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Landwirtschaft im Mosaik
03.06.2026 Pixelfarming klingt futuristisch – ist aber im Kern eine Rückbesinnung auf die Natur.
Aus der Vogelperspektive sieht das Feld ein bisschen aus wie ein Mosaik. Hier wachsen Nutzpflanzen dicht nebeneinander: in Quadraten, Reihen oder Streifen. Entscheidend ist, dass sich die Pflanzen gegenseitig unterstützen.
«Wir achten darauf, welche Arten besonders gut miteinander harmonieren», erklärt Rina Rohrbach, Assistentin im Bereich Agrarökologie an der BFH-HAFL. So kann etwa Mais Schatten spenden, wovon Nachbarkulturen wie Buschbohnen in einem trockenen Jahr profitieren können.
«Man möchte vor allem Stabilität und Resilienz erreichen», sagt Dominik Füglistaller, Dozent für Agrarökologie an der BFH-HAFL. «Wenn eine Kultur Probleme zeigt, kann die Nachbarkultur dies mit ihrem Ertrag ausgleichen.» Gleichzeitig erschwert das Muster aus kleinen Pixeln, dass sich Schädlinge grossflächig ausbreiten können. Ein Algorithmus hilft bei der Planung und berechnet, welche Pflanzen besonders gerne nebeneinander stehen.
Optisch wirkt Pixelfarming zunächst ungewohnt, fast chaotisch. «Aber auf sehr stimmige Weise», sagt Dominik Füglistaller.
Viele Menschen fühlen sich auf solchen Feldern sofort wohl, was Rina Rohrbach in ihren Projekten bestätigt: Die Vielfalt der Pflanzen schafft ein lebendiges und harmonisches Gesamtbild. Und so stimmig das Bild auch wirkt - aktuell steckt noch sehr viel Handarbeit in solchen Flächen. Pixelfarming-Robotersysteme, die vieles erleichtern könnten, sind erst in der Testphase. Dennoch könnte Pixelfarming künftig als innovative Nische einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft leisten.