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Digitalisierung im öffentlichen Sektor von Entwicklungsländern
08.04.2026 In einer neuen Studie zeigt Rika Koch auf, weshalb der Aufbau von Kapazitäten in der öffentlichen Beschaffung für die Digitalisierung in Entwicklungsländern so zentral ist. Der Beitrag ist in den «Yokohama Legal Studies Series Vol. 1» erschienen.
Die digitale Transformation des öffentlichen Sektors kann zu Effizienzsteigerungen führen und eine gute Regierungsführung fördern. Dadurch wird sie insbesondere in Entwicklungsländern zu einem Motor für Entwicklung. Der begrenzte Zugang zu digitalem Wissen, digitalen Werkzeugen und digitaler Infrastruktur erschwert es diesen Ländern jedoch, mit dem rasanten Tempo der Digitalisierung Schritt zu halten. Zudem fällt es ihnen schwer, die Technologien auszuwählen und zu beschaffen, die sie benötigen, um ihre Dienstleistungen sicher und effizient zu erbringen.
Prof. Dr. Rika Koch, Professorin für öffentliches Beschaffungswesen am Institut Public Sector Transformation der Berner Fachhochschule, legt in diesem Beitrag dar, dass solide Gesetze und Verfahren im Bereich des öffentlichen Beschaffungswesens entscheidende Triebkräfte für die Digitalisierung des öffentlichen Sektors sind. Der öffentliche Sektor entwickelt seine digitalen Technologien so gut wie nie selbst, sondern ist im Rahmen der öffentlichen Beschaffung auf externe Anbieter*innen angewiesen. Darum wird der Aufbau von Kapazitäten im Bereich der öffentlichen Beschaffung zu einem Schlüsselfaktor für die Verbesserung der digitalen Fähigkeiten und die Förderung der Digitalisierung des öffentlichen Sektors.