SERO-App für Suizidprävention mit Viktor Award ausgezeichnet

16.03.2026 Die Suizidpräventions-App SERO wurde mit dem Viktor Award in der Kategorie «Medizinische Meisterleistung» ausgezeichnet. Die App unterstützt Menschen in suizidalen Krisen sowie deren Angehörige mit digitalen Hilfsmitteln und wurde gemeinsam mit Partnern unter Beteiligung der Berner Fachhochschule (BFH) entwickelt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die SERO-App gewinnt den Viktor Award in der Kategorie «Medizinische Meisterleistung».
  • Die App unterstützt Menschen vor, während und nach suizidalen Krisen.
  • Die BFH hat bei der Entwicklung der App mitgewirkt und Betroffene miteinbezogen. 

Die Suizidpräventions-App SERO wurde mit dem Viktor Award 2025 in der Kategorie «Medizinische Meisterleistung» ausgezeichnet. Die App entstand im Rahmen des Projekts SERO – Suizidprävention Einheitlich Regional Organisiert, das von der Luzerner Psychiatrie gemeinsam mit Partnerorganisationen, darunter die Berner Fachhochschule (BFH), umgesetzt wird. Von der BFH waren das Institut Patient-Centered Digital Health (Kerstin Denecke) und die angewandte Forschung und Entwicklung Pflege (Caroline Gurtner) beteiligt. 

Erste App zur Suizidprävention für den deutschsprachigen Raum

Die App unterstützt Menschen vor, während und nach suizidalen Krisen und richtet sich sowohl an Betroffene als auch an deren Angehörige. Sie bietet unter anderem einen persönlichen Sicherheitsplan, Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit Vertrauenspersonen und Notfallstellen sowie Instrumente zur Selbsteinschätzung des Suizidrisikos. Es handelt sich um die erste Suizidpräventions-App für den deutschsprachigen Raum. Sie ist kostenlos auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch in den verschiedenen App Stores erhältlich.

Wichtige Überbrückung bei Wartezeit

In der Schweiz sterben jährlich rund 1000 Menschen durch Suizid. Digitale Angebote wie die SERO-App können Betroffene und ihr Umfeld dabei unterstützen, frühzeitig Massnahmen zu ergreifen und besser mit Krisensituationen umzugehen. Auch ist es ein wichtiges Überbrückungsangebot beim Warten auf professionelle Unterstützung im Gesundheitssystem.

Im gesamten Entwicklungsprozess hat das Projektteam von Beginn weg und konsequent mit Einbezug der Nutzer*innen gearbeitet. Das heisst, Betroffene und Angehörige/Bezugspersonen wurden partizipativ in die Entwicklung der App eingebunden und gaben wertvolle Rückmeldungen. 

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