Forum Digitalisierung und Alter

Das Forum bringt Fachpersonen aus HR, Digital Health, Forschung und Gesellschaft zusammen.

05.11.2026, 14.00–17.00 Uhr – BFH-Wirtschaft, Brückenstrasse 73, Bern, Raum H225

Im Zentrum stehen die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für ein gesundes, selbstbestimmtes und sozial verbundenes Älterwerden.

Fachvorträge geben Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um digitale Gesundheit, Arbeit und den Übergang in die Pensionierung. In einer Podiumsdiskussion teilen Menschen aus der Bevölkerung ihre Perspektiven, Erfahrungen und Erwartungen an die digitale Zukunft des Alterns. Ergänzt wird das Programm durch die Vorstellung eines digitalen Begleiters zur Unterstützung der psychischen Gesundheit im Pensionierungsprozess.

Das Forum schafft Raum für Austausch, Vernetzung und neue Impulse an der Schnittstelle von Technologie, Gesundheit und Gesellschaft.

Zielgruppe

Das Forum richtet sich an Fachpersonen aus HR, Gesundheit, Altersarbeit und Forschung sowie an Menschen, die sich für Digitalisierung und Älterwerden interessieren. Die Beiträge sind allgemein verständlich; fachliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Programm

Zeit

Programmpunkt

Speaker

14.00–14.10

Begrüssung und Einführung

 

14.10–14.30

Digitalisierung und Alter: Alltagsunterstützung, KI, Chancen und Risiken

Prof. Dr. Sabina Misoch | Berner Fachhhochschule Institut Alter; Leiterin Swiss Center for Care@Home

14.30–14.50

Ella: Digitale Begleitung in psychisch herausfordernden Situationen

Jan Borer | Angestellte Schweiz

 

14.50–15.10

Pensi App: Digitaler Begleiter für einen selbstbestimmten und erfüllten Ruhestand

Lana Cvijic | Berner Fachhochschule Technik und Informatik, Institut für Patient-centered Digital Health

 

15.10–15.40

Pause und Pensi App ausprobieren

 

15.40–16.00

Technik trifft Alltag: Zwischen Innovation und tatsächlicher Nutzung

Simone Eicher | OST – Ostschweizer Fachhochschule, Institut für Altersforschung

16.00–16.20

Genussvoll essen, selbstständig bleiben: Digitale Unterstützung im Alter

Prof. Dr. Karin Haas | Berner Fachhochschule Gesundheit, Institut Alter

 

16.20–16.40

Podium: Erfahrungen und Erwartungen an die digitale Zukunft des Alterns

 

16.40–17.00

Gemeinsame Synthese und Abschluss

 

ab 17.00

Apéro und Austausch

 

Forum Digitalisierung und Alter

Digitalisierung und Alter: Alltagsunterstützung, KI, Chancen und Risiken

Prof. Dr. Sabina Misoch | Berner Fachhhochschule Institut Alter; Leiterin Swiss Center for Care@Home

Wie prägt die Digitalisierung die Lebensqualität und soziale Teilhabe von Menschen ab 65 Jahren? Der Vortrag beleuchtet Chancen digitaler Alltagsunterstützung – etwa durch Sturzerkennung, Gesundheitsmonitoring und moderne Kommunikation – sowie Herausforderungen bei Barrierefreiheit, ethischen Fragen und Sicherheit. Auch die mögliche Rolle künstlicher Intelligenz (KI) im Alltag älterer Menschen wird vorgestellt. Abschliessend zeigt der Beitrag, wie Technik so entwickelt werden kann, dass sie den Bedürfnissen älterer Menschen entspricht und gesellschaftliche Teilhabe sowie Lebensqualität nachhaltig stärkt.
 

Ella: Digitale Begleitung in psychisch herausfordernden Situationen

Jan Borer | Angestellte Schweiz

Psychische Herausforderungen begegnen uns in allen Lebensphasen. Ein gezielter Umgang damit ist wichtig, um die mentale Gesundheit zu schützen und nachhaltig zu stärken. Veränderungen können besonders herausfordernd sein – auch der Übergang vom Erwerbsleben in die Pensionierung. Der Beitrag stellt die KI-gestützte Begleiterin Ella vor und zeigt, wie neue Technologien dabei helfen können, solche Veränderungen zu bewältigen und psychisch fit zu bleiben.
 

