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Internationalisierung an der BFH Wirtschaft
06.05.2026 Machtverschiebungen, Krisen und der Klimawandel verändern die internationale Ordnung zunehmend. Umso wichtiger ist ein vertieftes Verständnis geopolitischer Entwicklungen und ihrer Auswirkungen auf Unternehmen. Die BFH Wirtschaft treibt die Internationalisierung gezielt voran – mit dem Ausbau strategischer Partnerschaften und mehr Internationalisation@Home-Aktivitäten für die Student*innen.
Internationalisierung an der BFH Wirtschaft ist nachhaltig, strategisch und zukunftsorientiert. Sie stärkt die Mobilität und internationale Vernetzung der Student*innen und Mitarbeiter*innen, wobei sich virtuelle und physische Austauschformate in einer ausgewogenen Balance halten. Dabei fokussieren wir uns auf unsere Kernmärkte Europa, Nordamerika und Emerging Economies.
Unser Verständnis von Internationalisierung orientiert sich an den Dimensionen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Unternehmertum. Durch den gezielten Ausbau strategischer Partnerschaften mit führenden Universitäten im Ausland starken wir die internationale Vernetzung der BFH Wirtschaft und ihr Renommee nachhaltig. Internationale Zusammenarbeit ist dabei kein Selbstzweck, sondern ein wirkungsorientiertes Instrument zur Weiterentwicklung von Lehre, Forschung und Weiterbildung.
Warum globale Erfahrungen im Studium den Unterschied machen
Die Vorbereitung auf internationale Geschäftstätigkeit erfordert Flexibilität, Perspektivenvielfalt und ein fundiertes Verständnis unterschiedlicher Wirtschafts- und Gesellschaftsräume. Im Zentrum stehen dabei die Europäische Union, Kanada sowie Schwellenländer wie Indien, Brasilien und China. Gleichzeitig gewinnen zukünftige Wachstumsregionen insbesondere in Afrika zunehmend an Bedeutung.
Ein vertieftes Verständnis geopolitischer Entwicklungen und ihrer Auswirkungen auf Unternehmen ist heute unverzichtbar. Durch die Ausbildung internationaler Student*innen – im Sinne von Internationalisation@Home – erreichen wir zwei zentrale strategische Ziele: Einerseits ermöglichen wir allen Student*innen den direkten Austausch mit anderen Kulturen und Geschäftspraktiken. Andererseits fördern wir eine nachhaltige Internationalisierung, die nicht ausschliesslich auf physische Mobilität angewiesen ist.
Die BFH Wirtschaft fördert den systematischen Austausch zwischen lokalen und internationalen Student*innen und baut ihre Internationalisation@Home-Aktivitäten gezielt aus, etwa durch virtuelle Lehr- und Projektformate mit Partnerhochschulen im Ausland. Diese stärken nicht nur die internationale Zusammenarbeit, sondern leisten sowohl einen ökologischen Beitrag durch die Vermeidung von CO₂-Emissionen als auch einen sozialen Beitrag, indem internationaler Austausch auch Student*innen mit physischen Einschränkungen, begrenzten finanziellen Ressourcen oder Betreuungspflichten ermöglicht wird.
In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass Dozent*innen für die Chancen und Herausforderungen kulturell und sprachlich vielfältiger Lerngruppen sensibilisiert und gezielt in der Zusammenarbeit in internationalen Teams weitergebildet werden. Ebenso ist es wichtig, dass Themen wie geopolitische Risiken und Non-Market-Environments (Gesellschaft, Staat, Medien) feste Bestandteile der Curricula sind und internationale Inputreferate bestehende Lehrveranstaltungen sinnvoll ergänzen.
Internationalisierung als Antwort auf wirtschaftliche Herausforderungen
Globale wirtschaftliche, politische und technologische Machtverschiebungen – insbesondere zwischen den USA, China und Europa – erhöhen die geopolitische Volatilität und stellen die Rolle der Schweiz in der internationalen Ordnung zunehmend infrage. Multilaterale Regeln und verlässliche Partnerschaften verlieren an Stabilität, Lieferketten werden fragiler, während zentrale Märkte wie die USA und China für Schweizer Unternehmen wirtschaftlich unverzichtbar bleiben.
Gleichzeitig führen weltweite Krisen und der Klimawandel zu anhaltenden Migrationsbewegungen. Zugewanderte stellen ein wichtiges Arbeitskräftepotenzial dar und Unternehmen stehen vor der Herausforderung einer erfolgreichen Arbeitsintegration. Diese Entwicklungen erhöhen die strategische Komplexität für Schweizer Unternehmen erheblich und verlangen nach entsprechend qualifizierten Fach- und Führungskräften. Forschung zur erfolgreichen Integration von Migrant*innen auf dem Arbeitsmarkt und eine Stärkung interkultureller Kompetenzen der Student*innen ist damit eine konkrete Antwort auf reale Herausforderungen wie den Fachkräftemangel.
Zwischen Anspruch und Wirkung: die Position der BFH Wirtschaft
Es ist wichtig, dass die BFH Wirtschaft Internationalisierung als verbindendes und strategisches Element über alle Leistungsbereiche hinweg verankert. In der Forschung fördert die internationale Zusammenarbeit unserer Forscher*innen die Entwicklung von Lösungen für komplexe globale Fragestellungen und festigt unsere Positionierung als forschungsstärkste Fachhochschule in der Schweiz mit klarem Nachhaltigkeitsfokus. Die Kooperation mit renommierten Hochschulen aus der ganzen Welt ist integraler Bestandteil unserer Aktivitäten.
Für Student*innen bedeutet dies den Erwerb zukunftskritischer Kompetenzen in interkultureller Kommunikation und internationaler Kooperation, die sie befähigen, sich agil in einer zunehmend volatilen und global geprägten Arbeitswelt zu bewegen. Für Praxispartner*innen entsteht ein Kompetenzzentrum für Fragen der Internationalisierung, des Umgangs mit geopolitischen Risiken, mit Non-Market-Environments sowie der Arbeitsintegration von Migrant*innen.
Die Gesellschaft profitiert von der Einordnungs- und Handlungskompetenz der BFH Wirtschaft im Bereich Internationalisierung, etwa durch Informationsveranstaltungen für die breite Öffentlichkeit, Medienbeitrage oder evidenzbasierte Policy-Empfehlungen. Internationale Forschungsprojekte schaffen damit Wirkung weit über die Hochschule hinaus und tragen zur nachhaltigen Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft bei.
Dieser Beitrag erschien im Präsenz 1/2026.
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