Knowledge Visualization

Die Projekte im Forschungsfeld «Knowledge Visualization» beschäftigen sich mit der Visualisierung von Daten und Informationen sowie der Gestaltung von Interfaces.

Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Sichtbarmachung von qualitativen Daten: Patient*innenprozesse, Ausstellungen oder Interviews werden auf eine neue Art sichtbar gemacht – mit dem Ziel, hierdurch ebenso Neues über den Datenkorpus und die darin verborgenen Phänomene zu lernen. Partner*innen aus der Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung nutzen die Zusammenarbeit mit der HKB, um auf diesem Weg mehr über ihre Themen, ihren Kontext und die Anliegen ihrer Kund*innen und Klient*innen zu erfahren.

Kernkompetenzen

  • innovative Visualisierung von quantitativen und qualitativen Daten
  • Durchführung von Workshops zur Sensibilisierung von Mitarbeitenden für visuelle Phänomene im Umgang mit Daten
  • Führung komplexer Forschungsprozesse im Bereich der Wissensvisualisierung
  • Praxisbasierte Forschung in allen Bereichen der Knowledge Visualization

Laufende Projekte

Auswahl

Befunddokumentation - Visualisierung von Befunddokumentationen anhand semantischer Netze

Zur Knowledge Visualization chrono-stratigrafischer Prinzipien am Beispiel von Harris Matrix und Seriation


Auf welche Weise lassen sich archäologische Grabungsstätten durch visuelle Instrumente der Knowledge Visualization erschliessen?


Grundlagen

Funde und Befunde einer archäologischen Grabungsstätte werden mit unterschiedlichen traditionellen Techniken (zeichnerische Befunddokumentation, Handaufmass) und neueren Herangehensweisen (tachymetrische Aufnahme, Laserscanning, Photogrammetrie, Satellitenbilder) beschrieben. Nach der Grabung werden diese Sachverhalte in visuelle Modelle überführt, die die Auswertung erleichtern und anschliessend die Publikation der wissenschaftlichen Erkenntnisse stützen sollen. Grundlegende Verfahren der Visualisierung archäologischer Erkenntnisse sind derzeit etwa die Darstellung stratigrafischer Interrelationen in der sogenannten Harris Matrix und die Wiedergabe kombinationsstatistischer Auswertungen durch zweidimensionale oder mehrdimensionale Korrespondenzanalysen. Solche Visualisierungen bedienen sich der Abstraktion und verzichten daher jeweils auf bestimmte Informationen. Deshalb können (insbesondere kontexbezogene) Informationen mit den bestehenden visuellen Mitteln nicht gleichzeitig differenziert genug und anschaulich genug erfasst werden und müssen stattdessen in mehrspurigen und auch für die Experten oft unübersichtlichen kombinierten Notationssystemen festgehalten werden. Hierunter leidet auch die Vermittlung der Ergebnisse.


Vorgehen

Das vorliegende Dissertationsprojekt möchte zu dieser Diskussion beitragen, indem explorativ neue visuelle Instrumente der Knowledge Visualization in der archäologischen Befunddokumentation entwickelt und am Beispiel zweier Methoden der Befunddokumentation (Harris Matrix und Seriation) evaluiert werden. Dabei sollen die Instrumente zwischen den bisherigen traditionellen Erfassungsmitteln und den komplexen mehrspurigen Erfassungsmethoden vermitteln und es dem Nutzer erlauben, komplexe Zusammenhänge schneller und intuitiver erfassen zu können.

Das interdisziplinär angelegte Dissertationsvorhaben findet im Rahmen der Graduate School of the Arts (GSA) Bern statt und ist am Institut für Archäologische Wissenschaften der Universität Bern und der Hochschule der Künste Bern, Forschungsschwerpunkt Kommunikationsdesign angesiedelt.

Kontakt

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Hochschule der Künste Bern
Forschung
FSP Kommunikationsdesign
Sekretariat: Caroline Lehmann
Fellerstrasse 11
CH-3027 Bern