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Internationale Erfahrung leicht gemacht: BFH-Studierende nehmen an einem PIONEER-BIP teil
12.06.2026 Fünf Studentinnen vom Studiengang MSc Circular Innovation and Sustainability nahmen an einem PIONEER-Blended Intensive Programme (BIP) teil. Drei von ihnen berichteten uns von ihren Erfahrungen.
Das von den PIONEER-Allianzpartnern der BFH, der Fachhochschule Laurea und der Universität Žilina koordinierte Programm «Future of Sustainable Buildings and Cities: Design for Disassembly», brachte Studierende aus fünf verschiedenen Ländern zusammen.
Im Rahmen einer praxisnahen Aufgabe entwickelten die Studierenden Konzepte und präsentierten ihre Ergebnisse am Ende der intensiven Präsenzwoche dem Praxispartner in Finnland. Die Herausforderung bestand darin, Konzepte für einen Baubalken zu entwickeln, der von Anfang an für den Rückbau und die Wiederverwendung konzipiert ist – ein Ansatz, der die Kreislaufwirtschaft im Bausektor fördert.
Starke Parallelen zur Arbeitswelt
Die Teilnehmenden kamen aus unterschiedlichen Fachrichtungen wie Wirtschaft, Ingenieurwesen und Architektur. Dies führte zu bereichernden Diskussionen und einem vielfältigen Wissensaustausch. «Wir konnten unser Wissen bündeln», erklärt Lisa Grieder. «Jede Person brachte ihren eigenen kulturellen Hintergrund und ihre fachliche Expertise ein, ganz ähnlich wie im echten Berufsleben.»
Die internationale Vielfalt der Gruppe verlieh der Zusammenarbeit zusätzliche Tiefe. Studierende verschiedener Hochschulen und Länder brachten unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Herangehensweisen in das Projekt ein. «Es war schön, Wissen auszutauschen, die Ideen und akademischen Hintergründe der anderen kennenzulernen und gemeinsam darauf aufzubauen», sagt Nathalie Eggenschwiler.
Für Gabriela Ismael Calderon gehörte die Möglichkeit, an einem konkreten Unternehmensprojekt zu arbeiten, ebenso zu den Höhepunkten des BIP wie die Vielfalt der Perspektiven innerhalb der Gruppe. Unterschiedliche berufliche Erfahrungsniveaus der Studierenden führten zwar gelegentlich zu Herausforderungen, ermöglichten aber auch einen wertvollen Wissenstransfer, bei dem erfahrenere Studierende andere unterstützten. «Gleichzeitig konnten Studierende mit weniger Berufserfahrung neue Technologien und aktuelle Ansätze einbringen, mit denen andere noch nicht vertraut waren», erklärt sie.
Was ist ein BIP?
Ein Blended Intensive Programme (BIP) kombiniert Online-Zusammenarbeit mit einem kurzen Auslandsaufenthalt und bietet Studierenden eine unkomplizierte Möglichkeit, internationale Erfahrung zu sammeln – ohne ein langes Austauschsemester absolvieren zu müssen.
Vor der Reise nach Finnland im April trafen sich die Teilnehmenden dreimal online, um sich auf den anderen Bestandteil eines BIP, den Aufenthalt im Ausland vorzubereiten. Diese virtuellen Treffen halfen den Studierenden, sich kennenzulernen und eine solide Grundlage für die Zusammenarbeit vor Ort zu schaffen.
Gemeinsam für nachhaltige Innovation
Obwohl das technische Thema nicht direkt dem Schwerpunkt ihres Studiums im Bereich Kreislaufwirtschaft entsprach, knüpfte es eng an Fragen der Nachhaltigkeit, Innovation und Wirtschaft an. «Das Thema des BIP war nicht genau der Fokus unseres Studiums, aber eng damit verbunden», betonen Nathalie und Lisa. «Es war spannend, etwas ausserhalb unseres Fachgebiets zu erkunden und gleichzeitig im Bereich Nachhaltigkeit zu bleiben, insbesondere neue Ansätze für die Gestaltung von Gebäuden und Städten.»
Das Programm zeigte zudem, wie wichtig internationale und interdisziplinäre Zusammenarbeit für die Bewältigung von Nachhaltigkeitsherausforderungen ist. «Uns verbinden ähnliche Vorstellungen von Nachhaltigkeit», sagt Nathalie. Lisa ergänzt: «Wenn wir als Gesellschaft nachhaltiger werden wollen, müssen wir nicht nur innerhalb der Schweiz, sondern auch international zusammenarbeiten.»
Das «Green Beam-BIP» zeigt beispielhaft, wie PIONEER-Studierende gemeinsam reale Herausforderungen im Zusammenhang mit SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden – angehen. Dabei erwerben sie nicht nur fachliches Wissen, sondern stärken auch ihre interkulturellen und kollaborativen Kompetenzen in einem internationalen Umfeld.
Darüber hinaus zeigte das Programm, wie BIPs eine praxisnahe Möglichkeit bieten, das im Studium erworbene Wissen und die entsprechenden Werkzeuge in einem internationalen Kontext anzuwenden und weiterzuentwickeln. «Für mich als berufsbegleitende Studentin war das die perfekte Möglichkeit, in einem internationalen Umfeld zu arbeiten», sagt Nathalie. «Sonst hätte ich diese Erfahrung nicht machen können. Ich habe die Gelegenheit sehr geschätzt, an diesem Programm teilzunehmen.»