Wenn ein Blick genügt: Die Wissenschaft hinter Super-Recognizern

17.08.2026 Super-Recognizer verfügen über eine seltene Begabung: Sie erkennen Gesichter auch nach Jahren wieder. Selbst auf unscharfen Bildern, selbst mit Sonnenhut und -brille. Weshalb können sie das? Unsere Expertin Meike Ramon im Gespräch.

Ein Foto. Keine Datenbank, kein Algorithmus. Nur ein Mensch, der schaut – und sich erinnert. Sogenannte Super-Recognizer können eine Person anhand eines einzigen Bildes wiedererkennen. Selbst nur aufgrund eines Bildes aus der Kindheit, selbst wenn sie die Person nur im Profil sehen. Damit moderne Gesichtserkennung das auch schafft, braucht sie grosse Trainingsdatensätze mit Tausenden von Aufnahmen.

Meike Ramon, kognitive Neurowissenschaftlerin an der Berner Fachhochschule, erforscht seit fast zwei Jahrzehnten, was im Gehirn passiert, wenn wir Gesichter wahrnehmen und wiedererkennen. Super-Recognizer stehen dabei im Zentrum ihrer Arbeit. Im Podcast «Let's Talk Business» spricht Meike darüber, wie Super-Recognizer heute in polizeilichen Ermittlungen eingesetzt werden und wie gut sie im Vergleich zu Gesichtserkennungssoftware abschneiden.

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