- Story
HKB-Studentin Lena Ambauen befragt
18.02.2026 Das Bewegungstheater für Kinder ist fester Bestandteil des Playtime Musikfestivals. Dieses Jahr entwarf Lena Ambauen mit Mitstudierenden das Stück «Boum! Box!». Wir haben Sie bei den Proben getroffen.
Wir treffen Lena Ambauen im «La Grenouille» in Biel während den Proben zur Vorstellung von «Boum! Box! – Musik und Bewegungstheater für Kinder», welches sie mit Mitstudierenden des Studiengangs Musik und Bewegung selbst entworfen hat. Auf der Bühne stehen diverse Instrumente und zahlreiche Kisten. Die Studierenden geben ihrem Stück noch den letzten Feinschliff, bevor in wenigen Stunden Kinder den Saal füllen.
Wann habt ihr mit dem Projekt «Boum! Box!» begonnen?
Wir haben ungefähr im Juni letzten Jahres damit angefangen und hatten wöchentlich Zeit, daran zu arbeiten. So richtig intensiv wurde es vor Weihnachten. Da haben wir das Stück erstmals den Dozierenden gezeigt. Im Januar sind wir dann ins Theater Biotop gekommen, um es zu üben. Ab dann waren wir von Morgen bis Abend dran.
Wie viele Leute seid ihr in diesem Projekt?
Auf der Bühne sind wir sieben Personen und zwei Masterstudierende machen das Licht.
Wie ist es zum Namen «Boum! Box!» gekommen?
Die Kisten sind unser Bühnenbild und auch die Geschichte dreht sich um sie. Es gibt in der Vorstellung eine Kiste, die von oben runterfällt und uns anschliessend in eine andere Welt bringt. Deshalb ist der Titel entstanden, weil es wirklich «Bumm» macht und die Kiste plötzlich da ist.
In eurer Aufführung kommen viele Instrumente zum Einsatz. Wie mischt ihr das mit der Bewegung?
Die Performance hat viel Musik drin, aber es ist nicht konzertant. Wir bewegen uns immer und die Musik erschafft eher ein Ambiente. Wir haben eine Spielerin, welche drei Instrumente spielt und plötzlich ist jemand am Cajon und gleich wieder am Klavier. Also wir spielen viel, aber wir haben versucht, das in die Geschichte zu integrieren.
Was ist dir wichtiger: das Schauspiel oder das Instrument?
Für mich ist das Wichtigste das Tanzen und die Musik. Von dort komme ich her, denn ich singe und tanze leidenschaftlich, ausserdem spiele ich noch Geige. Im Projekt dachten wir, es ist eine coole Möglichgeit, wenn Cello und Geige zusammen interagieren können.
Spielt ihr alle ein Instrument?
Wir alle spielen Klavier und wir lernen alle zusätzlich entweder Gesang oder ein zweites Instrument.
Wie viele Dozenten und Dozentinnen arbeiten mit euch in dem Projekt mit?
Die Hauptleitung macht Franziska Meyer. Wir haben aber auch Dozierende für die einzelnen Bereiche: In Musik haben wir zwei Dozierende, welche uns bei der Musik und den Texten unterstützen. Für das Schauspiel haben wir auch einen Dozenten.
Habt ihr ein Ritual, das ihr vor der Aufführung macht?
Ja, wir haben ein Reaktionsspiel, wo es darum geht, dass man möglichst schnell den Anschluss hat. Es heisst «Hi Ha Ho», es geht im Kreis rum und du probierst möglichst schnell zu reagieren, wenn du dran bist. Auf diese Weise bekommt man Energie und ist danach bereit auf der Bühne.
«Boum! Box! – Musik und Bewegungstheater für Kinder» fand Ende Januar im Rahmen des Musikfestivals Playtime an vier Tagen statt. Besetzung: Lena Ambauen, Elodie Deschenaux, Réyana Diarra, Muriel Fritschi, Ozioma Jaunin, Hugrún Lux, Margaux Tissot-Daguette.