Pensi App: Digitaler Begleiter für einen selbstbestimmten und erfüllten Ruhestand

Lana Cvijic | Berner Fachhochschule Technik und Informatik, Institut für Patient-centered Digital Health

Der Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhestand kann Herausforderungen für mentale Gesundheit, Tagesstruktur und Lebensqualität mit sich bringen. Um eine Lücke bei gezielten digitalen Angeboten zu schliessen, wurde im Projekt Retirement Companion das Konzept der Pensi App gemeinsam mit künftigen Nutzenden und Fachexpertinnen entwickelt. Grundlage waren unter anderem 37 Nutzerinterviews. Die App soll Menschen vor der Pensionierung verlässlich durch diesen Veränderungsprozess begleiten und ihre mentale Gesundheit stärken. Sie unterstützt persönliche Orientierung und strukturierte Selbstreflexion, stellt relevantes Wissen bereit und hilft bei der Planung alltäglicher Aufgaben. Der Beitrag stellt die gemeinsame Entwicklung und erste Erkenntnisse zu alltagstauglichen, nutzerorientierten digitalen Werkzeugen für das psychische Wohlbefinden vor.
 

Technik trifft Alltag: Zwischen Innovation und tatsächlicher Nutzung

Simone Eicher | OST – Ostschweizer Fachhochschule, Institut für Altersforschung

Digitale Angebote können technisch überzeugen und dennoch am Alltag vorbeigehen. Ihr Nutzen zeigt sich oft erst, wenn ältere Menschen sie ausprobieren, anders nutzen als vorgesehen oder bewusst ablehnen. Anhand von Erfahrungen mit KI, Robotik und sensorbasierten Alltagshilfen aus dem Kompetenzzentrum «Technologische Innovationen und Alter» der OST zeigt der Beitrag, was digitale Angebote alltagstauglich macht. Entscheidend sind weniger das Alter oder digitale Kompetenzen als das Zusammenspiel persönlicher und institutioneller Bedingungen: erkennbarer Nutzen, Möglichkeiten zum Ausprobieren und passende Begleitung sowie klare Zuständigkeiten und tragfähige Strukturen über das Projektende hinaus.
 

Genussvoll essen, selbstständig bleiben: Digitale Unterstützung im Alter

Prof. Dr. Karin Haas | Berner Fachhochschule Gesundheit, Institut Alter

Essen ist im Alter mit Genuss, Gewohnheiten, sozialen Kontakten, Lebensqualität und Selbstständigkeit verbunden. Digitale Angebote können eine ausgewogene Ernährung unterstützen. Doch wie relevant sind sie für ältere Menschen? Aktuelle Forschungsprojekte zeigen eine grundsätzliche Akzeptanz solcher Angebote. Für eine dauerhafte Nutzung zählen neben einfacher Bedienbarkeit und digitalen Kompetenzen auch die persönliche Bedeutung der Ernährung für Gesundheit und Selbstständigkeit. Gewohnheiten, Motivation, Vertrauen und das soziale Umfeld spielen ebenfalls eine Rolle. Der Beitrag zeigt, wie digitale Angebote an Alltag, Bedürfnisse und persönliche Ziele anknüpfen können und welche Zugänge Genuss, soziale Teilhabe und Selbstständigkeit bieten.
 

Podium: Digitalisierung im Alltag – Erfahrungen, Chancen und Risiken

Moderation: NN

Wie erleben ältere Menschen die Digitalisierung im Alltag? Personen um das Pensionierungsalter und darüber hinaus teilen in einer moderierten Diskussion ihre persönlichen Erfahrungen. Sie sprechen darüber, wo digitale Angebote ihren Alltag erleichtern, welche Herausforderungen sie mit sich bringen und welche Chancen und Risiken sie für ein selbstbestimmtes Älterwerden sehen.

Steckbrief

  • Startdatum 05.11.2026, 14.00–17.00 Uhr
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  • Ort BFH-Wirtschaft, Brückenstrasse 73, Bern, Raum H225