Alt italienischer Lack

Um die Lacktradition des 16. bis 18. Jahrhunderts besser zu verstehen, wurden die Originallacke von Saiteninstrumenten verschiedener Lauten- und Geigenbauer untersucht und mit historischen Quellen verglichen.

Steckbrief

  • Lead-Departement Hochschule der Künste Bern
  • Institut Institut Materialität in Kunst und Kultur
  • Forschungseinheit Materialforschung in Kunst und Kultur
  • Förderorganisation Andere
  • Laufzeit 01.06.2018 - 31.05.2021
  • Projektverantwortung Dr. Stefan Zumbühl
  • Projektleitung Dr. Stefan Zumbühl
  • Projektmitarbeitende Jacques Balthazar Soulier
  • Partner Karolina Blaberg Stiftung

Ausgangslage

Die analytischen Daten ergaben, dass die Lacke aus trocknenden Ölen und Harzen aus der Familie der Kieferngewächse unter Zugabe von Bimsstein und Knochenasche hergestellt wurden. Erste Erwähnungen über die Verwendung dieser Zusätze als Trocknungsmittel stammen aus der Zeit weit vor dem Geigenbau. Um die Wirkung von Bimsstein und Knochenasche als Trocknungsmittel zu untersuchen, wurden Öl-/Kolophoniumlacke mit unterschiedlichen Mengen an Bimsstein und Knochenasche hergestellt. Aufgrund der Feinheit des Feststoffes und der hohen Viskosität des Lackes lassen sich die Komponenten zu einer stabilen Suspension vermischen. Lacke mit gemahlenem Bimsstein bleiben recht transparent, da der Brechungsindex von Bimssteinpulver sehr nahe an dem von Öl und Kolophonium liegt. Je nach Feststoffkonzentration können sie jedoch eine bräunliche Eigenfärbung aufweisen.