Potenzialanalyse Kreislaufwirtschaft

Die Region Bern-Mittelland stärkt die Kreislaufwirtschaft: Eine fundierte Potenzialanalyse identifiziert konkrete Handlungsspielräume, vernetzt Akteur*innen und legt die Basis für förderfähige Projekte im Rahmen der Neuen Regionalpolitik.

Steckbrief

Ausgangslage

Mit dem Regionalen Förderprogramm 2024–2027 hat die Regionalkonferenz Bern-Mittelland (RKBM) der Kreislaufwirtschaft erstmals einen eigenen strategischen Stellenwert eingeräumt. Der neue Förderakzent «Kreislaufwirtschaft» unterstreicht die Bedeutung des Themas für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung im ländlichen Raum. Gleichzeitig zeigt sich eine Lücke zwischen strategischer Zielsetzung und konkreter Umsetzung: Bisher fehlen konkrete Projekte, welche die Kreislaufwirtschaft in der Region operativ vorantreiben. Um diese Lücke zu schliessen, wurde im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) eine Potenzialanalyse lanciert. Ziel ist es, in den 51 Gemeinden der Teilregion RKBM vorhandene Stärken, Entwicklungschancen und konkrete Handlungsspielräume systematisch zu identifizieren. Neben der Analyse der wirtschaftlichen und ökologischen Potenziale werden bestehende Aktivitäten sowie engagierte Unternehmen, Gemeinden und Organisationen sichtbar gemacht. Ein zentrales Element des Projekts ist die aktive Einbindung regionaler Akteur*innen. Ihre Perspektiven fliessen in die Analyse ein und bilden die Grundlage für die Entwicklung erster Projektideen. Begleitgruppe und Workshops sorgen für fachliche Rückkopplung und stärken die regionale Vernetzung. Die Ergebnisse schaffen eine fundierte Basis für konkrete Projekte und für die Weiterentwicklung des Regionalen Förderprogramms 2028–2031.

Vorgehen

Das Projekt zur Potenzialanalyse Kreislaufwirtschaft in der RKBM folgt einem wissenschaftlichen, strukturierten, sechsstufigen Prozess. Gestartet wird (1) mit einer Analyse der Wirtschaftsstruktur sowie (2) einer quantitativen Unternehmensbefragung zur Bestimmung des regionalen Status quo. Daran schliesst (3) eine Ökosystemanalyse an, die zentrale Akteur*innen, Beziehungen und Rahmenbedingungen erfasst. In (4) qualitativen Interviews werden diese Erkenntnisse vertieft – mit Fokus auf kulturelle, soziale und kooperative Faktoren. Im Rahmen (5) von Multi-Stakeholder-Workshops werden branchenspezifische und branchenübergreifende Perspektiven zusammengeführt und erste Projektideen entwickelt. Den Abschluss bildet (6) eine systematische Nachbearbeitung, welche die Ergebnisse konsolidiert und für die Weiterentwicklung im Rahmen des Regionalen Förderprogramms 2028–2031 aufbereitet.

Dieses Projekt leistet einen Beitrag zu den folgenden SDGs

  • 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
  • 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur
  • 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden
  • 12: Verantwortungsvoller Konsum und Produktion