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Mut, Klarheit und der Blick über den eigenen Horizont hinaus

10.06.2026 «Internationalisierung ist für KMU längst kein «Nice-to-have» mehr – sie ist zur Notwendigkeit geworden. Die Weltwirtschaft verändert sich rasant, Lieferketten verschieben sich, Märkte fragmentieren, neue Regulierungen entstehen. Trotz dieser Komplexität gilt: Chancen liegen heute seltener vor der eigenen Haustür und immer häufiger dort, wo wir als Unternehmer*innen bereit sind hinzuschauen.

Dieser Beitrag erschien im Präsenz 1/2026

Das Kundenmagazin der BFH Wirtschaft zeigt Geschichten, die bewegen, Ideen, die wachsen, und Projekte, die nachhaltigen Impact schaffen.

Als Unternehmerin und Präsidentin von swiss export sehe ich täglich, wie unterschiedlich die Ausgangslagen unserer Mitglieder sind – und doch verbindet sie alle derselbe Antrieb: der Wille, sich weiterzuentwickeln. Internationalisierung bedeutet nicht zwingend geografische Weite, sie beginnt im Kopf. Wer exportieren will, muss zuerst seine eigene Organisation stärken. Prozesse, Datenqualität, digitale Werkzeuge – all das sind Grundlagen, die Wachstum erst ermöglichen.

Genauso entscheidend ist der Mut, Partnerschaften zu bauen. Kein KMU kann heute allein international bestehen. Erfolgreiche Unternehmen investieren Zeit in Marktanalysen, pflegen Netzwerke und setzen auf verlässliche lokale Partner*innen. Gerade in Zeiten geopolitischer Spannungen – die europaweit nach Stabilität rufen – braucht es diese Brückenbauer-Mentalität mehr denn je.

Internationalisierung ist zudem ein Katalysator für Kulturentwicklung. Sie zwingt uns, unsere Wertschöpfung kritisch zu hinterfragen, Prozesse zu standardisieren und gleichzeitig flexibel zu bleiben. Auch wir bei swiss export sehen, wie neue Kompetenzen – von ESG (Environmental, Social und Governance) bis Digitalisierung – Unternehmen befähigen, in globalen Märkten sichtbar und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Am Ende ist es eine Frage der Haltung: International zu denken heisst, vertraute Muster loszulassen und offen für Neues zu sein. Internationalisierung ist kein Sprint, sondern ein Weg – ein Weg, der widerstandsfähiger, innovativer und zukunftsfähiger macht.

Porträt von Simone Stebler
Die Kolumne wurde von Anita Stebler, CIO und CFO der s: stebler Gruppe, verfasst.