderungen in vielen (europäischen) Regionen um 1800 gewählt, die zur weiten Verbreitung und regen Diskussion von freien Assoziationen führten und damit eine wichtige Voraussetzung für autonome, egalitäre Künstler*innengruppen schufen.

Ziel ist es, sowohl historische als auch gegenwärtige Beispiele kooperativer künstlerischer Praxis sichtbar zu machen und deren ästhetische, soziale und institutionelle Implikationen zu reflektieren.

Steckbrief

  • Startdatum 12.11.2026
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  • Enddatum 13.11.2026
  • Ort HKB, Auditorium, Ostermundigenstrasse 103, 3006 Bern