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Swiss Obstetrics Forum: Zwischen Handwerk und Hightech

10.03.2026 Am 20. November 2026 bringt das Swiss Obstetrics Forum Hebammen und Forschende aus der ganzen Schweiz zusammen. Im Zentrum steht das Spannungsfeld von digitalen Innovationen und Handwerk in der Geburtshilfe. Zwei Forscherinnen erzählen von ihren Erwartungen an die Fachveranstaltung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Swiss Obstetrics Forum findet am 20. November 2026 in Bern statt.
  • Im Zentrum steht das Spannungsfeld zwischen digitalen Innovationen und Handwerk.
  • Die Forscherinnen freuen sich auf den fachlichen Austausch mit Kolleg*innen.

Das Swiss Obstetrics Forum wird von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und der der Berner Fachhochschule (BFH) gemeinsam organisiert. Es versteht sich als Plattform für den Austausch zwischen Praxis, Ausbildung und Forschung – mit dem Ziel, Innovationen gezielt in die geburtshilfliche Versorgung zu integrieren.

Eine dieser Innovationen könnte aus dem Projekt von Vanessa Leutenegger kommen: Die Hebamme und Dozentin an der ZHAW wird am Forum Ergebnisse einer cluster-randomisierten Studie zur Wirksamkeit einer digital unterstützten Atem- und Entspannungstechnik präsentieren. Erste Resultate zeigen, wie digitale Elemente die geburtsbezogene Selbstwirksamkeit stärken und klassische Geburtsvorbereitung evidenzbasiert erweitern können.

Vanessa Leutenegger
Vanessa Leutenegger wird ihr Projekt Brelax am Swiss Obstetrics Forum vorstellen.

«Das Forum bietet die ideale Plattform, um unsere Ergebnisse mit Geburtshelfer*innen, Hebammen und Forschenden zu diskutieren», sagt Leutenegger. «Gerade bei komplexen Interventionen sind interprofessionelle Rückmeldungen entscheidend – etwa zur Integration in bestehende Versorgungsstrukturen oder zur Frage, wie sich digitale Elemente sinnvoll skalieren lassen.» Besonders interessiert sie der Austausch zu Qualität, der Entscheidungsfindung und interprofessioneller Zusammenarbeit.

Ähnlich sieht das auch Evelyne Aubry: Die Dozentin und Forscherin an der BFH wird am Forum Einblick in die RESET-Studie geben. Sie zeigt, wie AI- basiertes virtuelles Kommunikationstraining in der Geburtshilfe eingesetzt werden kann – insbesondere im sensiblen Kontext von Gewichtsstigma. Immersive Lernformate sollen eine stigmasensible Gesprächsführung stärken und die Reflexion fördern. Erste Erfahrungen deuten darauf hin, dass die Tools von Lernenden gut akzeptiert werden und sich praxistauglich in bestehende Lehrformate integrieren lassen.

«Ich wünsche mir einen offenen Austausch mit Fachpersonen, die an neuen Technologien sowie an Lern- und Praxisformaten arbeiten», so Aubry. «Wo besteht Bedarf? Was funktioniert bereits gut? Und wo braucht es weitere Forschung? Das Forum ermöglicht es, Expertise zu bündeln und die nächsten Schritte gemeinsam weiterzuentwickeln.»

Jetzt anmelden!

Melden Sie sich jetzt an und diskutieren Sie am Swiss Obstetrics Forum 2026 über die Zukunft der Geburtshilfe zwischen Handwerk und Hightech.

  • Freitag, 20.11.2026, 9.00–16.30 Uhr
  • Hotel Bern, Zeughausgasse 9, 3011 Bern
  • Anmeldefrist: 13. November 2026

 

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