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Bern baut zirkulär: Gemeinsam die Bauwende gestalten

21.10.2026 Im Kanton Bern fallen jährlich rund drei Kubikmeter Bauabfälle pro Person an. Gleichzeitig werden die Ressourcen knapper und die Anforderungen an eine nachhaltige Bauwirtschaft steigen. Das Netzwerk «Bern baut zirkulär» (NBBZ) bringt Verwaltung, Hochschulen und Bauwirtschaft zusammen, um Materialkreisläufe zu schliessen und die Bauwende voranzubringen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vernetzen: Das Netzwerk bringt Akteur*innen aus Wirtschaft, Verwaltung, Forschung und Planung zusammen und fördert den Wissens- und Erfahrungsaustausch.

  • Koordinieren: Es stimmt Aktivitäten aufeinander ab und koordiniert Initiativen entlang der gesamten Wertschöpfungskette und über alle Baustoffe hinweg.
  • Umsetzen: Es entwickelt praxistaugliche Empfehlungen und Hilfsmittel und macht gute Beispiele sichtbar.

Vom Recycling zur zirkulären Bauwirtschaft

Der Kanton Bern hat die Kreislaufwirtschaft als zentrales Thema im Sachplan Abfall verankert. Aus dem jährlichen Runden Tisch «Förderung Recyclingbaustoffe, geschlossene Materialkreisläufe» mit VertreterInnen der kantonalen Verwaltung und der Baustoffbranche entstand im 2024 die Initiative «Netzwerk Kreislaufwirtschaft im Bau Kanton Bern». Gemeinsam mit wichtigen Akteur*innen aus der Bau- und Immobilienwirtschaft, der Verwaltung und der Bildung treibt sie die Kreislaufwirtschaft im Kanton Bern voran.

«Der Kanton Bern setzt auf Kreislaufwirtschaft. Diese gelingt, wenn wir Wissen teilen, Kräfte bündeln und gemeinsam ins Handeln kommen.»

  • Oliver Steiner Amt für Wasser und Abfall (AWA)

Heute geht der Blick weiter: Im Zentrum stehen die Fragen, wie Bauwerke und Materialien von Anfang an kreislauffähig geplant, genutzt und weiterentwickelt werden können. Das Netzwerk versteht Kreislaufwirtschaft deshalb umfassend: von der Planung über die Beschaffung und Ausführung bis hin zur Wiederverwendung. Die Bauwende steht für die Transformation zu einer kreislauffähigen und ressourcenschonenden gebauten Umwelt.

Das Netzwerk in der Praxis

Kreislaufwirtschaft wird dort greifbar, wo sie umgesetzt wird. Das Netzwerk fördert den Austausch und unterstützt die praktische Umsetzung mit:

  • Netzwerktreffen mit Fachinputs zu aktuellen Themen
  • Webinaren für die Mitglieder
  • Offenen Aktivitäten der Mitglieder
  • Praxisbeispielen aus Beschaffung, Planung und Ausführung

Thematische Schwerpunkte sind Ökobilanzierung, nachhaltige und kreislauffähige Beschaffung sowie PFAS.

Eine konkrete Umsetzungshilfe bieten die Verwendungsempfehlungen «Mineralischen Recycling-Baustoffe» für die Kantone Bern und Solothurn (siehe weitere Informationen unten).

Gruppenfoto: Netzwerk Bern baut zirkulär Bild vergrössern
Gemeinsam für die Bauwende: Die Mitglieder des Netzwerks «Bern baut zirkulär» (NBBZ) bringen ihre unterschiedlichen Perspektiven und Kompetenzen für eine zirkuläre Bauwirtschaft zusammen.

Veranstaltungstipp: Zirkuläres Bauen in der Praxis, 25. Februar 2027

Von politischen Rahmenbedingungen über zirkuläre Planung bis zu innovativen Baustoffen und Praxisprojekten: Die Tagung «Zirkuläre und ressourcenschonende Bauwirtschaft | Schwerpunkt Hochbau» beleuchtet aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Hochbau.

Donnerstag, 25. Februar 2027
8.30 – 17.00 Uhr
Berner Fachhochschule BFH, Biel
Anmeldung bis 11. Februar 2027

Das Netzwerk in der Praxis

Netzwerk NBBZ Bild vergrössern

Die Rolle der BFH

Die Berner Fachhochschule BFH bringt ihre Kompetenzen im natürlich nachhaltigen Bauen, in der Kreislaufwirtschaft und in der nachhaltigen Transformation der gebauten Umwelt ein. Mit ihrem systemischen Ansatz und dem Zusammenspiel verschiedener Disziplinen verbindet sie Forschung, Lehre und Praxis. Als Koordinatorin des Netzwerks bringt sie Akteur*innen zusammen und unterstützt die Entwicklung gemeinsamer Lösungen für die Bauwende.

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Fachgebiet: Klima + Kreislaufwirtschaft